Diplomarbeit, 2004
64 Seiten, Note: 1,3
1 Problemstellung und Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen der Bilanzierung nach International Financial Reporting Standards
2.1 Zwecke der Rechnungslegung nach IFRS
2.2 Ausgewählte Grundsätze der Rechnungslegung nach IFRS
3 Der Impairment Test und die Ermittlung eines Value in Use nach IAS 36
3.1 Anwendungsbereich des IAS 36
3.2 Ermittlung des Wertberichtigungsbedarfs nach IAS 36
3.3 Ermittlung eines Value in Use als Present Value
3.3.1 Schätzung der künftigen Cashflows
3.3.2 Probleme bei der Zuordnung der Cashflows zu einem Vermögenswert
3.3.3 Grundsätze des IAS 36 zur Bestimmung des Abzinsungssatzes
4 Die Einflussfaktoren auf den Abzinsungssatz eines Value in Use und Möglichkeiten zu deren Quantifizierung
4.1 Die Einflussfaktoren für die Bestimmung des angemessenen Zinssatzes bei einzelnen Vermögenswerten
4.1.1 Der Zeitwert des Geldes
4.1.1.1 Gründe für die Berücksichtigung des Zeitwerts im Abzinsungssatz
4.1.1.2 Regelungen des IAS 36 zur Einbeziehung des Zeitwerts und Möglichkeiten zur Quantifizierung
4.1.2 Die Einbeziehung des Risikos
4.1.2.1 Definition des Risikobegriffs und konzeptionelle Methoden zur Berücksichtigung im Barwertkalkül
4.1.2.2 Regelungen des IAS 36 zur Berücksichtigung von Risikoelementen und Möglichkeiten zur Quantifizierung
4.1.3 Eliminierung von Steuereinflüssen
4.1.4 Weitere Einflussfaktoren
4.2 Besonderheiten bei der Bestimmung des Abzinsungssatzes für eine Cash Generating Unit
4.3 Anforderungen an das rechnungslegende Unternehmen
5 Kritische Würdigung der Present Value-Konzeption des IAS 36 anhand der Grundsätze der Rechnungslegung nach IFRS
5.1 Überprüfung der Konformität der Regelungen des IAS 36 mit dem Grundsatz der Relevanz von Jahresabschlussdaten
5.2 Überprüfung der Konformität der Regelungen des IAS 36 mit dem Grundsatz der Verlässlichkeit von Jahresabschlussdaten
5.3 Analyse der Möglichkeiten zur Verbesserung der Verlässlichkeit der Jahresabschlussinformationen mittels bislang geforderter Anhangangaben
5.4 Weitere Möglichkeiten zur Erhöhung der Konformität der Regelungen des IAS 36 mit den Grundsätzen der Rechnungslegung nach IFRS
6 Thesenförmige Zusammenfassung
7 Anhang
Die Arbeit untersucht die Regelungen des IAS 36 zur Bestimmung eines angemessenen Abzinsungssatzes bei der Ermittlung des Value in Use. Das primäre Ziel besteht darin, darzulegen, wie dieser Zinssatz unter den Vorgaben der IFRS zu bestimmen ist, und dabei die konzeptionellen Probleme sowie die Konformität dieser Vorgehensweise mit den Grundsätzen der Rechnungslegung (insbesondere Relevanz und Verlässlichkeit) kritisch zu würdigen.
4.1.1.1 Gründe für die Berücksichtigung des Zeitwerts im Abzinsungssatz
Die Redewendung „Zeit ist Geld“ ist im Zusammenhang mit einer Barwertberechnung durchaus wörtlich zu nehmen. Da Geld ein knappes Gut ist, ist dessen Wert abhängig vom Zuflusszeitpunkt. Zur Illustration dieses Gedankengangs dient folgende Situation: Ein Individuum wird befragt, wie viel es heute für einen Geldbetrag zu zahlen bereit wäre, den es erst in der Zukunft erhält. Es wird allgemein unterstellt, dass ein rational handelnder Investor die zukünftigen Ansprüche auf den heutigen Tag diskontiert, um den Barwert dieser Zukunftszahlung zu berechnen. In anderen Worten: ein Geldbetrag, den er in der Zukunft erhält, ist heute weniger wert, unabhängig davon, ob die zukünftigen Zahlungen unsicher sind oder nicht.
