Diplomarbeit, 2005
67 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Basis dieser Standortanalyse
2.1 Der Begriff Standort(-wahl)
2.2 Multinationale Unternehmen
2.3 Außenhandelsstatistik
2.4 Direktinvestitionen
2.4.1 Die Entwicklung der Direktinvestitionen in Deutschland
2.4.2 Kritik an der Direktinvestitionsstatistik
2.5 Synthese der gewonnen Erkenntnisse
3 Deutschland als Standort US-amerikanischer MNU in Europa
3.1 Umsätze der US-amerikanischen MNU in Deutschland und Europa
3.1.1 Deutschland als Absatzmarkt US-amerikanischer MNU
3.1.2 Die wichtigsten Absatzmärkte in Europa
3.2 Die Bedeutung US-amerikanischer MNU für europäische Arbeitsmärkte
3.2.1 Arbeitsplätze in den wichtigsten europäischen Niederlassungen
3.2.2 Beschäftigung in den Niederlassungen Deutschlands
3.3 Der Vergleich der Entwicklungen auf europäischer Ebene
3.4 Synthese der quantitativen Analyse
4 Standortdebatte – aus Sicht der US-amerikanischen Unternehmen
4.1 Standorte im internationalen Wettbewerb
4.2 Deutschland als attraktiver Standort in Europa?
4.2.1 Argumente für Deutschland als Standort der US-amerikanischern MNU
4.2.1.1 Absatzvolumen und geographische Lage
4.2.1.2 Das Ausbildungssystem in Deutschland
4.2.1.3 Infrastruktur, Forschung und Entwicklung
4.2.2 Gründe, die den Standort Deutschland unattraktiv machen
4.2.2.1 Arbeitskosten
4.2.2.2 Steuersystem
4.2.2.3 Arbeitsmarkt und die machtvollen Gewerkschaften
4.2.2.4 Bürokratie und die Rolle das Staates
4.3 Vorschläge der US-amerikanischen MNU für die Zukunft Deutschlands
4.4 Synthese der qualitativen Analyse
5 „Invest in Germany“ - Abschließende Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Attraktivität Deutschlands als Investitionsstandort für US-amerikanische multinationale Unternehmen (MNU) und analysiert, welche wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Faktoren deren Standortentscheidungen in Europa beeinflussen.
4.2.1.1 Absatzvolumen und geographische Lage
Der Business Questionnaire 2003 zeigt, dass auch für die US-amerikanischen MNU der Zugang zum deutschen Markt bzw. zu den Abnehmern in Deutschland das Hauptmotiv einer Investition in Deutschland ist. Deutschland ist die größte Volkswirtschaft in Europa und besitzt gleichzeitig den größten Binnenmarkt. Nach Angaben von Eurostat lebt in etwa ein Fünftel der EU-Bevölkerung in Deutschland und die deutschen Arbeitnehmer produzieren 23% des Bruttosozialproduktes der Europäischen Union.
General Electric, der weltweit größte Mischkonzern, untersuchte Standorte in ganz Europa, als er auf der Suche nach einem Standort für das vierte Forschungszentrum war. Das Ergebnis der Rentabilitätsanalyse machte Garching in Bayern zum besten Standort für das neue Forschungszentrum. Jeffrey Immelt, der Konzernchef von GE, sagte in seiner Rede anlässlich der Eröffnung des neuen Forschungszentrums in Deutschland: „Wir müssen da groß sein, wo unsere Kunden groß sind!“ und nannte dies als einen wichtigen Grund für diese Entscheidung.
