Diplomarbeit, 2004
117 Seiten, Note: 1,9
1 Einleitung
2 Hinführung zum Thema
3 Präsentation der Firma BAGALORE GmbH & Co. KG
4 Begriffsbestimmung
4.1 Bedürfnis
4.2 Motiv
4.3 Motivation
4.3.1 Hedonistische Motivation
4.3.2 Homöostase
4.3.3 Altruismus
4.4 Motivierung
5 Motivationstheoretische Ansätze
5.1 Inhaltstheorien
5.1.1 Theorie der Bedürfnishierarchie von Maslow
5.1.2 Die ERG-Theorie von Alderfer
5.1.3 Zweifaktorentheorie nach Herzberg
5.1.4 Zusammenfassung der inhaltsbezogenen Motivationstheorien
5.2 Prozesstheorien
5.2.1 Das VIE-Modell der Arbeitsmotivation
5.2.2 Das Rückkopplungsmodell von Porter und Lawler
5.2.3 Zusammenfassung der prozessbezogenen Motivationstheorien
5.3 Aufgaben von Motivationstheorien
5.4 Determinanten und Erklärungsansätze motivationalen Verhaltens
5.4.1 Das persönliche Wollen
5.4.2 Das individuelle Können
5.4.3 Das soziale Dürfen
5.4.4 Leistungsmotiv nach Atkinson
5.4.5 Zugehörigkeitsmotiv
5.4.6 Machtmotiv
6 Einfluss der „Führung“ auf die Motivation im Betrieb
6.1 Führung – wie entsteht sie und was ist das eigentlich?
6.1.1 Die Bedeutung der betrieblichen Führung
6.1.2 Voraussetzungen betrieblicher Führung
6.2 Eigenschaften und Aufgaben eines Vorgesetzten
6.2.1 Die Organisation betreffende Führungsinstrumente des Vorgesetzten
6.2.1.1 Management-by-Techniken
6.2.1.2 Stellenbeschreibung
6.2.1.3 Stellenbildung
6.2.1.4 Kommunikation von Informationen
6.2.2 Personale Führungsinstrumente des Vorgesetzten
6.2.2.1 Beurteilungsgespräch
6.2.2.2 Mitarbeitergespräch
6.2.2.3 Anreizsysteme
6.3 Einfluss der Unternehmenskultur auf die Mitarbeitermotivation
6.4 Bedeutung und Beschreibung von Führungsstilen
6.4.1 Der autoritäre Führungsstil
6.4.2 Der demokratische Führungsstil
6.4.3 Der laissez-faire-Führungsstil
6.5 Darstellung und Beschreibung bedeutsamer Führungstheorien
6.5.1 Personenorientierte Theorien der Führung
6.5.1.1 Eigenschaftstheorie der Führung
6.5.1.2 Charisma – Theorie der Führung
6.5.1.3 Weg-Ziel-Theorie der Führung
6.5.1.4 Attributionstheorie der Führung
6.5.2 Positionsorientierte Theorie der Führung „Rollentheorie“
6.5.3 Die interaktionsorientierte Theorie der Führung
6.5.3.1 Die dyadische Führungstheorie
6.5.3.2 Die Idiosynkrasie-Kredit-Theorie
6.5.4 Situationstheorien der Führung
6.5.5 Zusammenfassende Schlussfolgerung der Führungstheorien
7 Erhebung einer repräsentativen Mitarbeiterbefragung
7.1 Vorbereitung und Durchführung
7.2 Präsentation und Absichtserklärung der Fragen
7.3 Zusammenfassung der Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung
8 Analyse und Auswertung der durch die MAB und durch Gespräche gewonnenen Erkenntnisse
8.1 Unternehmenskultur als motivationales Steuerungsinstrument mit Bezug zu (Unternehmungs-)Visionen
8.2 Neue Führungskonzepte bei BAGALORE bezüglich Ausweitung der Verantwortung
8.2.1 Einführung von teilautonomen Arbeitsgruppen in der Produktion
8.2.1.1 Besonderheiten von Gruppenverhalten
8.2.1.2 Beachtung von Frauen in der Gruppe
8.2.2 Förderung durch Selbstentwicklung und Verantwortungserweiterung im kaufmännischen und gewerblichen Bereich
8.2.3 Die motivationale Wirkung von Workshops
8.2.4 Praktische Anwendung der VIE-Theorie bezogen auf Verantwortungserweiterung
8.3 Motivationsfaktor betriebliche Weiterbildung
8.4 Die Bedeutung der Zielvereinbarung auf die Motivation im Betrieb
8.4.1 Motivation durch visionäre Ziele aufbauen
8.4.2 Bedeutung der Glaubwürdigkeit im Zusammenhang mit Visionen
8.5 Neugestaltung von Entgeltsystemen als materielles Motivationsinstrument
8.5.1 Variable Leistungszulage und Entlohnungseingruppierung
