Diplomarbeit, 2005
120 Seiten, Note: 2,7
I Einleitung
1.1 Forschungsgegenstand und Forschungsinteresse
1.2 Problemstellung und zentrale Fragen
1.3 Methode
1.4 Aufbau der Arbeit
II Begriffsbildung und theoretische Grundlagen
2.1 Zum Begriff der Migration
2.1.1 Interpretation des theoretischen Konzepts der Migration
2.1.2 Dimensionen von Migration
2.1.2.1 Die räumliche Dimension von Migration
2.1.2.2 Die zeitliche Dimension von Migration
2.1.2.3 Die Dimension der Entscheidung
2.1.2.4 Migrationsumfang
2.1.2.5 Der rechtliche Aspekt von Migration
2.2 Politikfeldanalyse (policy-analysis) als analytischer Ansatz
2.2.1 Policy
2.2.2 Der Politikerzeugungsprozess (policy-cycle)
2.2.3 Die Implementation
2.3 Einwanderungs- und Migrationspolitik
2.3.1 Einwanderungspolitik
2.3.1.1 Innenteil
2.3.1.2 Aussenteil
2.3.1.3 Idealtypische Einwanderungsregime
2.3.1.4 Grenzregime
2.3.2 Migrationspolitik
III Die mexikanische Einwanderung in die USA bis 1986
3.1 Allgemeine einwanderungspolitische Praxis der USA
3.2 Mexikanische Einwanderung in die USA bis 1986
3.2.1 Begrenzte Arbeitsmigration bis 1942 (1. Phase)
3.2.2 Arbeitskräfteimport- und Deportationspolitik von 1942 bis 1964 (2. Phase)
3.2.3 Öffnung und Liberalisierung der Einwanderungspolitik von 1964 bis 1986 (3. Phase)
IV Einwanderungspolitik der USA seit 1986
4.1 Die Phase der Politikformulierung
4.1.1 Steigender Migrationsdruck und Hinwendung zu neo-restriktiver Politik
4.1.2 Inhalte und Ziele des IRCA
4.1.2.1 Border Patrol Enforcement Program
4.1.2.2 “Employer Sanctions”
4.1.2.3 Legally Authorized Worker Program
4.1.2.4 Special Agricultural Worker Program
4.1.3 Mexikanisch-U.S.-amerikanische Beziehungen vor und nach IRCA, CSIMCED und NAFTA
4.2 Ergebnis der Politikimplementation
4.2.1 Die „Gap“ Hypothese
4.2.2 Auswirkungen, Folgen und Zielabweichungen von IRCA
4.2.2.1 Militarisierung der Landgrenze zu Mexiko
4.2.2.2 Auswirkungen und Folgen der „Employer Sanctions“
4.2.2.3 Auswirkungen der Legalisierungsprogramme
V Schlußbetrachtung
Die Arbeit analysiert die Einwanderungspolitik der Vereinigten Staaten von Amerika seit 1986 als Politikfeldanalyse, mit einem besonderen Fokus auf der Migration aus Mexiko. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen den politischen Zielsetzungen und den tatsächlichen Ergebnissen der Immigrationsreformen zu untersuchen und zu bewerten.
4.1.2.1 Border Patrol Enforcement Program
Die Grenzkontrollen und die Überwachung der Grenzregionen auf U.S.-amerikanischer Seite sollten verschärft werden. Die Überwachung der Landgrenze zu Mexiko wird vom Immigration and Naturalization Service INS durchgeführt. Diese bundesstaatliche Behörde wurde im Laufe der Jahre, auch bereits vor 1986, mit mehr finanziellen und personellen Mitteln ausgestattet, um irregulärer Migration aus Mexiko entgegenzutreten. Die Reagan Administration forcierte bereits ab dem Endbericht der USCIRP im April 1981 eine Erhöhung der budgetären Mitteln für das INS. Unter dem Schlagwort Regaining Control of our Borders finanzierte die Reagan Regierung in Hoffnung auf eine Gesetzesänderung diese Maßnahmen. Diesem Programm zufolge ist es technisch möglich, durch Überwachung und Eingriff an der amerikanisch-mexikanischen Grenze irreguläre Migration einzudämmen. Zudem sollte die Angst vor Aufgriffen und Inhaftierungen steigen. Mit IRCA als Gesetz wird dieser Grundsatz zur Realität. Reagans Grundsatz, abgesichert durch einen Gesetzesbeschluß, konnte nun in die Tat umgesetzt werden.
