Examensarbeit, 2005
91 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Das Spiel
2.2 Das Sportspiel
2.3 Spielen im Sport
2.4 Kleine Spiele
2.5 Spielregeln
2.6 Spielgeräte
3. Planung der Unterrichtseinheit
3.1 Anthropogene und soziokulturelle Voraussetzungen
3.1.1 Situation der Klasse
3.1.2 Entwicklungsvoraussetzungen
3.1.3 Lernvoraussetzungen
3.1.4 Rahmenbedingungen
3.2 Didaktische Analyse
3.3 Unterrichtsziele
3.4 Methodische Analyse
3.4.1 Sportspielvermittlung
3.4.2 Das Genetische Spielkonzept
4. Durchführung der Unterrichtseinheit
4.1 Die erste Doppelstunde: Erarbeitung theoretischer Grundlagen
4.1.1 Methodische Überlegungen
4.1.2 Unterrichtsziele
4.1.3 Reflexion
4.2 Die zweite Doppelstunde: Entwicklung der Spiele
4.2.1 Methodische Überlegungen
4.2.2 Unterrichtsziele
4.2.3 Reflexion
4.3 Die dritte Doppelstunde: Ausprobieren und Präsentieren der Spiele
4.3.1 Methodische Überlegungen
4.3.2 Unterrichtsziele
4.3.3 Reflexion
4.4 Die vierte Doppelstunde: Abschlussturnier, Wahl des Klassenspiels, Schülerfeedback
4.4.1 Methodische Überlegungen
4.4.2 Unterrichtsziele
4.4.3 Reflexion
5. Schlussbetrachtung
5.1 Auswertung des Fragebogens
5.2 Fazit
Die Arbeit untersucht, wie durch einen schüler- und handlungsorientierten Sportunterricht die "Verstümmelung der Spielkultur" entgegengewirkt werden kann, indem Schüler in einer 8. Klasse eigenständig "Kleine Spiele" entwickeln und erproben. Im Fokus steht dabei die Förderung allgemeiner Spielfähigkeit sowie relevanter Schlüsselkompetenzen durch die Anwendung des genetischen Spielkonzepts.
1. Einleitung
Die Entwicklungsbedingungen heutiger Kinder und Jugendlicher haben sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert. Dies wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus und zeigt sich auch in einem veränderten Spiel- und Bewegungsverhalten. Es betrifft vor allem die Qualität des Spielens. Früher wurde gemeinsam mit anderen auf der Straße oder auf dem Hinterhof gespielt. Es dominierten bewegungsintensive (Sport-)Spiele. Das gemeinsame Spielen leistete einen wichtigen Beitrag zur Sozialisation und kam dem Bewegungsdrang der Kinder und Jugendlichen nach. Heute spielen Kinder und Jugendliche anders. Die Gründe dafür liegen in den veränderten Lebensbedingungen:
Durch die zunehmende Mediatisierung der Kindheit (z.B. durch Fernsehen, Computer) machen Kinder und Jugendliche Erfahrungen oft aus zweiter Hand. Sie erschließen die Welt nicht mehr selbst, sondern durch die Medien. Die Folgen sind Passivität, Bewegungsarmut und Unselbständigkeit.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die veränderten Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen und deren Auswirkungen auf die Spielkultur, woraus das Ziel abgeleitet wird, mittels eigenständiger Spielentwicklung Schlüsselkompetenzen zu fördern.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Spiel, Sportspiel, Kleine Spiele sowie Spielfähigkeit und legt den theoretischen Rahmen für die Unterrichtseinheit dar.
3. Planung der Unterrichtseinheit: Hier werden die anthropogenen und soziokulturellen Voraussetzungen der Klasse analysiert, die didaktische sowie methodische Analyse durchgeführt und die Ziele der Unterrichtseinheit definiert.
4. Durchführung der Unterrichtseinheit: Dieses Kapitel dokumentiert detailliert den Ablauf der vier Doppelstunden, angefangen bei der Theorieerarbeitung über die Entwicklung und Präsentation bis hin zum Abschlussturnier, inklusive der Reflexion der jeweiligen Lehrerrolle.
5. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Evaluation der gesamten Unterrichtseinheit basierend auf einer Schülerbefragung und einem zusammenfassenden Fazit des Autors.
Sportunterricht, Kleine Spiele, Endzonenspiele, Genetisches Spielkonzept, Spielfähigkeit, Schülerzentrierter Unterricht, Handlungsorientierung, Sozialkompetenz, Regeländerung, Selbständigkeit, Teamfähigkeit, Gruppenarbeit, Unterrichtsplanung, Sportdidaktik, Reflexion
Es geht um ein pädagogisches Konzept für den Sportunterricht, bei dem Schüler einer 8. Klasse dazu befähigt werden, selbständig "Kleine Spiele" nach dem Endzonen-Prinzip zu entwickeln, zu erproben und zu präsentieren.
Die zentralen Felder umfassen die Förderung der allgemeinen Spielfähigkeit, die Methodik der Sportspielvermittlung sowie die Entwicklung von Schlüsselqualifikationen wie Eigenverantwortung und Kreativität.
Das Ziel ist es, den Schülern Kompetenzen zu vermitteln, die es ihnen ermöglichen, auch außerhalb des organisierten Sports eigenständig Spielprozesse zu initiieren und zu gestalten.
Der Autor stützt sich primär auf das "genetische Spielkonzept", das den Schüler in den Mittelpunkt der Spielherstellung stellt, ergänzt durch handlungsorientierte Ansätze.
Der Hauptteil ist eine detaillierte Dokumentation und Reflexion von vier Doppelstunden, in denen die Schüler schrittweise vom theoretischen Verständnis von Spielregeln zur eigenständigen Entwicklung eigener Sportspiele geführt werden.
Sportdidaktik, Schülerzentrierter Unterricht, Kleine Spiele, Spielfähigkeit und Handlungsorientierung.
Die Schüler waren laut den Reflexionen des Autors sehr motiviert, empfanden das eigenständige Arbeiten als positiv, wobei sich jedoch auch geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Einschätzung des Schwierigkeitsgrades zeigten.
Das Konzept verlagerte die Aufgabe der Spielherstellung in die Hand der Schüler, wobei der Lehrer lediglich Rahmenbedingungen und Spielideen vorgab, anstatt fertige Spielreihen zu diktieren.
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