Examensarbeit, 2005
65 Seiten, Note: 1,0
Die Arbeit befasst sich mit der Person Konstantius II., seiner Rolle im arianischen Streit und seinem Versuch, eine einheitliche Reichskirche auf nicht-nizänischer Grundlage zu etablieren. Die Hauptaufgabe der Arbeit ist es, Konstantius II. Wirken in diesem Kontext zu beschreiben und zu analysieren.
Das erste Kapitel bietet eine kurze biographische Skizze von Konstantins des Großen, der die Entwicklung Konstantius II. maßgeblich geprägt hat. Kapitel 2 beleuchtet die verschiedenen Phasen von Konstantius' II. Weg zur Alleinherrschaft: seine Jugend, seine Rolle als Caesar unter seinem Vater, der Tod Konstantins und die Nachfolge. Kapitel 3 beschäftigt sich mit dem arianischen Streit, von Arius' Auftreten über das Konzil von Nizäa bis zur Situation während der Zweierherrschaft. Es werden auch verschiedene theologische Richtungen vorgestellt, die im arianischen Streit eine Rolle spielten. Kapitel 4 beschreibt Konstantius II. kirchenpolitische Entscheidungen, die auf die Etablierung einer einheitlichen Reichskirche abzielten. Es werden die wichtigsten Synoden analysiert, die dabei eine zentrale Rolle spielten.
Konstantius II., Arianischer Streit, Reichskirche, Synoden, Glaubensformeln, Nizänisches Bekenntnis, Homöusianismus, Homöismus, Athanasius, Arius.
Konstantius II. war ein Sohn Konstantins des Großen und römischer Kaiser. Er versuchte, eine einheitliche Reichskirche auf einer nicht-nizänischen (oft als homöisch bezeichneten) Grundlage zu etablieren.
Im Zentrum stand die trinitätstheologische Frage nach dem Verhältnis von Gott-Vater und Gott-Sohn, wobei die Arianer die Wesensgleichheit (homoousios), wie sie in Nizäa festgelegt wurde, ablehnten.
Obwohl Nizäa das Fundament für die orthodoxe Lehre legte, wich Konstantius II. davon ab und förderte Synoden, die vermittelnde oder explizit nicht-nizänische Glaubensformeln verabschiedeten.
Das datierte Credo vom 22. Mai 359 war eine Glaubensformel, die als theologische Vorbereitung für die Doppelsynode von Rimini und Seleucia diente und den Versuch darstellte, eine Einigung im Reich herbeizuführen.
Wichtige Stationen waren die Synoden von Sirmium, Arles, Mailand, Ancyra sowie die Doppelsynode von Rimini und Seleucia, die schließlich zum Triumph der Homöer führten.
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