8.5.2 Der Einfluss der Sozialleistungen als materieller Motivationsanreiz
8.5.2.1 Motivierender Einfluss von Sozialleistungen aus prozesstheoretischer Sicht
8.5.2.2 Motivierender Einfluss von Sozialleistungen aus inhaltstheoretischer Sicht
8.5.2.3 Gestaltungsspielraum bei der Gewährung von Sozialleistungen
8.5.2.4 Individualisierte Sozialleistungssysteme – Die Cafeteria-Idee
8.6 Umgang mit Problemen am Arbeitsplatz
8.7 Der Vorgesetzteneinfluss auf die Motivation der Mitarbeiter
8.7.1 Bedeutung von Loyalität und Bindung der Kernbelegschaft
8.7.2 Möglichkeiten der Realisierung von Loyalität und Bindung
8.8 Die Bedeutung von Information und Kommunikation für die Mitarbeitermotivation
8.8.1 Eine gelungene Artikulation von anstehenden Veränderungen
8.8.2 Feedback als Instrument für Motivation
8.8.3 Aufbau von Arbeitsmotivation durch Produktionsmessung und Rückmeldung insbesondere bei Gruppenarbeit
9 Zusammenfassung
10 Fazit und Ausblick
Diese Diplomarbeit untersucht motivationale Steuerungsinstrumente in einem mittelständischen Unternehmen der Maschinenindustrie, das von einer schwierigen Wirtschaftslage und rückläufiger Beschäftigung betroffen ist. Ziel ist es, durch die Analyse der Motivationssituation mittels einer Mitarbeiterbefragung und die Anwendung psychologischer Führungs- und Motivationstheorien Lösungsansätze zu entwickeln, um die Motivation der Belegschaft zu sichern und zu steigern.
6.5.1.2 Charisma – Theorie der Führung
Diese führerzentrierte Theorie gewann in den letzten Jahren wieder zunehmend an Bedeutung. Dabei besitzt der charismatische Führer – aus Sicht der Geführten – eine stark beeinflussende Ausstrahlung. Er ist vor allem in der Lage einen starken Einfluss auf die Werthaltung und Emotionen der Mitarbeiter auszuüben, indem er Visionen vermitteln kann. Diese bieten neuartige, emotional fundierte Problemlösungen an und treten für z. T. radikale Veränderungen ein. Sie werden besonders in Stress- und Krisensituationen gesucht und können tief greifende Veränderungen bewirken. Dafür wird dem charismatischen Führer Loyalität gezollt.122 Als Beispiel kann man die Politik Willy Brandts anführen, der mit seiner Aussöhnungspolitik mit den Staaten des Warschauer Paktes eine neue Denkrichtung angestoßen hat. Durch die suggerierte Vision dadurch eher früher als später zu einem geeinten Deutschland zu gelangen und durch die charismatische Ausstrahlung dieses Bundeskanzlers, wurden viele Menschen überzeugt und motiviert für die Politik Willy Brandts zu arbeiten bzw. bei Wahlen zu stimmen. Einer der eifrigsten Anhänger dieser Politik war z. B. der aus Treffurt/Thüringen stammende Egon Bahr. Wie sich bekanntlich herausstellte, wurde die Einheit 1990 vollzogen.
Allerdings gibt es auch theorieimmanente Nachteile, so kommen charismatische Führungspersönlichkeiten in der Realität eher selten vor. Des Weiteren lässt sich Charisma kaum erlernen und kann auch Risiken in sich bergen. Zum einen können die Geführten in extreme Anhänger oder Gegner gespalten werden und die Geführten können negativ manipuliert werden und den Sinn für Gut und Böse verlieren, wie uns die Entwicklung des Bevölkerungsverhalten im 3. Reich gelehrt hat.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert den Problemkontext eines mittelständischen Maschinenbauunternehmens in der Krise und die Notwendigkeit, durch eine Mitarbeiterbefragung motivationale Steuerungsinstrumente zu optimieren.
2 Hinführung zum Thema: Dieses Kapitel definiert den Begriff "Motivation" und begründet den Fokus auf immaterielle Motivationsinstrumente zur Stärkung der Beschäftigungssituation.
