Diplomarbeit, 1999
82 Seiten, Note: sehr gut
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 ZIEL UND GANG DER UNTERSUCHUNG
2 ELECTRONIC COMMERCE (EC)
2.1 ÖFFENTLICHE ELEKTRONISCHE NETZE ALS GRUNDLAGE DES EC
2.1.1 Das Internet
2.1.1.1 Entwicklung des Internet
2.1.1.2 Technologische Grundlagen - Die TCP/IP Protokollfamilie
2.1.2 Das World Wide Web (WWW)
2.1.2.1 Das WWW als wesentlicher Teil des Internet
2.1.2.2 Technologische Grundlagen
2.1.3 Nutzenpotentiale der Internettechnologie
2.2 ELEKTRONISCHER HANDEL
2.2.1 Geschichtliche Entwicklung
2.2.2 Arten elektronischer Handelsbeziehungen
2.2.3 Der elektronische Markt
2.3 BEGRIFF UND ARTEN DES EC
2.3.1 Begriff
2.3.2 Ausprägungsformen des EC
2.3.3 Verschiedene Anbietertypen im BTC-Bereich
3 INDIVIDUAL MARKETING UND CUSTOMER RELATIONSHIP MANAGEMENT
3.1 PROBLEMSTELLUNG
3.2 ONE-TO-ONE-MARKETING (NACH PEPPERS/ROGERS)
3.3 CUSTOMER RELATIONSHIP MANAGEMENT (CRM)
3.3.1 Begriff und Grundlagen
3.3.2 Kundenbindung durch CRM
3.3.3 Entwicklungsstufen des Kundenverhältnisses
3.3.4 Instrumente des CRM
3.3.5 Kennzahlen für den Erfolg des CRM
4 REALISIERUNG DES CRM IM BTC-COMMERCE
4.1 EINSATZSZENARIO
4.2 MÖGLICHKEITEN DER KUNDENBINDUNG
4.2.1 Recommendation-Systeme
4.2.2 Virtual Communities
4.2.2.1 Begriff
4.2.2.2 Potential für den EC
4.2.3 Kundenbindungs-Pricing
4.2.4 Database Marketing
4.2.4.1 Begriff und Grundlagen
4.2.4.2 Einsatzmöglichkeiten des Database Marketing
4.2.4.3 Segmentierung im Rahmen des Database Marketing
4.3 RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
4.3.1 Datenschutzrecht
4.3.1.1 Grundlagen
4.3.1.2 Regelungen des BDSG
4.3.1.3 TDDSG und MD-StV
4.3.2 Werbung per E-Mail
5 PROTOTYPISCHE REALISATION EINER CRM-KOMPONENTE
5.1 DATENBASIS
5.1.1 Aufbau des Benutzermodells
5.1.2 Erfaßte Daten
5.2 FUNKTIONALITÄT
6 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Diese Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen einer effektiven Kundenbindung im E-Commerce-Bereich (B2C) durch die Anwendung von Customer Relationship Management (CRM) Strategien. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie Unternehmen trotz der digitalen Anonymität des Internets individualisierte Kundenansprachen realisieren können, um Wettbewerbsvorteile zu generieren.
Recommendation-Systeme
Eine naheliegende, aber in der Regel nicht einfach zu realisierende Möglichkeit, dem Kunden einer BTC-Lösung Mehrwert zu bieten, ist die Bereitstellung von möglichst objektiven Produktempfehlungen. Durch die große Anzahl und Verschiedenheit der Konsumenten existiert ein immenses Potential an Wissen und Erfahrungen über die betreffenden Produkte. Wenn es gelingt, dieses Wissen für den einzelnen Kunden verfügbar zu machen, kann durch die Bereitstellung dieser Informationen eine Kundenbindung unterstützt werden.
Der momentan bekannteste Buchhändler im Internet, Amazon.com, setzt bereits ein Recommendation-System mit dieser Funktionalität ein. Kunden, die ein bestimmtes Buch bereits gelesen haben, können Online-Rezensionen verfassen, welche anderen potentiellen Kunden dann als Informationsquellen zur Verfügung stehen. Zudem finden Bewertungen durch die Kunden anhand einer 5-Punkte-Skala statt, die zu einer Durchschnittsbewertung aggregiert werden.
