Magisterarbeit, 2001
178 Seiten, Note: 2,3
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1 VORWORT
2 THEMA UND GEGENSTAND DER UNTERSUCHUNG
2.1 Onlineangebote der Musiksender - Interaktive Variante des Musikfernsehens?
2.2 Die Nutzer – Zuschauer oder Akteure?
3 KOMMUNIKATIONSWISSENSCHAFTLICHER ANSCHLUSS
3.1 Diffusionsforschung
3.1.1 Diffusion von Innovationen
3.1.2 Die Stufen des Adoptionsprozesses
3.1.3 Die verschiedenen Adoptions-Typen
3.1.4 Das Konzept der kritischen Masse
3.2 Uses-And-Gratifications-Approach und Nutzenansatz
3.2.1 Bedürfnistypologien
3.2.2 Kritik am Uses-And-Gratifications-Approach
3.2.3 Konsequenzen für die Onlineangebote der Musikfernsehsender
4 ZIELSETZUNG UND VORGEHENSWEISE DER UNTERSUCHUNG
5 DIE ENTWICKLUNG DES MUSIKFERNSEHENS
5.1 Musik im Fernsehen: Die Vorläufer der Musikkanäle
5.2 Entwicklung des Musikfernsehens in den USA
5.2.1 Technische, politische und ökonomische Rahmenbedingungen
5.2.2 Die ‚Erfindung’ von MTV
5.2.3 Die Phase der Etablierung (1981-1983)
5.2.4 Die Phase der Konsolidierung (1983-1985)
5.2.5 Die Phase der Expansion und Internationalisierung (1985-1996)
5.2.6 Die Phase der Digitalisierung und Diversifizierung (1996 bis jetzt)
5.3 Entwicklung des Musikfernsehens in Deutschland
5.3.1 Musiksendungen im deutschen Fernsehen
5.3.2 MTV Europe
5.3.3 MTV Germany
5.3.4 VIVA – Musikfernsehen aus Deutschland
5.3.5 Von VH-1 und Viva Zwei zu MTV2 und Viva+
6 AKTUELLE ONLINEANGEBOTE DER MUSIKSENDER
6.1 www.mtv.de
6.1.1 Aufbau
6.1.2 Inhalte
6.1.3 Design
6.1.4 Besonderheiten
6.2 www.viva.tv
6.2.1 Aufbau
6.2.2 Inhalte
6.2.3 Design
6.2.4 Besonderheiten
7 FORSCHUNGSDESIGN UND METHODISCHES VORGEHEN
7.1 Forschungsfrage und Hypothesen
7.2 Aufbau und Inhalt des Fragebogens
7.3 Stichprobe und Befragungsdurchführung
7.4 Datenauswertung
8 ERGEBNISSE DER UNTERSUCHUNG
8.1 Demographische Daten
8.2 Nutzung der Onlineangebote
8.3 Bewertung der Onlineangebote und ihrer Funktionalität
8.4 Attraktivität und Relevanz zukünftiger Angebote
8.5 Internetnutzung
8.6 Verhältnis Internet und Fernsehen
8.7 Bedenken bei der Nutzung von Onlineangeboten
8.8 Überprüfung der Hypothesen
9 MUSIKFERNSEHEN DER ZUKUNFT: FAZIT UND AUSBLICK
Die Arbeit untersucht die Nutzung und Akzeptanz der Online-Angebote der deutschen Musikfernsehsender durch Jugendliche und junge Erwachsene, mit dem zentralen Ziel zu klären, inwieweit diese Angebote als Ergänzung oder Ersatz für das klassische Fernsehprogramm fungieren.
Die ‚Erfindung’ von MTV
Das erste Unternehmen, das die beschriebenen Veränderungen erfaßte und beschloß, darauf zu reagieren, war Warner Communications, ein Medienkonglomerat mit Aktivitäten in den Bereichen Film, Musik, Buch und Kabelfernsehen. 1979 waren 50% der Anteile der Sparte Kabelfernsehen von American Express gekauft worden, dieser Teil des Unternehmens wurde daraufhin in zwei Teile geteilt: Warner Amex Cable Company (WACC) und Warner Amex Satellite Entertainment Company (WASEC). Als ‚Vater‘ von MTV wird oftmals John A. Lack angeführt, der 1980 Leiter der WASEC wurde und den legendären Radio-Programmchef Robert Pittmann anheuerte und damit beauftragte, ein Konzept für einen Videokanal zu erarbeiten. Daß Pittmann aus dem Radiobereich stammte, war kein Zufall, sollte der neue Musiksender doch die Eigenschaften des Radios mit denen des Fernsehens verbinden. Typische Merkmale des Radioprogramms, die in das Konzept von MTV übernommen wurde, waren beispielsweise das Konzept der Playlist. Andere dem Radio entlehnte Konzepte umfaßten einen stetigen Programmfluß und die mögliche Rezeption als Nebenbeimedium.