3 Präsentation der Firma BAGALORE GmbH & Co. KG: Das Kapitel liefert einen Überblick über die Unternehmenshistorie, Standorte, Produkte und die Qualitätsstandards der Firma BAGALORE.
4 Begriffsbestimmung: Hier werden theoretische Grundbegriffe wie Bedürfnis, Motiv, Motivation und Motivierung präzise voneinander abgegrenzt und definiert.
5 Motivationstheoretische Ansätze: Dieser Abschnitt bietet einen fundierten wissenschaftlichen Überblick über Inhalts- und Prozesstheorien sowie deren Bedeutung für die Mitarbeiterführung.
6 Einfluss der „Führung“ auf die Motivation im Betrieb: Das Kapitel analysiert den Zusammenhang zwischen betrieblicher Führung, Führungsstilen und Mitarbeitermotivation sowie die Relevanz von Führungstheorien.
7 Erhebung einer repräsentativen Mitarbeiterbefragung: Hier werden die methodische Vorbereitung, Durchführung und der Aufbau der Mitarbeiterbefragung im Unternehmen detailliert dargelegt.
8 Analyse und Auswertung der durch die MAB und durch Gespräche gewonnenen Erkenntnisse: Dieser Hauptteil verknüpft die empirischen Ergebnisse der Befragung mit theoretischen Ansätzen, um konkrete Lösungsansätze in Bereichen wie Unternehmenskultur, Entgeltsysteme und Kommunikation zu erarbeiten.
9 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung fasst die wesentlichen Erkenntnisse zur motivationalen Steuerung und die erarbeiteten Handlungsempfehlungen für das Unternehmen zusammen.
10 Fazit und Ausblick: Das Fazit bewertet die Bedeutung motivierter Mitarbeiter als wichtigste Ressource in Krisenzeiten und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit zeitgemäßer Personalführung.
Mitarbeitermotivation, Führungstheorien, Mitarbeiterbefragung, Unternehmenskultur, Entgeltsysteme, Leistungsmotivation, Zielvereinbarung, Personalmanagement, Betriebsklima, Führungsinstrumente, Krisenmanagement, Partizipation.
Die Diplomarbeit untersucht, wie ein mittelständisches Unternehmen der Maschinenindustrie durch gezielte motivationale Steuerungsinstrumente die Arbeitsmotivation der Belegschaft trotz einer schwierigen Wirtschaftslage und drohendem Personalabbau stabilisieren oder verbessern kann.
Zu den zentralen Themenfeldern gehören die wissenschaftliche Fundierung von Motivationstheorien, die Rolle des Führungsverhaltens, die Unternehmenskultur, die Gestaltung von Anreizsystemen sowie die interne Kommunikation.
Das primäre Ziel ist es, basierend auf einer repräsentativen Mitarbeiterbefragung, konkrete, praxisnahe Lösungsansätze für das untersuchte Unternehmen zu entwickeln, um das Motivationsniveau der Mitarbeiter zu sichern und die Identifikation mit dem Unternehmen zu fördern.
Die Arbeit basiert auf einer methodischen Triangulation: Sie nutzt theoretische Grundlagen aus der Motivationspsychologie und Führungslehre und kombiniert diese mit den empirischen Ergebnissen einer repräsentativen, quantitativen Mitarbeiterbefragung im Unternehmen.
Der Hauptteil analysiert den Einfluss der Unternehmenskultur, neue Führungskonzepte wie Gruppenarbeit, die Bedeutung von Weiterbildung und Zielvereinbarungen sowie die Neugestaltung von Entgeltsystemen als Motivationsinstrumente.
Die Arbeit wird maßgeblich charakterisiert durch Begriffe wie Mitarbeitermotivation, Führungstheorien, Unternehmenskultur, Mitarbeiterbefragung, Personalmanagement und Leistungsanreize.
Der Autor schlägt vor, die Führungskräfte über dieses Phänomen zu sensibilisieren, da die verbleibenden Mitarbeiter nach Restrukturierungen oft unter Desinteresse und Unsicherheit leiden. Die Lösung liegt in einer transparenten, umfassenden Kommunikationspolitik.
Das PPM wird empfohlen, um Gruppenziele mit den Organisationszielen in Einklang zu bringen. Es erlaubt Arbeitsgruppen, selbstständig ihre Produktivität zu messen und zu verbessern, was die Identifikation mit der Arbeit stärkt und Arbeitsplätze sicherer macht.
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