Magisterarbeit, 2005
107 Seiten, Note: 1,8
Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
1.) EINLEITUNG
2.) VERSUCH EINER BESTIMMUNG DES BEGRIFFS UND DER FUNKTION DER SPRACHE
A) WAS IST SPRACHE ? / WIE KANN SPRACHE DEFINIERT WERDEN ?
B) DIE BEDEUTUNG DER SPRACHE FÜR DAS VERHÄLTNIS ZWISCHEN INNERLICHKEIT UND ÄUßERLICHKEIT
C) DIE FUNKTIONEN DER SPRACHE
3.) DIE GRENZEN ZWISCHEN MENSCH UND TIER
A) BETRACHTUNGEN ZU DEN GRENZEN ZWISCHEN MENSCH UND TIER IN DER ABENDLÄNDISCHEN KULTUR
B) PROBLEMATIK EINES VERGLEICHS ZWISCHEN MENSCH UND TIER
4.) TIERE ALS GEMEINSCHAFTSWESEN
5.) AUSDRUCKS – UND VERSTÄNDIGUNGSFORMEN IN DER TIERWELT
A) DAS AUSSENDEN VON LAUTEN
B) DER VERSUCH EINER ABGRENZUNG MENSCHLICHER VON TIERISCHEN LAUTSYSTEMEN NACH CHARLES F. HOCKETT
C) TIERISCHE „SPRACHE“ ZWISCHEN INSTINKT UND LERNEN
D) NICHT - LAUTLICHE VERSTÄNDIGUNGSFORMEN
6.) ABSTRAKTION UND SYMBOLIK IN TIERISCHEN „SPRACHEN“
7.) ABSICHTLICHE TÄUSCHUNGEN – KÖNNEN TIERE „LÜGEN“ ?
8.) KÖNNEN TIERE DIE MENSCHLICHE SPRACHE LERNEN ?
9.) WIE KAM DER MENSCH ZUR SPRACHE ?
A) DIE BIOLOGISCHE UND GEISTIG - KULTURELLE MENSCHWERDUNG
B) WAS BEDEUTEN DIESE VORGÄNGE FÜR DIE ENTSTEHUNG VON SPRACHE ?
10.) FAZIT – DIE „SPRACHE“ DER TIERE
Die Arbeit untersucht, inwieweit tierische Ausdrucksformen als Sprache betrachtet werden können, indem sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur menschlichen Sprache anhand philosophischer, anthropologischer und biologischer Perspektiven analysiert und kritisch reflektiert.
Die Grenzen zwischen Mensch und Tier
Wenn man die Frage nach einer Sprache der Tiere stellt, wird schnell klar, daß diese Frage nur ein Teil eines wesentlich komplexeren Themengebietes ist. Dabei werden nicht nur sprachphilosophische Probleme berührt, sondern auch, viel allgemeiner, das Verhältnis zwischen Mensch und Tier und die menschliche Identität selber. Schließlich wurde (und wird) die Sprache von der Mehrheit als eine rein menschliche Eigenschaft angesehen – die Annahme, auch die Tiere hätten so etwas wie Sprache, führt zwangsläufig dazu, daß das menschliche Dasein und dessen Unterschiede und Gemeinsamkeiten mit der Tierwelt erneut genauer betrachtet werden müssen. Damit einhergehend führt die Frage nach der Tiersprache letztendlich auch zu der Frage, wie viel Intelligenz man den Tieren überhaupt zusprechen will und kann, ohne dabei die Grenzen zwischen menschlichem und tierischem Leben zu überschreiten oder die besondere Stellung des Menschen anzutasten.
Aufgrund dieser Problematiken werde ich meine Arbeit nicht sofort mit Überlegungen bezüglich der Sprache beginnen, sondern zunächst darlegen, wie das Verhältnis von Mensch und Tier in der abendländischen Kultur betrachtet wurde bzw. noch immer wird. Dies erscheint mir sinnvoll, um zu verdeutlichen, welche weitreichenden Hintergründe sich hinter der Frage nach einer Tiersprache verbergen.
