Magisterarbeit, 2004
156 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Anmerkungen zu den Anhängen I und II
1.1.1 Anhang I
1.1.2 Anhang II
1.2 Anmerkungen zum Analyseteil
2. Hintergrundinformation
2.1 Kurzbiographien
2.1.1 Ramón Menéndez Pidal (1869 – 1968)
2.1.2 Tomás Navarro Tomás (1884 – 1979)
2.1.3 Américo Castro (1885 – 1972)
3. Analyse
3.1 Ramón Menéndez Pidal
3.1.1 Forschungsarbeit vor dem Exil (1869 – 1936)
3.1.2 Forschungsarbeit im Exil (1936 – 1939)
3.1.3 Beide Zeiträume im Vergleich
3.2 Tomás Navarro Tomás
3.2.1 Forschungsarbeit vor dem Exil (1884 – 1939)
3.2.2 Forschungsarbeit im Exil (1939 – 1979)
3.2.3 Beide Zeiträume im Vergleich
3.3 Américo Castro
3.3.1 Forschungsarbeit vor dem Exil (1885 -1936)
3.3.2 Forschungsarbeit im Exil (1936 – 1969)
3.3.3 Beide Zeiträume im Vergleich
4. Bewertung und Vergleich
4.1 Veränderung und Exil
4.1.1 Tomás Navarro Tomás
4.1.2 Américo Castro
4.2. Drei Exilanten – drei Ergebnisse
5. Konklusion
Die Arbeit untersucht den Einfluss des spanischen Exils auf die philologische Forschungsarbeit von Ramón Menéndez Pidal, Tomás Navarro Tomás und Américo Castro, um festzustellen, ob und wie sich ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte und Ansichten durch die erzwungene Migration veränderten.
3.1.1 Forschungsarbeit vor dem Exil (1869 – 1936)
Die Werke Pidals in der Zeit vor dem Exil lassen sich in die Obergebiete Literatur, Linguistik und Geschichte einteilen. Die Studien die der Literatur angehören, können zum Teil noch spezifischer der Epik, Dramatik und Poesie zugeordnet werden. Die Linguistik lässt sich in die Gebiete Sprachgeschichte, Etymologie und historische Grammatik unterteilen. Vereinzelt interessiert sich Menéndez Pidal für folkloristische Geographie, Geschichte der romanischen Epik, Metrik, Kultur, Literatur- und Kulturgeschichte.
Das größte Interessensgebiet Pidals vor dem Exil ist die spanische Epik. Viel Arbeit widmet er der Erforschung des spanischen Romancero. Das Werk Catálogo del romancero judío-español (1907) stellt einen Katalog mit allen jüdisch-spanischen Romanzen dar, die Menéndez Pidal zugänglich waren. Er hat sie jeweils kommentiert. Weiterhin verfasst er El romancero español, hervorgegangen aus einer Konferenz in New York, Flor nueva de romances viejos (1928), Flor nueva de romances viejos, que recogió de la tradición antigua y moderna (1928) und El romancero; teorías e investigaciones (1928).
Neben der Forschung zum Romancero in Spanien, sucht und entdeckt Pidal die Überreste dieser Kunst in Südamerika. Der Aufsatz „Las primeras noticias de romances tradicionales en América y especialmente en Colombia“ (1935) berichtet davon.
Zur epischen Dichtung des Mittelalters gehören seine Arbeiten zu El cantar de mio Cid: „El Poema del Cid y las Crónicas Generales de Espana“ (1898) und Cantar de Mio Cid. Texto, gramática y vocabulario, für die Pidal 1895 den ersten Preis der Real Academia Española gewann. Letztere behandelt den Text jedoch auf linguistischer Ebene, denn er untersucht die Grammatik und das Vokabular des Werkes.
1. Einleitung: Vorstellung der drei Philologen und der Forschungsfrage nach den Auswirkungen des Exils auf ihr wissenschaftliches Werk.
2. Hintergrundinformation: Darstellung der kurzbiographischen Werdegänge von Menéndez Pidal, Navarro Tomás und Américo Castro.
3. Analyse: Detaillierte Gegenüberstellung der Forschungsarbeiten vor und während des Exils für jeden der drei Philologen.
4. Bewertung und Vergleich: Untersuchung der Ursachen für die beobachteten Veränderungen und Differenzierung der Ergebnisse zwischen den Exilanten.
5. Konklusion: Abschließende Synthese der Ergebnisse, die den unterschiedlichen Einfluss des Exils auf die wissenschaftliche Arbeit bestätigt.
Spanische Philologie, Exil, Ramón Menéndez Pidal, Tomás Navarro Tomás, Américo Castro, Forschungsgeschichte, Linguistik, Spanische Literatur, Epik, Romancero, Experimentalphonetik, Identitätsforschung, Historische Forschung, Hispanistik.
Die Arbeit analysiert, wie das Exil, ausgelöst durch den Spanischen Bürgerkrieg, das wissenschaftliche Werk von drei bedeutenden spanischen Philologen des 20. Jahrhunderts beeinflusst hat.
Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Forschungsinteressen in Linguistik, Literaturwissenschaft und Geschichte vor und nach dem Eintritt ins Exil.
Das Ziel ist es, inhaltliche Veränderungen in den Arbeiten von Menéndez Pidal, Navarro Tomás und Castro zu identifizieren und zu bewerten, inwieweit diese Veränderungen kausal mit der Exilsituation verknüpft sind.
Die Autorin führt eine vergleichende Analyse der Bibliographien durch, ordnet Werke nach Forschungsgebieten und vergleicht diese Zeiträume, um Wandlungsprozesse aufzuzeigen.
Der Hauptteil gliedert sich in biographische Hintergründe und die detaillierte Analyse der Werkgruppen jedes einzelnen Philologen vor und während ihrer Zeit im Ausland.
Wichtige Begriffe sind Exil, spanische Philologie, Forschungsgeschichte, Identitätsfindung und das Werk der drei Protagonisten.
Es fungierte in Madrid vor dem Bürgerkrieg als zentrales wissenschaftliches Institut, an dem alle drei Philologen wirkten, bevor die Zerschlagung dieses Zentrums durch den Krieg zum Exil der Mitarbeiter führte.
Kleine Veränderungen betreffen den Wegfall bestimmter Arbeitsbereiche (z.B. Pädagogik), während die große Veränderung Castros fundamentale Neuorientierung in der Geschichtsschreibung und seine Theorie zur spanischen Identität im Exil beschreibt.
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