Im Jahre 1984 war die Regierung noch davon ausgegangen, dass irreguläre Migration den USA zum Verhängnis werden würde, dass die USA die Kontrolle ihrer Landgrenze verloren hätten und nicht mehr in der Lage waren, den eigenen Bevölkerungsstand zu steuern. Mit IRCA sollte die Kontrolle über die „eigene” Grenze wiederhergestellt werden, um das vorrangige Ziel des IRCA zu erreichen. Das INS erhielt mit sofortiger Wirkung 1986 eine Aufstockung der budgetären Mittel um 50 Prozent und eine Aufstockung der Border Patrol auf 3690 Mann im Jahr 1986. Waren an der gesamten Landgrenze 1980 lediglich 2484 Grenzbeamte stationiert, waren bereits zu Beginn 1987 3703 im Einsatz. Diese Zahl stieg bis ins Jahr 2000 stetig an.
I Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, definiert den Forschungsgegenstand und stellt die zentralen Forschungsfragen zur mexikanischen Einwanderung.
II Begriffsbildung und theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Konzepte der Migration und der Politikfeldanalyse, die für die Analyse des Problems wesentlich sind.
III Die mexikanische Einwanderung in die USA bis 1986: Hier wird die historische Entwicklung der mexikanischen Migration in drei Phasen vor dem Jahr 1986 aufgearbeitet.
IV Einwanderungspolitik der USA seit 1986: Der Hauptteil analysiert die Politikformulierung und Implementierung des IRCA sowie die Auswirkungen und Zielabweichungen der restriktiven Maßnahmen.
V Schlußbetrachtung: Das abschließende Kapitel beantwortet die eingangs gestellten Forschungsfragen und zieht ein Fazit über die Wirksamkeit der restriktiven Einwanderungspolitik.
Einwanderungspolitik, USA, Mexiko, IRCA, Migrationspolitik, Politikfeldanalyse, Irreguläre Migration, Grenzregime, Legalisierungsprogramme, Arbeitsmigration, Grenzkontrolle, Politische Steuerung, Soziale Muster, Migrationsdruck, Soll-Ist-Vergleich.
Die Arbeit untersucht die Einwanderungspolitik der USA gegenüber Mexiko, insbesondere wie politische Strategien seit 1986 versuchen, irreguläre Migration zu steuern.
Zentrale Themen sind die Migrationsforschung, die Politikfeldanalyse (Policy-Analyse), die historische Einwanderungspraxis der USA sowie die Analyse des Immigration Reform and Control Act (IRCA).
Das Ziel ist es, durch einen Soll-Ist-Vergleich festzustellen, ob die mit dem IRCA intendierten Ziele zur Eindämmung irregulärer Migration erreicht wurden oder ob Zielabweichungen vorliegen.
Die Arbeit folgt der Methodik der Politikfeldanalyse, wobei Sekundärquellen genutzt werden, um den Prozess der Politikformulierung, Implementation und die erzielten Outcomes darzustellen.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Phase der Politikformulierung des IRCA, die spezifischen Steuerungsinstrumente wie "Employer Sanctions" oder die Militarisierung der Grenze sowie deren tatsächliche Auswirkungen.
Wichtige Begriffe sind u.a. IRCA, irreguläre Migration, neo-restriktive Politik, Grenzregime, Legalisierungsprogramme und Migrationsdruck.
Mexiko ist das Land, aus dem die quantitativ größte Zahl irregulärer Migranten in die USA gelangt, was es zum zentralen Prüfstein für die Wirksamkeit der amerikanischen Einwanderungspolitik macht.
Der Autor schließt, dass restriktive Maßnahmen wie Grenzmilitarisierung das Migrationsverhalten der Mexikaner langfristig nicht ändern konnten und die irreguläre Migration trotz der Reformen weiter Bestand hat.
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