Aber nicht allein die Größe des deutschen Absatzmarktes ist für die amerikanischen Unternehmen sehr interessant, sondern auch die Lage im Zentrum Europas. Die geographische Lage in Verbindung mit der hervorragenden Verkehrsinfrastruktur Deutschlands ermöglicht den international operierenden Unternehmen einen schnellen Zugang zu allen europäischen Absatzmärkten. Durch die EU-Osterweiterung im Jahr 2004, vor allem durch den Beitritt von Polen und Tschechien als direkt angrenzende Nationen, hat Deutschland eine Schlüsselstellung bei der Erschließung neuer Absatzmärkte erlangt. Internationale Investoren sehen in dieser Erweiterung der Europäischen Union eher eine Chance als eine Bedrohung für den Standort Deutschland. Der Großteil von 75% der ausländischen Investoren ist der Meinung, dass sich die Standortattraktivität in den nächsten zwei Jahren nicht verschlechtert und 40% dieser Investoren erwarten sogar eine Steigerung der Standortattraktivität Deutschlands für multinationale Unternehmen.
1 Einleitung: Darstellung der aktuellen wirtschaftlichen Lage in Deutschland und Definition der Forschungsfrage sowie der Zielsetzung der Arbeit.
2 Basis dieser Standortanalyse: Erläuterung theoretischer Grundlagen zu den Begriffen Standortwahl und multinationale Unternehmen sowie eine Einordnung ökonomischer Indikatoren.
3 Deutschland als Standort US-amerikanischer MNU in Europa: Detaillierte quantitative Analyse der Umsätze und Beschäftigtenzahlen amerikanischer Firmen in Deutschland im europäischen Vergleich.
4 Standortdebatte – aus Sicht der US-amerikanischen Unternehmen: Qualitative Analyse der Vor- und Nachteile Deutschlands als Investitionsstandort basierend auf Umfrageergebnissen und Standortfaktoren.
5 „Invest in Germany“ - Abschließende Zusammenfassung und Ausblick: Zusammenführung der Ergebnisse aus den quantitativen und qualitativen Analysen sowie ein Ausblick auf die zukünftige Standortattraktivität.
Standort Deutschland, US-amerikanische Unternehmen, multinationale Unternehmen, Direktinvestitionen, Arbeitsmarkt, Lohnnebenkosten, Absatzmarkt, Wettbewerbsfähigkeit, Standortfaktoren, Globalisierung, Investitionshemmnisse, Industrie, tertiärer Sektor, Infrastruktur, Steuerpolitik
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Analyse Deutschlands als Wirtschaftsstandort aus der Perspektive von US-amerikanischen multinationalen Unternehmen, um zu verstehen, wie attraktiv das Land für Investitionen ist.
Die Arbeit fokussiert sich auf Umsatzstrukturen, Beschäftigungsentwicklungen, Standortfaktoren wie Infrastruktur und Ausbildung sowie die Auswirkungen von regulatorischen Rahmenbedingungen wie Steuersystem und Arbeitsrecht.
Das Ziel ist es, die Attraktivität Deutschlands als Standort in Europa zu bewerten und die Erwartungen amerikanischer Investoren an eine zukünftige Verbesserung der Standortbedingungen zu erfassen.
Es werden sowohl quantitative Analysen (Umsatz- und Beschäftigungsdaten) als auch qualitative Methoden (Auswertung von Befragungen wie dem AmCham Business Questionnaire) eingesetzt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine quantitative Bestandsaufnahme der amerikanischen Investitionen in Deutschland sowie eine qualitative Debatte über die spezifischen Stärken und Schwächen des Standortes.
Zu den prägenden Begriffen zählen Standort Deutschland, Direktinvestitionen, Arbeitskosten, Globalisierung und Standortattraktivität.
Die Unterscheidung ist notwendig, da US-amerikanische Unternehmen in diesen Sektoren unterschiedliche Strategien verfolgen – während die Industrie durch Kostendruck geprägt ist, zeigt der Dienstleistungssektor in Deutschland ein hohes Wachstum.
Die AmCham fungiert als wichtige Datenquelle, da sie regelmäßig Befragungen unter in Deutschland tätigen US-Unternehmen durchführt, welche die Grundlage für die qualitative Analyse der Standortdebatte bilden.
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