Diplomarbeit, 2003
155 Seiten, Note: sehr gut
1. Einleitung
2. Das nationalsozialistische Schulsystem
2.1 Die Jugend
2.2 Die Organisation des Schulsystems
2.2.1 Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung u. Volksbildung
2.2.2 Das Schulsystem in Österreich nach dem „Anschluss“
2.2.3 Der nationalsozialistische Lehrerbund (NSLB)
2.2.4 Die Pädagogen
2.3 Die Aufgabe der Schule im Nationalsozialismus
2.3.1 Die Stellung der Schule
2.3.2 Allgemeine Erziehungsgrundsätze
2.3.3 Die Erziehungsgrundsätze bezüglich der Rassenhygiene
2.3.4 Erziehungsgrundsätze in Hilfs- und Sonderschulen
2.4 Die Schulbücher in der Zeit des Nationalsozialismus
3. Die Rassenhygiene
3.1 Die geschichtliche Entwicklung der Rassenhygiene
3.2 Die Rassenhygiene im „Dritten Reich“
3.2.1 Motive und Hintergründe der Rassenhygiene
3.2.2 Die Bedeutung der Rassenhygiene für das Volk
3.2.3 Die Bedeutung der Rassenhygiene für die Jugend
3.3 Gesetze zur Rassenhygiene
3.4 Wege zur Vermehrung „guten Erbmaterials“
3.4.1 Der „Lebensborn e.V.“
3.5 Die Ausmerze des „schlechten Erbmaterials“
3.5.1 Die Sterilisation
3.5.2 Die „Euthanasie“
3.5.2.1 Beginn der „Euthanasie“ – die T4-Aktion
3.5.2.2 Widerstand – Beginn der „wilden Euthanasie“
4. Die Propaganda
4.1 Propaganda – ein Überblick
4.2 Propaganda im Nationalsozialismus
4.2.1 NS-Propaganda bei Kindern und Jugendlichen
4.2.2 „Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda“
4.2.3 Joseph Goebbels – Propagandist und Massenverführer
5. Die Schulbuchanalyse
5.1 Einleitung
5.2 Analyse
5.2.1 Biologiebücher
5.2.2 Deutschbücher
5.2.3 Mathematikbücher
5.3 Resümee
Die Arbeit untersucht die Mechanismen nationalsozialistischer Propaganda, insbesondere deren gezielte Implementierung in Schulbüchern zwischen 1933 und 1945. Dabei wird analysiert, wie durch die Manipulation von Inhalten, insbesondere im Kontext der Rassenhygiene, das Denken und Verhalten der Jugend im „Dritten Reich“ ideologisch geformt und auf die Ziele des NS-Regimes ausgerichtet wurde.
Die Schulbücher in der Zeit des Nationalsozialismus
Um die Meinungsbeeinflussung in den Schulen möglichst effektiv zu gestalten, mussten sämtliche Unterrichtsmittel an die vorherrschende Meinung angepasst werden. Anschauungsfilme, Landkarten und im Speziellen Schulbücher wurden verändert oder überhaupt neu gestaltet. In allen Fächern war es vorgegeben, mit den unterschiedlichen Möglichkeiten und Bezügen zu dem einzelnen Fach politische Bildung zu betreiben. So war es Pflicht in jedem Gegenstand die Wichtigkeit der Rassenhygiene darzulegen, den Führerkult zu pflegen und individualistisches Denken zugunsten der Gemeinschaft aufzugeben. Um dies zu gewährleisten, mussten alle Schulbücher vor ihrer Benutzung mit einem Bericht, in dem unter anderem angegeben wurde, für welches Gebiet dieses Lehrbuch zugelassen werden sollte, beim RMfWEV eingereicht werden. Fand ein Lehrbuch die Zustimmung des Reichserziehungsministers, wurden noch politische Gutachten von der zuständigen Stelle eingeholt. Zugelassene Bücher bekamen auf die Innen-Titelseite einen Stempel auf dem stand: „Genehmigt durch Erlaß des Reichserziehungsministers vom ..., E II a ...“. Demnach entwickelten sich staatliche Kontrollinstanzen zu einer Art heimliche Erzieher.
