Diplomarbeit, 2004
43 Seiten, Note: 2
1 Gegenstand und Gang der Untersuchung
2 Grundlagen
2.1 Transformation
2.2 Direktinvestitionen und multinationale Unternehmen
2.3 Ownership, location and internalisation (Eklektisches Paradigma)
2.4 Moderne Ansätze zu Direktinvestitionen
2.5 Zusammenfassung des theoretischen Teils
3 Investitionsland Polen
3.1 Hintergrund
3.2 Motivation für Direktinvestitionen in Mittel- und Osteuropa
3.3 Direktinvestitionsklima seit Beginn der Transformation
3.4 Zusammenfassung der Investitionsbedingungen
4 Eine Fallstudie: Engagement der Volkswagen AG in Polen
4.1 Weltweit aufgestelltes Unternehmen
4.2 Die Automobilindustrie als Vorreiter
4.3 Grundzüge der allgemeinen Standortbewertung
4.4 Bestimmungsgründe für Polen - Anwendung des eklektischen Paradigmas
5 Volkswagens Direktinvestitionen im Transformationsland Polen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Beweggründe für ausländische Direktinvestitionen in Transformationsländern am Beispiel des Engagements der Volkswagen AG in Polen, um die Investitionsentscheidung vor dem Hintergrund theoretischer Erklärungsansätze nachzuvollziehen.
2.3 Ownership, location and internalisation (Eklektisches Paradigma)
Ergänzend zu den zahlreichen traditionellen Ansätzen hat Dunning versucht, das Phänomen multinationaler Unternehmen und eine Direktinvestitionserklärung zu einer allgemeingültigen Theorie zusammenzufassen. Das daraus entstandene eklektische Paradigma bzw. das Paradigm of ownership, location and internalisation (OLI-Ansatz) zur Begründung von Direktinvestitionen setzt drei Bedingungen voraus: Zum einen (1) muss das direkt investierende Unternehmen über spezifische Wettbewerbsvorteile verfügen. Darüber hinaus (2) bietet der ausländische Standort besondere regionale Vorteile und letztlich (3) liegen Vorteile durch Internalisierung vor. Eine bzw. zwei erfüllte Bedingungen sind Dunning zufolge jedoch nicht hinreichend, Direktinvestitionen und somit letztlich das Entstehen von multinationalen Unternehmen zu begründen. Erst alle drei erfüllten Bedingungen machen Direktinvestition möglich und sinnvoll.
Obgleich auch die anderen Möglichkeiten zur Erschließung eines Auslandsmarkts denkbar wären, kann laut OLI-Ansatz jedoch zu einem Zeitpunkt immer nur eine dieser Strategien pro Land eingesetzt werden. Es ist deshalb nur möglich, entweder zu exportieren, vor Ort Lizenzen zu vergeben oder eine Direktinvestition zu tätigen. Somit kann das Paradigma nicht erklären, warum heutzutage manche Unternehmen – durchaus erfolgreich – mehrere dieser Methoden gleichzeitig anwenden.
1 Gegenstand und Gang der Untersuchung: Einführung in die Thematik der Transformation in Mittel- und Osteuropa und Festlegung der Forschungsfrage bezüglich der Direktinvestitionen der Volkswagen AG in Polen.
2 Grundlagen: Theoretische Darstellung des Transformationsprozesses sowie verschiedener Modelle zur Erklärung von Direktinvestitionen, wobei das OLI-Paradigma von Dunning im Fokus steht.
3 Investitionsland Polen: Detaillierte Betrachtung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Polens sowie Analyse der Motive und Hindernisse für Investoren seit Beginn der Transformation.
4 Eine Fallstudie: Engagement der Volkswagen AG in Polen: Untersuchung der Unternehmensstrategie von Volkswagen in Polen, inklusive einer allgemeinen Standortbewertung und der Anwendung des eklektischen Paradigmas auf den Automobilsektor.
5 Volkswagens Direktinvestitionen im Transformationsland Polen: Abschließende Synthese der Ergebnisse, welche die Investitionsentscheidung von Volkswagen als konsequente Anwendung des theoretischen Rahmens auf die spezifischen Standortvorteile Polens bestätigt.
Direktinvestitionen, Transformationsländer, Polen, Volkswagen AG, eklektisches Paradigma, OLI-Ansatz, Standortfaktoren, Automobilindustrie, Transformation, Markteintritt, Wettbewerbsvorteile, Internalisierung, Osteuropa, Standortbewertung.
Die Arbeit analysiert die Gründe, warum Unternehmen Direktinvestitionen in Transformationsländern tätigen, und nutzt hierfür als konkretes Beispiel die Investitionsentscheidungen der Volkswagen AG in Polen.
Die zentralen Themen umfassen den Transformationsprozess von der Plan- zur Marktwirtschaft, die theoretische Fundierung internationaler Investitionen sowie die spezifische Standortbewertung Polens für Automobilhersteller.
Das Ziel ist es, die Investitionsentscheidung der Volkswagen AG in Polen auf Basis anerkannter Erklärungsansätze für Direktinvestitionen nachzuvollziehen und die Bestimmungsgründe für diesen Standort zu identifizieren.
Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Fallstudie, die mikroökonomische Erklärungsmuster (insbesondere Dunning's eklektisches Paradigma) auf das praktische Beispiel von Volkswagen in Polen anwendet.
Der Hauptteil behandelt die Grundlagen der Transformation, eine Analyse von Polen als Investitionsstandort sowie eine detaillierte Fallstudie zur Volkswagen AG, inklusive einer Standortbewertung nach sechs Kriterien.
Wichtige Schlüsselwörter sind unter anderem Direktinvestitionen, Transformationsländer, eklektisches Paradigma, Volkswagen AG, Standortfaktoren und Automobilindustrie.
Volkswagen dient als prominentes Beispiel eines Global Players, dessen Investitionsentscheidungen in Polen beispielhaft die strategische Nutzung von Standort- und Internalisierungsvorteilen in Transformationsländern verdeutlichen.
Der Autor zeigt sich trotz festgestellter Hindernisse, wie bürokratischen Hürden oder infrastrukturellen Defiziten, optimistisch, da Polen durch die EU-Integration und die Qualifikation der Arbeitskräfte weiterhin attraktive Standortvorteile bietet.
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