1.) EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung und der zentralen Forschungsfragen zur Abgrenzung menschlicher Sprache von tierischen Ausdrucksformen.
2.) VERSUCH EINER BESTIMMUNG DES BEGRIFFS UND DER FUNKTION DER SPRACHE: Untersuchung des menschlichen Sprachvermögens und dessen Bedeutung für die Verbindung von Innerlichkeit und Äußerlichkeit.
3.) DIE GRENZEN ZWISCHEN MENSCH UND TIER: Analyse der abendländischen Sichtweise auf die Sonderstellung des Menschen und der methodischen Schwierigkeiten beim Vergleich mit Tieren.
4.) TIERE ALS GEMEINSCHAFTSWESEN: Erläuterung des Zusammenlebens von Tieren als notwendige Voraussetzung für die Entstehung von Kommunikationsformen.
5.) AUSDRUCKS – UND VERSTÄNDIGUNGSFORMEN IN DER TIERWELT: Analyse der verschiedenen tierischen Kommunikationsmittel wie Laute, Duftsignale und Gebärden unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Systeme.
6.) ABSTRAKTION UND SYMBOLIK IN TIERISCHEN „SPRACHEN“: Untersuchung der Bienen-Tanzsprache hinsichtlich ihrer Fähigkeit, räumliche Informationen abstrakt zu vermitteln.
7.) ABSICHTLICHE TÄUSCHUNGEN – KÖNNEN TIERE „LÜGEN“ ?: Diskussion über das strategische Verhalten von Primaten und ob dies als bewusste Täuschung interpretiert werden kann.
8.) KÖNNEN TIERE DIE MENSCHLICHE SPRACHE LERNEN ?: Zusammenfassung der Forschungsergebnisse zu Sprachlernversuchen bei Menschenaffen und sprechenden Vögeln.
9.) WIE KAM DER MENSCH ZUR SPRACHE ?: Betrachtung der evolutionären Entwicklungsschritte, die den Menschen zur Sprachfähigkeit führten.
10.) FAZIT – DIE „SPRACHE“ DER TIERE: Zusammenfassende Bewertung, dass tierische Kommunikationssysteme zwar existieren, aber nicht die Komplexität menschlicher Sprache erreichen.
Sprachphilosophie, Tiersprache, Anthropologie, Mensch-Tier-Vergleich, Kommunikation, Symbolisierung, Abstraktion, Instinkt, Lernen, Intentionalität, Evolution, Sprachursprung, Biokommunikation, Identität, Täuschung.
Die Arbeit untersucht, ob und inwiefern Tieren eine "Sprache" zugeschrieben werden kann, und setzt dies in Bezug zur menschlichen Sprachfähigkeit.
Die Untersuchung umfasst Sprachphilosophie, Biokommunikation, das Verhältnis von Mensch und Tier sowie die biologische Menschwerdung.
Das Ziel ist eine Revision der Forschungsliteratur, um die Frage nach der Sprache der Tiere objektiv und im Kontext biologischer Gegebenheiten zu beantworten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse philosophischer, anthropologischer und naturwissenschaftlicher Werke, ergänzt durch die Auseinandersetzung mit Kommunikationssystemen bei Tieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Sprache, den Vergleich der Mensch-Tier-Grenzen sowie detaillierte Fallanalysen zu tierischen Ausdrucksformen und Lernprozessen.
Zentrale Begriffe sind Kommunikationssysteme, Symbolisierung, Abstraktion, Intentionalität und das Abwägen zwischen Instinkt und Lernen.
Die Bienensprache gilt als Paradebeispiel für ein System, das durch Symbolik und Abstraktion zeitliche oder räumliche Distanzen überwindet.
Die Arbeit analysiert, dass es bei manchen Primaten taktisches Verhalten gibt, das als bewusste Täuschung interpretiert werden kann, was an menschliches Lügen erinnert.
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