Lizentiatsarbeit, 2004
142 Seiten, Note: gut
1. Einleitung
1.1 Einleitende Überlegungen und Forschungsinteresse
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Theorie
2.1 Die Bedeutung von Erwerbsarbeit von Jugendlichen aus sozialisationstheoretischer Sicht
2.1.1 Identität und Sozialisation
2.1.2 Theoretischer Bezugsrahmen für die Analyse beruflicher Sozialisation
2.1.2.1 Sozialisation für und durch den Beruf
2.1.3 Familie, Peers und Berufswahl
2.1.3.1 Berufswahl als Teil des Sozialisationsprozesses
2.1.3.2 Familiale Einflüsse bei der Berufswahl
2.1.3.3 Einflüsse der Peer-Groups
2.1.4 Arbeit und Beruf in den Lebenskonzepten von Jugendlichen
2.2 Geschlechterunterschiede
2.2.1 Entwicklung einer beruflichen Identität in der Kindheit
2.2.2 Geschlechtsspezifische Berufsfindung im Jugendalter
2.3 Risiken und Chancen beim Übergang von Schule ins Erwerbsleben
2.3.1 Junge Erwachsene und die Biografisierung von Übergängen
2.3.2 Jugendliche an der Schwelle des Übergangs von der Schul- in die Berufsausbildung
2.3.3 Soziale Differenzierung und Individualisierung von Statuspassagen
2.3.4 Soziale Benachteiligung und Probleme beim Übergang von der Schule in die Arbeitswelt
2.3.4.1 Zugangschancen zu bestimmten nach-obligatorischen Ausbildungen
2.3.4.2 Ausbildungsabsichten und deren Realisierungsgewissheit
2.4 Das Zürcher Bildungssystem
2.5 Berufswahlprozess
2.5.1 Diskussion der Berufswahltheorien
2.5.2 Phasen der Berufswahl
2.6 Lehrstellensituation
2.6.1 Entwicklung der Lehrstellensituation im Kanton Zürich
2.6.2 Sektoren der Ausbildungswahl
2.6.2.1 Berufssektoren der SchulabgängerInnen im Sommer 2003
2.6.2.2 Jugendliche ohne Anschlusslösung und Jugendarbeitslosigkeit
2.6.3 Massnahmen und Hilfen für Jugendliche ohne Anschlusslösung
2.6.3.1 Beispiel “Task Force Lehrstellen 2003“
2.6.3.2 Beispiel im Kanton Zürich “Projekt Nahtstelle“
2.6.4 Fazit
2.7 Ausbildungssituation aus der Perspektive von Lehrlingen
2.7.1 Ausbildungsabbruch
2.7.2 Zufriedenheit mit der gewählten Berufsausbildung
2.7.2.1 Arbeitsklima
2.7.2.2 Arbeitsfreude
2.7.2.3 Wohlbefinden im privaten und sozialen Kontext in Bezug zur Arbeit
2.8 Einbettung der Fragestellung/Hypothese in die Theorie
3. Methode
3.1 Untersuchungsablauf
3.1.1 Fragebogen
3.1.1.1 Zufriedenheit mit Berufswahl
3.1.1.2 Ausbildungszufriedenheit
3.1.1.3 Allgemeines Wohlbefinden
3.1.1.4 Demographische Faktoren
3.2 Durchführung
3.3 Auswertungsverfahren
4. Ergebnisse
4.1 Stichprobe
4.2 Zufriedenheit mit der Berufswahl
4.2.1 Durchschnittliche Zufriedenheit mit der Berufswahl
4.2.2 Korrelationen zwischen den Prädiktoren und der Berufswahlzufriedenheit
4.2.3 Die prädiktive Bedeutung der demographischen Faktoren und des allgemeinen Wohlbefindens mit der Berufswahlzufriedenheit
4.3 Zufriedenheit der Lehrlinge mit ihrer Ausbildungssituation
4.3.1 Durchschnittliche Ausbildungszufriedenheit der Lehrlinge
4.3.2 Korrelation zwischen den Erwartungen und der Realität (Soll/Ist-Differenz) der Lehre
4.3.3 Korrelation zwischen den Prädiktoren und der Ausbildungszufriedenheit
4.3.4 Die prädiktive Bedeutung der demographischen Faktoren und des allgemeinen Wohlbefindens mit der Ausbildungszufriedenheit
4.4 Durchschnittswerte des allgemeinen Wohlbefindens
4.5 Zusammenhang zwischen der Berufswahl- und der Ausbildungszufriedenheit
5. Diskussion der Ergebnisse
5.1 Zufriedenheit der Zürcher Lehrlinge mit ihrer Berufswahl
5.1.1 Allgemeine Berufswahlzufriedenheit
5.1.2 Bedeutung der demographischen Faktoren
5.2 Zufriedenheit der Zürcher Lehrlinge mit ihrer Ausbildung
5.2.1 Erwartungshaltungen versus Realität
5.2.2 Allgemeine Ausbildungszufriedenheit
5.2.3 Bedeutung der demographischen Faktoren
5.2.4 Zusammenfassung der Ergebnisse zur Ausbildungszufriedenheit
5.3 Bedeutung des allgemeinen Wohlbefindens bezüglich Berufswahl und Ausbildungszufriedenheit
5.4 Zusammenhang der Berufswahl- und Ausbildungszufriedenheit
6. Schlusswort
6.1 Zusammenfassung
6.2 Ausblick
Die vorliegende Lizentiatsarbeit untersucht die Zufriedenheit von Zürcher Lehrlingen im ersten Lehrjahr mit ihrer Berufswahl sowie ihrem Ausbildungsplatz. Das primäre Ziel der Studie ist eine Standortbestimmung, wobei der Einfluss demografischer Faktoren sowie das allgemeine Wohlbefinden der Jugendlichen auf die berufliche Zufriedenheit analysiert werden, um die hohe Lehrabbruchquote in diesem Kontext besser zu verstehen.