1 VORWORT: Einleitung in die Bedeutung des Musikfernsehens für Jugendliche und die aufkommende Relevanz der digitalen Online-Angebote.
2 THEMA UND GEGENSTAND DER UNTERSUCHUNG: Definition der Online-Angebote als interaktive Multimedia-Plattformen und Diskussion über die veränderte Rolle des Nutzers vom passiven Zuschauer zum aktiven Akteur.
3 KOMMUNIKATIONSWISSENSCHAFTLICHER ANSCHLUSS: Theoretische Einbettung der Arbeit in die Diffusionsforschung sowie den Uses-And-Gratifications-Approach zur Erklärung von Mediennutzungsverhalten.
4 ZIELSETZUNG UND VORGEHENSWEISE DER UNTERSUCHUNG: Formulierung der Forschungsfrage und Erläuterung der empirischen Vorgehensweise mittels schriftlicher Befragung.
5 DIE ENTWICKLUNG DES MUSIKFERNSEHENS: Historischer Rückblick auf die Entwicklung des Musikfernsehens in den USA und Deutschland sowie die Entstehung der Musiksender.
6 AKTUELLE ONLINEANGEBOTE DER MUSIKSENDER: Ausführliche Beschreibung und Analyse der Websites www.mtv.de und www.viva.tv im Hinblick auf Aufbau, Design und Besonderheiten.
7 FORSCHUNGSDESIGN UND METHODISCHES VORGEHEN: Detaillierte Darstellung des Forschungsdesigns, des Fragebogenaufbaus und der methodischen Datenauswertung.
8 ERGEBNISSE DER UNTERSUCHUNG: Präsentation und statistische Auswertung der Umfragedaten zu Nutzerverhalten, Bewertung und Sorgen bei der Internetnutzung.
9 MUSIKFERNSEHEN DER ZUKUNFT: FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Einschätzung der zukünftigen Rolle des Internets für Musiksender und Identifikation verschiedener Nutzertypen.
Musikfernsehen, MTV, VIVA, Online-Angebote, Internetnutzung, Digitalisierung, Diffusionsforschung, Medienkompetenz, Interaktivität, Online-Community, Medienwandel, Nutzerakzeptanz, Medienökonomie, Musikvideos, E-Commerce.
Die Arbeit analysiert, wie sich die Online-Angebote der Musikfernsehsender MTV und VIVA in die Medienlandschaft einfügen und wie sie von jungen Nutzern angenommen werden.
Die zentralen Themen umfassen die medientheoretische Einordnung von Innovationsdiffusion und Nutzenansätzen sowie die praktische Untersuchung von Web-Angeboten im Kontext von Musikfernsehsendern.
Das primäre Ziel ist es, zu ermitteln, ob die Online-Präsenzen von MTV und VIVA eine Bedrohung für das klassische Fernsehprogramm darstellen oder als wertvolle Ergänzung wahrgenommen werden.
Es wurde eine empirische Untersuchung in Form einer schriftlichen Befragung unter 111 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Sommer 2001 durchgeführt.
Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung des Musikfernsehens, eine detaillierte Analyse der Websites der beiden großen Sender sowie die Auswertung der empirischen Befragungsdaten.
Wichtige Begriffe sind Musikfernsehen, Interaktivität, Nutzerakzeptanz, Medienwandel, Online-Angebote und Digitalisierung.
Während MTV stärker auf Community-Features und eine konventionellere Struktur setzt, fokussiert sich VIVA auf eine stark in den E-Commerce integrierte, optisch animierte Online-Plattform.
Technische Aspekte, insbesondere die geringe Bandbreite bei vielen Nutzern, werden als Haupthindernisse für die volle Akzeptanz interaktiver Online-Inhalte identifiziert.
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