Auch auf dem Gebiet der Unterrichtsmaterialien sollte alles einheitlich sein und so zu der geplanten Gleichschaltung beitragen. Darum veröffentlichten die Nationalsozialisten am 17. September 1934 etwa „Richtlinien zur Schaffung neuer Lesebücher.“ Doch gerade bei Lesebüchern musste häufig nicht viel geändert werden, da die früheren Machthaber auch schon die Absicht hatten, die deutsche volkstümliche Dichtung zu pflegen. Da die Nationalsozialisten sich jedoch um die verwendete Sprache in Lesebüchern nur soweit bemühten, solange sie damit einen politischen Effekt erzielen konnten, kam es zu einem weitverbreiteten sprachlichen Verfall.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die allgegenwärtige Propaganda im Nationalsozialismus und führt in die zentrale Forschungsfrage ein, wie Kinder durch Schulbücher als Teil einer Manipulationskette instrumentalisiert wurden.
2. Das nationalsozialistische Schulsystem: Dieses Kapitel beschreibt die Umgestaltung des Schulwesens zur Gleichschaltung der Jugend, die Rolle des Staates und der Partei sowie die Entmachtung der Familie bei der Erziehung.
3. Die Rassenhygiene: Das Kapitel befasst sich mit der theoretischen Entwicklung der Rassenhygiene, den rassistischen Gesetzen und den Methoden zur Eliminierung von "schlechtem Erbmaterial".
4. Die Propaganda: Hier werden die Mechanismen und Techniken der nationalsozialistischen Propaganda analysiert, unter besonderer Berücksichtigung der Rolle von Joseph Goebbels und der Indoktrination der Massen.
5. Die Schulbuchanalyse: Der praktische Teil der Arbeit untersucht mittels qualitativer Inhaltsanalyse, wie Propaganda, Rassenhygiene und Weltanschauung konkret in Biologie-, Deutsch- und Mathematikbüchern vermittelt wurden.
Nationalsozialismus, Propaganda, Schulbuchanalyse, Rassenhygiene, Erziehung, Indoktrination, Antisemitismus, Eugenik, Lebensborn, Gleichschaltung, Volksgemeinschaft, Euthanasie, Hitlerjugend, Schulsystem, Erbgesundheit.
Die Diplomarbeit untersucht die nationalsozialistische Propaganda und deren gezielte Anwendung in der Erziehung von Kindern und Jugendlichen durch Schulbücher zwischen 1933 und 1945.
Die zentralen Themen sind das nationalsozialistische Schulsystem, die Ideologie der Rassenhygiene sowie die Mechanismen und Techniken der nationalsozialistischen Propaganda.
Ziel ist es zu ergründen, wie es dem NS-Regime gelang, die Jugend von der nationalsozialistischen Weltanschauung zu überzeugen und wie Schulbücher als Instrument der Indoktrination und Manipulation funktionierten.
Die Arbeit verwendet eine qualitative Inhaltsanalyse von Schulbüchern, um die Arten und Wege der nationalsozialistischen Propaganda in verschiedenen Schulfächern zu beleuchten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Analysen des Schulsystems, der rassenhygienischen Ideologie und Propaganda-Mechanismen sowie eine praktische qualitative Inhaltsanalyse von Biologie-, Deutsch- und Mathematikbüchern.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Nationalsozialismus, Propaganda, Rassenhygiene, Indoktrination, Schulbuchanalyse und Erziehung charakterisiert.
Die Schule wurde zu einer staatlichen Erziehungsanstalt umfunktioniert, wobei Lehrer politisch gefiltert, geschult und in das nationalsozialistische System integriert wurden, um die NS-Weltanschauung konsequent zu vermitteln.
Mathematikaufgaben wurden genutzt, um durch die emotionale Aufbereitung von Daten (z.B. Kosten von Menschen mit Behinderungen vs. Kosten für gesunde Schüler) ideologische Feindbilder zu festigen und das Denken in rassenhygienischen Kategorien zu fördern.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