2.1.3 Familie, Peers und Berufswahl
In diesem Kapitel wird auf die Herkunftsfamilie, die Gleichaltrigengruppe und deren Einflüsse auf den einzelnen Jugendlichen näher eingegangen - nicht zuletzt auch im Zusammenhang mit dem Berufswahlprozess.
Gestützt auf die 13. Shell Jugendstudie kann einleitend gesagt werden, dass (deutsche) Jugendliche ihre Eltern mehrheitlich als sehr unterstützend und beratend erleben. Die Eltern werden also, übrigens sehr viel häufiger und früher, als Vertrauenspersonen wahrgenommen. Elterliches Zutrauen begünstigt jene Persönlichkeitsressourcen, die gute Voraussetzungen für eine gelingende Lebensbewältigung bieten. Diese „Ressource“ kann bei der Berufswahl eines Jugendlichen eine wichtige Rolle spielen, und die Herkunftsfamilie stellt somit einen bedeutenden Rückhalt während des ganzen Berufsfindungsprozesses dar.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Forschungsinteresse ein, thematisiert die Herausforderungen beim Übergang von der Schule in die Berufswelt und legt die zentrale Hypothese sowie den Aufbau der Arbeit dar.
2. Theorie: Hier werden die sozialisationstheoretischen und entwicklungspsychologischen Grundlagen erarbeitet, der Berufswahlprozess diskutiert und die Lehrstellensituation sowie die Ausbildungssituation aus Sicht der Lehrlinge beleuchtet.
3. Methode: Dieser Abschnitt beschreibt den Untersuchungsablauf, die Konstruktion des Fragebogens, die Durchführung der Befragung an Zürcher Berufsschulen sowie das gewählte Auswertungsverfahren.
4. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Daten zur Stichprobe und die statistischen Auswertungen bezüglich der Berufswahl- und Ausbildungszufriedenheit sowie deren Korrelation mit dem allgemeinen Wohlbefinden.
5. Diskussion der Ergebnisse: Hier werden die erhobenen Daten interpretiert, die Hypothesen überprüft und kritisch im Kontext der bestehenden Forschung und Bildungssituation im Kanton Zürich diskutiert.
6. Schlusswort: Das Kapitel bietet eine abschließende Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse und gibt einen Ausblick auf notwendige zukünftige Forschung und sozialpädagogische Interventionsmöglichkeiten.
Berufswahl, Ausbildungszufriedenheit, Lehrlinge, Sozialisation, Identitätsentwicklung, Kanton Zürich, Lehrabbruch, Wohlbefinden, Übergang Schule-Beruf, Berufsfindungsprozess, Jugendliche, Arbeitsklima, Arbeitsfreude, Erwerbsarbeit, Berufsbildung
Die Arbeit befasst sich mit der Zufriedenheit von Zürcher Lehrlingen im ersten Lehrjahr hinsichtlich ihrer getroffenen Berufswahl und ihrer aktuellen Ausbildungssituation.
Die Schwerpunkte liegen auf den Prozessen der Identitätsbildung, der Bedeutung sozialer Instanzen wie Familie und Peers, den Risiken beim Übergang in das Erwerbsleben sowie den Faktoren, die die Arbeitszufriedenheit beeinflussen.
Das Hauptziel ist eine Standortbestimmung der Zufriedenheit von Lehrlingen, um zu prüfen, ob die Hypothese zutrifft, dass diese mit ihrer Ausbildung am Ende des ersten Lehrjahrs unzufrieden sind.
Es wurde ein quantitativer Forschungszugang gewählt. Die Daten wurden mittels standardisierter Fragebögen erhoben, die an Zürcher Berufsschulen unter 129 Lehrlingen aus sieben Berufsgruppen verteilt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der beruflichen Sozialisation, eine detaillierte Analyse der Lehrstellensituation im Kanton Zürich sowie die Darstellung und Diskussion der empirischen Ergebnisse zur Zufriedenheit.
Die zentralen Schlagworte sind Berufswahl, Ausbildungszufriedenheit, Lehrlinge, Lehrabbruch, Identitätsentwicklung und Wohlbefinden.
Die Studie identifiziert die Eltern als zentrale Ressource. Ein unterstützendes Elternhaus begünstigt die Persönlichkeitsressourcen des Jugendlichen, was den gesamten Berufsfindungsprozess stabilisieren kann.
Die Ergebnisse zeigen einen negativen Zusammenhang zwischen der Nationalität und der Ausbildungszufriedenheit auf, was bedeutet, dass ausländische Jugendliche tendenziell unzufriedener mit ihrer Ausbildung sind, was im Kontext der Arbeit durch Faktoren wie sozioökonomische Benachteiligung diskutiert wird.
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