Diplomarbeit, 2005
83 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Aufbau der Arbeit
1.2 Zielsetzung
2 Theoretische Grundlagen der Arbeit
2.1 Werte – Theoretische Begriffsbestimmung
2.2 Theorie der Wertestrukturen nach Schwartz
2.3 Kulturdimensionen-Konzept von Hofstede
3 Theoretisches Konzept der Karrierestrategien
3.1 Einflusstaktiken und –strategien nach Kipnis und Schmidt
3.2 Karrierestrategietypen nach Ralston und Gustafson
4 Länderspezifische Werthaltungsunterschiede
4.1 U.S.A.
4.2 Deutschland
4.3 Russland
4.4 Brasilien
4.5 Thailand
4.6 Indien
5 Länderspezifische Karrierestrategien
5.1 Clusteruntersuchungen
5.1.1 Anglo Region
5.1.2 Asia
5.2 Vergleichende Untersuchungen
5.2.1 U.S.A., Deutschland, Holland, Mexiko, Hong Kong und Indien
5.2.2 U.S.A., Deutschland und Thailand
5.2.3 U.S.A. und Mexiko
5.2.4 Regionaler Vergleich: Anglo Region, Germanic Europe, South Asia, Eastern Europe und Latin America
6 Hypothesen zur Erklärung des Zusammenhanges zwischen Werthaltungen und Karrierestrategien internationaler Manager
6.1 Exporte und Direktinvestitionen
6.2 Arbeitsmentalität
6.2.1 U.S.A.
6.2.2 Russland
6.2.3 Brasilien
7 Schlusswort
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen den Werthaltungen und den Karrierestrategien internationaler Manager aus sechs verschiedenen Ländern (U.S.A., Deutschland, Russland, Brasilien, Indien und Thailand). Ziel ist es, durch die Analyse kultureller Unterschiede sowie wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen ein Verständnis für die Varianz in der Anwendung von Karrierestrategien zu entwickeln und mögliche Erklärungsmodelle zu validieren.
1.1 Problemstellung und Aufbau der Arbeit
Die Globalisierung der Weltwirtschaft und die dadurch gesteigerte Intensivierung internationaler Kontakte zwischen den Unternehmen verschiedener Länder der Welt stellen heutzutage einige der Hauptinteressen in der wirtschaftwissenschaftlichen Diskussion dar. Die Ausweitung der internationalen Tätigkeit eines Unternehmens kann verschiede Formen (Aufnahme der Partnerbeziehungen mit ausländischen Unternehmen, Eröffnung von Filialen im Ausland etc.) annehmen. Alle diese Formen sind für die Unternehmen nicht nur mit den Chancen und Risiken verbunden, die durch die unterschiedlichen politischen, rechtlichen und finanzwirtschaftlichen Bedingungen in verschiedenen Regionen der Welt entstehen und die auch entsprechende Anforderungen bezüglich der Herausarbeitung und Verfolgung bestimmter Strategien an das Unternehmen stellen, sondern setzen die obligatorische Kontaktaufnahme mit Managern aus anderen Ländern voraus.
Dieser Prozess der unternehmerischen Interaktionen zwischen den an ihm beteiligten diesem Managern, wird logischerweise von ihnen als ein Teil ihrer Führungsfunktion angesehen, da es im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit stattfindet.
Ausübung eines Einflusses stellt eine wichtige Komponente des organisatorischen Lebens eines Unternehmens dar und wird öfters als ein Schlüssel der unternehmerischen Führung gesehen. Eine der modern akzeptierten Definitionen der Führung besagt, dass Führung ein Beziehungskonzept darstellt, das zwei grundlegende Terme in sich einschließt: Die Person, die den Einfluss ausübt und die Person, auf die der Einfluss ausgeübt wird. Jeder Einflussakt, der eine unternehmerische Relevanz aufweist, ist in einem gewissen Grade gleichzeitig ein Akt der Führung (Katz, Kahn, 1966, S.301). Die Führungsdefinition von Yukl betont ausdrücklich die Rolle der Einflussnahme; er sieht die Führung als „influencing task objectives and strategies, influencing commitment and compliance in task behaviors to achieve these objectives, influencing group maintenance and identification, and influencing the culture of the organization” (Yukl, 1989, S.253).
1 Einleitung: Beschreibt die Globalisierung als Treiber internationaler Interaktionen und legt die Forschungsfrage zur Einflussnahme von Managern in unterschiedlichen kulturellen Kontexten fest.
2 Theoretische Grundlagen der Arbeit: Definiert den Wertbegriff wissenschaftlich und stellt die relevanten Modelle von Schwartz (Wertestrukturen) sowie Hofstede (Kulturdimensionen) vor.
3 Theoretisches Konzept der Karrierestrategien: Erläutert Instrumente zur Erfassung von Einflussstrategien (Kipnis/Schmidt) und Karrierestrategietypen (Ralston/Gustafson).
4 Länderspezifische Werthaltungsunterschiede: Detaillierte Analyse der Werthaltungen in den sechs Zielländern unter Anwendung der vorgestellten theoretischen Modelle.
5 Länderspezifische Karrierestrategien: Führt Clusteruntersuchungen und vergleichende Analysen durch, um die bevorzugten Karrierestrategien in den untersuchten Weltregionen aufzuzeigen.
6 Hypothesen zur Erklärung des Zusammenhanges zwischen Werthaltungen und Karrierestrategien internationaler Manager: Untersucht den Einfluss von ökonomischen Faktoren (Export/Direktinvestitionen) und der sozio-kulturellen Arbeitsmentalität auf die Korrelation zwischen Werten und Strategien.
7 Schlusswort: Führt die Erkenntnisse zusammen und weist auf die Notwendigkeit weiterer empirischer Studien hin, um die entwickelten Hypothesen weiter zu validieren.
Karrierestrategien, Werthaltungen, internationaler Manager, interkulturelles Management, Globalisierung, Einflussnahme, Hofstede, Schwartz, Unternehmenskultur, Arbeitsmentalität, Exportquote, Direktinvestitionen, Führung, Wertewandel, kulturelle Dimensionen.
Die Arbeit untersucht, wie kulturell geprägte Werthaltungen von Managern in verschiedenen Ländern deren Wahl von Karrierestrategien beeinflussen.
Zentrale Felder sind die interkulturelle Managementforschung, Theorien über menschliche Werte, Methoden der Einflussnahme in Unternehmen sowie länderspezifische Arbeitsmentalitäten.
Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Werthaltungen und Karrierestrategien zu beschreiben und Hypothesen aufzustellen, wie wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen und sozio-kulturelle Faktoren diesen Zusammenhang beeinflussen.
Die Arbeit nutzt primär das Modell der Wertestrukturen von Schwartz sowie das Kulturdimensionen-Konzept von Hofstede.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Strategien, die länderspezifische Analyse der Werthaltungen und Karrierestrategien sowie eine hypothetische Erklärung des Zusammenhangs zwischen diesen Variablen.
Schlüsselbegriffe sind Karrierestrategien, interkulturelles Management, Werthaltungen, Unternehmenskultur und globale ökonomische Verflechtungen.
Das Konzept wird herangezogen, um das kollektivistische Beziehungsnetzwerk und die daraus resultierenden Einflussstrategien in asiatischen Kulturen wie Thailand und Indien zu erklären.
Während die US-amerikanische Kultur von einer starken Leistungsorientierung und Trennung zwischen Arbeit und Privatleben geprägt ist, ist die russische Arbeitsmentalität historisch durch kollektivistische Strukturen und eine andere Einstellung zur Erwerbsarbeit geformt.
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