Examensarbeit, 2005
65 Seiten, Note: 1,0
0. EINLEITUNG
1. KONSTANTIN DER GROßE – EINE BIOGRAPHISCHE SKIZZE
2. KONSTANTIUS II. – BIOGRAPHIE UND POLITIK
2.1 Jugend
2.2 Die Nachfolgeregelung
2.3 Die Dreierherrschaft (337 - 340)
2.4 Die Zweierherrschaft (340 - 350)
2.5 Die Alleinherrschaft (350 - 361)
3. DER TRINITÄTSTHEOLOGISCHE STREIT BIS ZUM TOD KONSTANS‘
3.1 Das Konzil von Nizäa
3.1.1 Die arianische Lehre
3.1.2 Das Bekenntnis von Nizäa
Exkurs: Weitere theologische Richtungen während des arianischen Streits
3.2 Die Nachnizänische Zeit
3.3 Der arianische Streit während der Dreierherrschaft
3.4 Der arianische Streit während der Zweierherrschaft
4. DIE AUFRICHTUNG EINER NICHT–NIZÄNISCHEN REICHSKIRCHE
4.1 Die Synode von Sirmium (351)
4.2 Die Synode von Arles (353)
4.3 Die Synode von Mailand (355)
4.4 Die Synode von Sirmium (357)
4.5 Die Synode von Ancyra (358)
4.6 Die Synode von Sirmium (359)
4.7 Die Doppelsynode von Rimini und Seleucia (359)
4.7.1 Die Ausgangssituation
4.7.2 Theologische Vorbereitungen – das datierte Credo
4.7.3 Die Synode des Westens in Rimini
4.7.4 Die Synode des Ostens in Seleucia
4.8 Die Synode von Konstantinopel (360) und der Triumph der Homöer
5. ZUSAMMENFASSUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht das Wirken von Konstantius II. im Kontext des arianischen Streits und seinen maßgeblichen Versuch, das Christentum im Römischen Reich durch die Etablierung einer einheitlichen, nicht-nizänischen Reichskirche unter seiner autoritären Führung zu einen.
3.1 Das Konzil von Nizäa
Konstantin der Große hatte schon früh in seiner Amtszeit feststellen müssen, dass das Christentum keine einheitliche Religion mit einheitlichen Vorstellungen war. Tatsächlich spalteten sich die Gläubigen in viele verschiedene Gruppierungen mit jeweils unterschiedlichen Vorstellungen und Ansprüchen. Zu Beginn von Konstantins Amtszeit war diese Tatsache noch nicht von Belang gewesen, doch je mehr sich der Kaiser auf das Christentum einließ, um so deutlicher wurde es für ihn, dass er auf Dauer nicht umhin kommen würde, Partei zu ergreifen. „Damit wich er von dem [...] Grundsatz ab, dass die Pflege aller Kulte dem Heil des Staates diene“, doch gerade der arianische Streit, der in das Konzil von Nizäa mündete, ließ ihm wahrscheinlich keine andere Möglichkeit. Da eine einige Kirche dem Staat viel besser dienlich sein würde als viele zerstrittene Parteien, war eines der obersten Ziele dieses Konzils, „die Herstellung eines einheitlichen Kultes“.
Konstantin bot sich deshalb, als er von einem Streit zwischen dem Bischof Alexander von Alexandria und seinem Presbyter Arius um die Person Christi erfuhr, als Vermittler an. Arius vertrat einen trinitätstheologischen Standpunkt, der ihn in den gelehrten Kreisen unbeliebt gemacht hatte und war daraufhin bei Bischof Alexander der Häresie angeklagt worden. Arius wurde im folgenden von Bischof Alexander exkommuniziert, erkannte dies nicht an und wurde schließlich aus Alexandria verbannt. Daraufhin suchte er Schutz und Unterstützung und fand beides unter anderem bei Hofbischof Eusebius von Nikodemia. In den folgenden Jahren spitzte sich die Kontroverse, die größtenteils über offene Briefe ausgetragen wurde, immer weiter zu; ab dem Jahr 320 mußte man sogar von einem offenen Konflikt zwischen Nikodemia und Alexandria sprechen. Arius wurde schließlich 321 von seinen Anhängern auf zwei Synoden in Palästina und Kleinasien für orthodox erklärt.
0. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der kirchlichen Einigungspolitik unter Konstantius II. und der damit verbundenen historisch kritischen Rezeption.
1. KONSTANTIN DER GROßE – EINE BIOGRAPHISCHE SKIZZE: Biografische Darstellung des Vaters Konstantin des Großen und dessen prägender Einfluss auf das kirchenpolitische Verständnis seines Sohnes.
2. KONSTANTIUS II. – BIOGRAPHIE UND POLITIK: Überblick über den Lebensweg von Konstantius II. von der Jugend über die Ära der Mehrkaiserherrschaft bis zur Alleinherrschaft.
3. DER TRINITÄTSTHEOLOGISCHE STREIT BIS ZUM TOD KONSTANS‘: Analyse der Ursprünge des Arianismus, der Entwicklung bis zum Konzil von Nizäa und den theologischen Spannungen während der frühen Mitregentschaft.
4. DIE AUFRICHTUNG EINER NICHT–NIZÄNISCHEN REICHSKIRCHE: Detaillierte Untersuchung der verschiedenen Synoden und kaiserlichen Glaubensformeln zur Durchsetzung einer homöischen Kirchenpolitik.
5. ZUSAMMENFASSUNG: Resümee über den Erfolg des Kaisers bei der Schaffung einer geeinten Kirchenstruktur und die Einordnung seines Handelns im Kontext des Caesaropapismus.
Konstantius II., Arianischer Streit, Reichskirche, Nizäa, Homöer, Homöusianer, Synode, Glaubensbekenntnis, Konstantin der Große, Kirchenpolitik, Caesaropapismus, Athanasius, Trinitätstheologie, Homousios, Theologische Einigung.
Die Arbeit analysiert die Kirchenpolitik des römischen Kaisers Konstantius II. und sein zielgerichtetes Vorgehen, das Christentum unter einer nicht-nizänischen, sogenannten homöischen Basis im gesamten Reich zu einen.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Person des Kaisers, den kirchenpolitischen Einfluss auf theologische Kontroversen, die Organisation von Synoden und die Rolle von Kirchenlehrern wie Athanasius.
Das Ziel ist es, den Versuch des Kaisers darzustellen, die religiöse Zersplitterung durch autoritäre Steuerung der Dogmen zu überwinden und ein stabiles religiöses Fundament für das Römische Reich zu schaffen.
Der Autor stützt sich auf eine historische Analyse unter Auswertung antiker Quellen und zeitgenössischer theologischer Schriften, um die Entwicklung der Glaubensformeln im 4. Jahrhundert nachzuzeichnen.
Der Hauptteil befasst sich chronologisch mit dem Werdegang des Kaisers, der eskalierenden trinitätstheologischen Auseinandersetzung und den spezifischen Synoden von Sirmium, Arles, Mailand, Rimini und Seleucia.
Zu den prägenden Begriffen zählen Kirchenpolitik, Arianischer Streit, Homöer, Nizänum, Reichskirche und Caesaropapismus.
Athanasius wird als der hartnäckigste Gegenspieler des Kaisers dargestellt, dessen Absetzung und wiederholte Verbannung ein wesentlicher Teil des kirchenpolitischen Machtkampfes war.
Der Kaiser trat zunehmend als aktiver Lenker auf, der Synoden berief, durch kaiserlichen Druck Entscheidungen forderte und Bischöfe, die seine theologische Richtung nicht unterstützten, ins Exil schickte.
Die homöische Formel versuchte, den Streit durch schwammige Begriffe wie „ähnlich“ (homoios) beizulegen, um die theologisch unversöhnlichen Parteien unter einem gemeinsamen, aber theologisch weniger präzisen Glaubensbekenntnis zu vereinen.
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