Bachelorarbeit, 2005
87 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. PRÄVENTION VON STIMMSTÖRUNGEN BEI BERUFSSPRECHERN
2.1 DIE PRÄVENTION
2.2 DIE ORGANISATION DES GRUPPENTRAININGS
2.3 DIE GRUPPE
2.4 DER SITUATIONSSPEZIFISCHE ANSATZ
2.5 ERFAHRUNGEN IM GRUPPENTRAINING
3. DIE EVALUATION
3.1 DIE METHODE DER STIMMFELDMESSUNG
3.2 DIE METHODE DER LERNZIELKONTROLLE
3.3 DIE METHODE DES VOICE HANDICAP INDEX
3.4 DIE METHODE DER TEILNEHMERBEFRAGUNG
4. DIE ERGEBNISSE
4.1 STIMMFELDMESSUNG
4.1.1 ERGEBNISSE DER STIMMFELDMESSUNG
4.1.2 DISKUSSION DER ERGEBNISSE
4.2 LERNZIELKONTROLLE
4.2.1 ERGEBNISSE DER LERNZIELKONTROLLE
4.2.2 DISKUSSION DER ERGEBNISSE
4.3 VOICE HANDICAP INDEX
4.3.1 ERGEBNISSE DES VOICE HANDICAP INDEX
4.3.2 DISKUSSION DER ERGEBNISSE
4.4 TEILNEHMERBEFRAGUNG
4.4.1 ERGEBNISSE DER TEILNEHMERBEFRAGUNG
4.4.2 DISKUSSION DER ERGEBNISSE
5. DISKUSSION
6. FAZIT/ AUSBLICK
Das Ziel der Bachelor-Arbeit war die Beantwortung der Frage, ob ein präventives Stimmtraining in einer Gruppe von Berufssprecherinnen durchführbar ist und ob es eine stimmliche Verbesserung für die Teilnehmerinnen bewirkt. Dabei wurde ein Präventionskurs nach der Methode des situationsspezifischen Ansatzes durchgeführt und evaluiert.
2.4 Der situationsspezifische Ansatz
In einem Artikel der Zeitschrift „Forum Logopädie“ wird die Methode des situationsspezifischen Gruppentrainings vorgestellt: „Automatisierten, situationsgebundenen, aber stimmlich ungünstigen Verhaltensweisen des Berufsalltags sollen Alternativen geboten werden, die die Gesundheit der Stimme erhalten“ (Beushausen; Menzel, 2004, S.10). Besonderes Augenmerk ist hier auf die Situationsgebundenheit zu richten. In der bereits erwähnten Durchführung eines präventiven Stimmtrainings für Lehrer kristallisierte sich heraus, dass die herkömmliche therapeutische Vorgehensweise zu zeitaufwendig war. (Die Übungen der „klassischen Stimmbereiche“ bauten aufeinander auf und mündeten erst zum Schluss des Trainings in den Transfer des Geübten in den Alltag.) Die so wichtige Transferleistung in die Alltagssituation konnte nicht ausreichend berücksichtigt werden, die Umsetzung fiel den Teilnehmern sehr schwer. Da ein Präventionskurs jedoch schnell und effektiv zum verbesserten Umgang mit der Stimme führen soll, ist ein „Umdenken“ notwendig. Gefragt sind hier Flexibilität des Gruppenleiters, Berücksichtigung der Individualität des Einzelnen, Beobachtungsgabe, Sicherheit in der Anwendung der individuell notwendigen Stimmbausteine und ihr gezielter Einsatz in der Berufssituation.
Der situationsspezifische Ansatz wurde an der Fachhochschule Hildesheim im Bachelor-Studiengang für Logopädie entwickelt und basiert auf der Annahme, dass ein Lerneffekt besonders dann gegeben ist, wenn das Lernen im praktischen Kontext erfolgt und der Lernende einen Bezug zu den Inhalten herzustellen vermag. Gudjons vertritt die Auffassung, dass bei fehlendem Bezug zum relevanten Kontext, die neue Information für den Lernenden wenig bedeutsam ist. Es handelt sich dann um „träges Wissen“, um Wissen, welches nicht angewendet wird und in das bestehende Vorwissen nicht integriert werden kann. Es wird nicht ausreichend vernetzt und ist damit zusammenhanglos.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Stimmbelastung von Berufssprechern und die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen durch Logopäden.
2. PRÄVENTION VON STIMMSTÖRUNGEN BEI BERUFSSPRECHERN: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen der Prävention und erläutert die Organisation sowie den situationsspezifischen Ansatz des durchgeführten Gruppentrainings.
3. DIE EVALUATION: Hier werden die eingesetzten objektiven (Stimmfeldmessung) und subjektiven (Voice Handicap Index, Lernzielkontrolle) Messverfahren vorgestellt und theoretisch begründet.
4. DIE ERGEBNISSE: In diesem Kapitel werden die erhobenen Daten der verschiedenen Messverfahren detailliert präsentiert, diskutiert und ausgewertet.
5. DISKUSSION: Die eingangs aufgestellten Hypothesen werden im Licht der Ergebnisse kritisch reflektiert und auf ihre Verifizierbarkeit geprüft.
6. FAZIT/ AUSBLICK: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und zeigt Potenziale für die Weiterentwicklung der Stimmprävention sowie zukünftige Forschungsfragen auf.
Prävention, Stimmstörungen, Berufssprecher, situationsspezifisches Gruppentraining, Evaluation, Prä-Post-Design, erweiterte Tätigkeitsbereiche, Stimmfeldanalyse, Voice Handicap Index, Lernzielkontrolle, Stimmhygiene, Logopädie, Gesundheitswesen.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung, Durchführung und Evaluation eines situationsspezifischen Gruppentrainings zur Prävention von Stimmstörungen bei Berufssprechern.
Die zentralen Felder sind die gesundheitspolitische Relevanz der Primär- und Sekundärprävention, die methodische Gestaltung eines logopädischen Gruppentrainings sowie die Evaluation mittels kombinierter Messverfahren.
Ziel ist es zu zeigen, dass ein präventives Stimmtraining für eine Kleingruppe von Berufssprecherinnen praktisch umsetzbar ist und eine stimmliche Verbesserung bei den Teilnehmerinnen bewirkt.
Es wird ein Vorher-Nachher-Design verwendet, das objektive Messungen (Stimmfeldanalyse) mit subjektiven Instrumenten (Voice Handicap Index, Lernzielkontrolle und Teilnehmerbefragung) kombiniert.
Der Hauptteil widmet sich der konkreten Kursorganisation, der Durchführung nach dem situationsspezifischen Ansatz sowie der detaillierten Analyse und Diskussion der Studienergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Stimmbelastung, situationsspezifischer Ansatz, Transfer in den Berufsalltag, Prävention und Stimmhygiene.
Das Gruppentraining wurde aufgrund von Kosteneffizienz, der Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und der Anwendung des Modells am Vorbild (Beobachtungslernen) gewählt.
Die Evaluation zeigte, dass die praktische Umsetzung (Transfer) der erlernten Stimmtechniken in den Berufsalltag für die Teilnehmerinnen die schwierigste Herausforderung darstellte und mehr Zeit oder ergänzendes Einzeltraining erfordert hätte.
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