Produktempfehlungen können jedoch nicht nur aus explizit angegebenen Informationen generiert werden. In vielen Bereichen sind auch Informationen verwertbar, die nur implizit in Seitenaufrufen (Page Impressions) oder der Zusammensetzung der Bestellungen enthalten sind. Hier fallen jedoch Daten an, die aufgrund ihrer Masse und Komplexität nicht mehr manuell bearbeitet werden können. Welche Schlußfolgerungen aus den Daten sinnvoll gezogen werden können, ist auch in hohem Maße von der Art der Produkte abhängig. Für die Auswertung der Daten, die also automatisiert erfolgen muß und zudem das zugrundeliegende Produktprogramm berücksichtigen sollte, existieren bereits Softwareprodukte. Bei Amazon.com wird beispielsweise die Recommendation-Engine des Unternehmens NetPerceptions eingesetzt.
1 EINLEITUNG: Definiert die Problemstellung der mangelnden Kundenbindung im E-Commerce und skizziert das Ziel der interdisziplinären Untersuchung zwischen Betriebswirtschaft und Informatik.
2 ELECTRONIC COMMERCE (EC): Behandelt die technologischen Grundlagen des Internets, das WWW sowie die geschichtliche Entwicklung und Ausprägungsformen elektronischer Handelsmodelle.
3 INDIVIDUAL MARKETING UND CUSTOMER RELATIONSHIP MANAGEMENT: Erläutert den Paradigmenwechsel vom Massenmarketing zum One-to-One-Marketing und definiert die Grundlagen und Instrumente des CRM.
4 REALISIERUNG DES CRM IM BTC-COMMERCE: Analysiert praktische CRM-Instrumente wie Recommendation-Systeme und Virtual Communities sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen des Datenschutzes im E-Commerce.
5 PROTOTYPISCHE REALISATION EINER CRM-KOMPONENTE: Beschreibt den praktischen Aufbau eines Benutzermodells und die Datengrundlage für einen Online-Lebensmittelshop.
6 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen, insbesondere im Bereich Mobile Commerce und Vertrauensinfrastrukturen.
Electronic Commerce, Business-to-Consumer, Customer Relationship Management, Kundenbindung, One-to-One-Marketing, Online-Handel, Recommendation-Systeme, Database Marketing, Datenschutzrecht, Individual Marketing, Kundenprofil, Internet-Technologie, Kundenzufriedenheit, Segmentierung, Web-Anwendungen.
Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz von Customer Relationship Management (CRM) Strategien im Business-to-Consumer-Bereich des Internets, um die Kundenbindung zu verbessern.
Die Schwerpunkte liegen auf den technischen Grundlagen des E-Commerce, CRM-Instrumenten zur Kundenbindung, datenschutzrechtlichen Aspekten und der praktischen Prototypisierung einer CRM-Komponente.
Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Online-Anbieter trotz der Anonymität des Internets durch kundenbezogenes Marketing eine langfristige und rentable Kundenbeziehung aufbauen können.
Es wird eine ganzheitliche Betrachtungsweise eingenommen, die sowohl betriebswirtschaftliche Aspekte der Kundenpflege als auch informationstechnologische Grundlagen und rechtliche Rahmenbedingungen integriert.
Der Hauptteil analysiert spezifische Instrumente wie Recommendation-Systeme, Virtual Communities, Database Marketing und verschiedene Segmentierungsverfahren zur gezielten Kundenansprache.
Wichtige Begriffe sind Electronic Commerce, Kundenbindung, CRM, One-to-One-Marketing, Database Marketing und Datenschutz im Internet.
Der Cube-Ansatz™ erweitert die Portfolio-Technik durch eine dritte Dimension, das Involvement (Güte der Kundenbeziehung), neben den klassischen Dimensionen Deckungsbeitrag und Kundenpotential.
Die Anonymität erschwert ein kundenbezogenes Marketing. Die Arbeit zeigt auf, dass für eine individualisierte Ansprache eine Registrierung erforderlich ist, die jedoch im Einklang mit restriktiven Datenschutzgesetzen erfolgen muss.
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