Diplomarbeit, 2005
84 Seiten, Note: 2,0
1. Einführung
1.1. Gang der Untersuchung
1.2. Problemstellung
2. Wertorientierte Unternehmensführung
2.1. Der Shareholder Value-Ansatz
2.2. Der Stakeholder Value-Ansatz
2.3. Wertsteigerndes Management
3. Das Konzept des Economic Value Added
3.1. Definition und Berechnung des EVA
3.1.1. Net Operating Profit After Taxes (NOPAT)
3.1.2. Net Operating Assets (NOA)
3.1.3. Berechnung der Kapitalkosten
3.1.3.1. Ermittlung der Eigenkapitalkoten
3.1.3.2. Ermittlung der Fremdkapitalkosten
3.2. Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis
3.2.1. EVA als Konzept zur Unternehmensbewertung
3.2.2. EVA als Maßstab für die finanzielle Performance
3.2.3. EVA als Entlohnungsinstrument
3.2.4. EVA als Instrument zur Unternehmenssteuerung
4. Anwendung des Economic Value Added im Finanzdienstleistungssektor
4.1. Merkmale von Finanzdienstleistungsunternehmen
4.1.1. Banken
4.1.2. Versicherungen
4.1.3. Allfinanzunternehmen
4.2. Notwendigkeit der Eigenkapitalhinterlegung
4.3. Ermittlung der Kapitalkosten
4.3.1. Ermittlung der Eigenkapitalkosten
4.3.2. Ermittlung der Fremdkapitalkosten
4.4. Anwendung der Instrumente des Economic Value Added im Finanzdienstleistungssektor
4.4.1 EVA als Bewertungsinstrument
4.4.2 EVA als Maßstab für die Performance
4.4.3 EVA als Entlohnungsinstrument
4.4.4 EVA als Instrument zur Unternehmenssteuerung
4.5. Kritische Beurteilung des Konzeptes des Economic Value Added
5. Zusammenfassung und Ausblick
6. Anhang
6.1. Jahresabschlussbilanz 2004 der Allianz Gruppe
6.2. Übersichtsliste verwendeter Fachbegriffe
Diese Arbeit untersucht den Einsatz des Economic Value Added (EVA) als Controllinginstrument in Finanzdienstleistungsunternehmen. Dabei wird analysiert, inwiefern das EVA-Konzept zur Unternehmensbewertung, Performancemessung, Anreizgestaltung und Steuerung beitragen kann, wobei insbesondere die Spezifika der Finanzbranche, wie regulatorische Eigenkapitalanforderungen, berücksichtigt werden.
3.1. Definition und Berechnung des EVA
„Man wird nur dann reicher, wenn man Geld so investiert, dass man mehr dafür bekommt als man dafür selbst bezahlen muss“.
Dieses Zitat zeigt die zunehmende Bedeutung der „Wertorientierten Unternehmensführung“, die sich seit Mitte der achtziger Jahre fortsetzt. Gründe hierfür liegen unter anderem an der zunehmenden Zahl von Unternehmensübernahmen, an einem verschärften globalen Wettbewerb, an wachsendem Druck internationaler Kapitalgeber sowie der Notwendigkeit, knappe finanzielle Ressourcen effizienter zu nutzen.
EVA gehört als Maßstab für die Performancemessung seit mehr als 200 Jahren zum Instrumentarium der Ökonomen und Manager. In seiner Grundform steht EVA für die Ermittlung des Residualeinkommens oder der wirtschaftlichen Wertschöpfung. Wichtig ist dabei, dass die Rendite für Investoren hoch genug ist, um das Risiko auszugleichen.
Weiterentwickelt wurde das Konzept des EVA von der New Yorker Unternehmensberatung „Stern Stewart & Co.“ und 1991 schließlich in ausführlicher Form publiziert. Stewart persönlich definiert den Economic Value Added als „operating profits less the cost of all capital employed to produce those earnings“.
1. Einführung: Darstellung der Vorgehensweise, der Zielsetzung sowie der Problemstellung der Arbeit im Kontext der wertorientierten Unternehmensführung.
2. Wertorientierte Unternehmensführung: Analyse der theoretischen Grundlagen, insbesondere der Shareholder- und Stakeholder-Ansätze sowie der Bedeutung des wertorientierten Managements.
3. Das Konzept des Economic Value Added: Definition des EVA sowie detaillierte Erläuterung der Berechnungskomponenten (NOPAT, NOA, Kapitalkosten) und der Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis.
4. Anwendung des Economic Value Added im Finanzdienstleistungssektor: Übertragung des EVA-Konzepts auf Finanzdienstleister unter Berücksichtigung von Basel II und spezifischen Unternehmensmerkmalen.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Arbeit sowie kritische Bewertung der Eignung und zukünftigen Bedeutung von EVA in deutschen Unternehmen.
6. Anhang: Bereitstellung ergänzender Informationen, wie der Jahresabschlussbilanz 2004 der Allianz Gruppe sowie einer Fachbegriffsliste.
Economic Value Added, EVA, Wertorientierte Unternehmensführung, Controlling, Finanzdienstleistungssektor, NOPAT, Net Operating Assets, Kapitalkosten, Shareholder Value, Stakeholder, Unternehmenssteuerung, Performancemessung, Anreizsystem, Incentiveplan, Basel II.
Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Economic Value Added (EVA) als Steuerungs- und Controllinginstrument speziell für Unternehmen in der Finanzdienstleistungsbranche.
Die Arbeit umfasst die theoretischen Grundlagen wertorientierter Führung, die mathematische Herleitung des EVA, die Spezifika von Banken und Versicherungen sowie die praktische Implementierung von EVA-basierten Anreizsystemen.
Ziel ist es, die Einsatzmöglichkeiten des EVA-Konzepts im Finanzdienstleistungssektor aufzuzeigen und kritisch zu prüfen, ob es als wertorientierte Steuerungskennzahl geeignet ist.
Es handelt sich um eine analytische Arbeit, die auf Literaturrecherche und der methodischen Herleitung von Kennzahlen (wie NOPAT, NOA, WACC) basiert, ergänzt um Fallbeispiele wie die Allianz Gruppe.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Anwendung des EVA in Finanzdienstleistungsunternehmen, die Herausforderungen bei der Kapitalkostenermittlung unter Berücksichtigung regulatorischer Vorgaben (Basel II) sowie die Gestaltung von Bonusplänen.
Die zentralen Begriffe sind EVA, wertorientierte Unternehmensführung, Finanzdienstleistungssektor, Unternehmenssteuerung, Performancemessung und Incentiveplan.
Die Berechnung ist komplex, da Finanzdienstleister stark durch Humankapital geprägt sind, welches nicht klassisch in der Bilanz aktiviert wird, und sie zusätzlich strengen regulatorischen Eigenkapitalvorschriften unterliegen.
Die Allianz Gruppe dient als praktisches Beispiel für die erfolgreiche Implementierung eines EVA-basierten Steuerungs- und Entlohnungssystems ("Group-Equity-Incentive-Plan").
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