Die Notwendigkeit der Berücksichtigung des Zeitwerts des Geldes erklärt sich damit, dass eine Zahlung, die dem Unternehmen früher zur Verfügung steht, alternativ am Kapitalmarkt in eine risikolose Geldanlage investiert werden kann. Unterbleibt diese Anlage, so fallen für das Unternehmen Opportunitätskosten in Höhe der entgangenen Zinsen an. Eine Berücksichtigung des Zeitwerts des Geldes ist daher für die Ermittlung eines möglichen Wertberichtigungsbedarfs zwingend geboten.
1 Problemstellung und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Bedeutung des Value in Use im Rahmen des Impairment Test und Definition des Ziels und Aufbaus der Diplomarbeit.
2 Grundlagen der Bilanzierung nach International Financial Reporting Standards: Erläuterung der Zwecke und Grundsätze der IFRS-Rechnungslegung, um Beurteilungskriterien für die Angemessenheit des Zinssatzes zu schaffen.
3 Der Impairment Test und die Ermittlung eines Value in Use nach IAS 36: Detaillierte Darstellung der Regelungen des IAS 36 zur Werthaltigkeitsprüfung und zur Ermittlung des Nutzungswertes als Barwert künftiger Zahlungsströme.
4 Die Einflussfaktoren auf den Abzinsungssatz eines Value in Use und Möglichkeiten zu deren Quantifizierung: Analyse der Faktoren Zeitwert des Geldes und Risiko sowie deren praktische Umsetzung bei der Bestimmung von Diskontierungssätzen.
5 Kritische Würdigung der Present Value-Konzeption des IAS 36 anhand der Grundsätze der Rechnungslegung nach IFRS: Kritische Untersuchung, ob die Regelungen des IAS 36 den Grundsätzen der Relevanz und Verlässlichkeit der Rechnungslegung gerecht werden.
6 Thesenförmige Zusammenfassung: Zentrale Ergebnisse der Untersuchung werden kompakt und thesenartig zusammengefasst.
7 Anhang: Detaillierte grafische Darstellungen zum Arbeitsaufbau, dem Ablauf des Impairment Test, den Methoden zur Value in Use-Berechnung sowie Ergebnisse zur empirischen Untersuchung der Anhangangaben.
IAS 36, Value in Use, Impairment Test, Abzinsungssatz, Barwertkalkül, Kapitalkosten, WACC, IFRS, Rechnungslegung, Zeitwert des Geldes, Risiko, Risikoprämie, Relevanz, Verlässlichkeit, Goodwill.
Die Arbeit befasst sich mit der Bestimmung des angemessenen Abzinsungssatzes bei der Ermittlung des Value in Use gemäß den Regelungen des IAS 36.
Die zentralen Felder umfassen die IFRS-Grundlagen, die Methodik des Impairment Test, die Berechnung von Barwerten unter Berücksichtigung von Risiken und Zeitwerten sowie eine kritische Würdigung dieser Konzepte.
Das Ziel ist die Darstellung der Regelungen zur Bestimmung des Zinssatzes unter IAS 36 und eine kritische Würdigung derer Zweckmäßigkeit anhand der IFRS-Rechnungslegungsgrundsätze.
Die Arbeit nutzt eine deduktive Herleitung der Anforderungen aus den IFRS-Grundsätzen sowie eine kritische Analyse der Standardregelungen, ergänzt durch eine empirische Untersuchung der Anhangangaben von DAX-30-Unternehmen.
Der Hauptteil behandelt die Einflussfaktoren auf den Abzinsungssatz (insbes. Zeitwert, Risiko, Steuereinflüsse) und die spezifische Anwendung auf einzelne Vermögenswerte sowie Cash Generating Units.
Wichtige Begriffe sind IAS 36, Value in Use, Impairment Test, Kapitalkosten, WACC, Relevanz und Verlässlichkeit.
Die Kritik basiert darauf, dass die Konzeption Inkonsistenzen aufweist, da am Markt primär Nachsteuerrenditen beobachtbar sind und die Vorsteuerbetrachtung zu fehlerhaften Investitionsentscheidungen führen kann.
Da Vermögenswerte oft keine unabhängigen Zahlungsströme generieren, erlaubt IAS 36 die Bildung von Cash Generating Units, was die Bestimmung des Zinssatzes analog zur Unternehmensbewertung notwendig macht.
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