Diplomarbeit, 2004
163 Seiten, Note: 1,0
1. EINFÜHRUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIEL DER ARBEIT
1.2 BEGRIFFSERKLÄRUNGEN
1.2.1 Frühwarnsystem
1.2.2 Kennzahlen
1.3 VORGEHENSWEISE UND GEDANKENFLUSSPLAN
2. FRÜHWARNSYSTEME ALS INSTRUMENT DES CONTROLLING ZUR ANALYSE UND PROGNOSE VON ENTWICKLUNGEN IM HOTEL
2.1 UNTERSCHEIDUNG WESENTLICHER BEGRIFFE
2.2 HISTORISCHE ENTWICKLUNG DER FRÜHWARNUNG
2.2.1 Kennzahlen und hochrechnungsorientierte Früherkennung
2.2.2 Indikatororientierte Früherkennung
2.2.3 Strategische Frühaufklärung
2.2.4 Vernetzung der Indikatoren und schwachen Signale
2.3 FRÜHERKENNUNG AUF BASIS VON KENNZAHLEN
2.4 AUFBAU UND AUSGESTALTUNG VON FRÜHWARNSYSTEMEN
2.5 AUFGABEN VON FRÜHWARNSYSTEMEN
3. CHARAKTERISTIK VON KENNZAHLEN
3.1 ARTEN VON KENNZAHLEN
3.1.1 Einteilung nach statistischen Gesichtspunkten
3.1.2 Einteilung nach der Informationskategorie
3.1.3 Einteilung nach dem betriebswirtschaftlichem Inhalt
3.1.4 Einteilung nach der Herkunft der Kennzahlen
3.2 FUNKTIONEN VON KENNZAHLEN
3.3 GRENZEN UND GEFAHREN DES KENNZAHLENEINSATZES IN DER INTERNATIONALEN HOTELLERIE
3.4 AUSSAGEFÄHIGKEIT EINER KENNZAHLENANALYSE IN DER HOTELLERIE
4. KENNZAHLENSYSTEME IN DER INTERNATIONALEN HOTELLERIE
4.1 MONETÄRE KENNZAHLENSYSTEME
4.1.1 DuPont System of Financial Control
4.1.2 ZVEI-Kennzahlensystem
4.1.3 Rentabilitäts- und Liquiditäts-Kennzahlensystem
4.2 STRATEGISCHE KENNZAHLENSYSTEME
4.2.1 Balanced Scorecard
4.2.2 PIMS
4.2.3 Benchmarking
5. ZWECKSETZUNG VON KENNZAHLENSYSTEMEN
5.1 FÜHRUNGSINSTRUMENT
5.2 ANALYSEINSTRUMENT
5.3 INSTRUMENT ZUR PLANUNG, STEUERUNG UND KONTROLLE
5.4 INFORMATIONSINSTRUMENT
6. PLANUNGSRECHNUNG MIT KENNZAHLEN
6.1 KENNZAHLENEINSATZ IM KLEINEN UND GROßEN KONTROLLKREISLAUF
6.2 AUFGABEN BEI DER BUDGETIERUNG
6.3 MANAGEMENTINFORMATIONSSYSTEM
7. KENNZAHLENAUSWERTUNG
7.1 KENNZAHLENERMITTLUNG
7.2 KENNZAHLENDARSTELLUNG
7.3 ZEITVERGLEICH
7.4 SOLL-IST-VERGLEICH
7.5 EXTERNER KENNZAHLENVERGLEICH
7.6 KENNZAHLENBEURTEILUNG
7.7 URSACHENANALYSE
7.8 KENNZAHLENVORGABE
8. KENNZAHLEN FÜR DAS HOTELMANAGEMENT
8.1 OPERATIVE KENNZAHLEN FÜR DAS LOGIS
8.2 OPERATIVE KENNZAHLEN FÜR DAS F&B
8.3 PERSONAL-KENNZAHLEN
9. EMPIRISCHE ÜBERPRÜFUNG DES EINSATZES DER KENNZAHLEN IN DER INTERNATIONALEN HOTELLERIE
9.1 ZIEL UND VORGEHENSWEISE DER UNTERSUCHUNG
9.2 DURCHGEFÜHRTE ERHEBUNGSMETHODE
9.2.1 Umfang der Befragung
9.2.2 Durchführung der Befragung
9.2.3 Konzeption des Fragebogens
9.3 DARSTELLUNG UND KRITISCHE BEURTEILUNG DER ERGEBNISSE DER BEFRAGUNG
10. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
10.1 ZUKUNFTSCHANCEN DER KENNZAHLEN IN DER HOTELLERIE
10.1.1 Empfehlungen für die Praxis
10.1.2 Einführung bzw. Verbesserung eines erfolgreichen Kennzahlensystems
10.2 SCHLUSSBEMERKUNG
Die Arbeit untersucht die Relevanz und Anwendung von operativen Kennzahlen als Frühwarnsystem innerhalb des internationalen Hotelmanagements, um Risiken und Chancen rechtzeitig zu erkennen und fundierte Entscheidungen zu treffen. Dabei wird analysiert, welche Kennzahlen in den Bereichen Logis, F&B und Personal für Hoteldirektoren priorisiert werden und wie diese zur Steuerung des unternehmerischen Erfolgs beitragen.
3.3 Grenzen und Gefahren des Kennzahleneinsatzes in der internationalen Hotellerie
Kennzahlen sind für die Hotellerie unerlässlich. Jedoch ist die Kennzahlenanwendung auch einigen Grenzen und Gefahren ausgesetzt. Der Hotelier muss diese Problemfelder kennen und unter Kontrolle halten, um die Aussagekraft der Kennzahlen nicht zu gefährden.
Zu viele Kennzahlen: In der Praxis besteht das Hauptproblem weniger aus einem Mangel an Informationen, sondern aus der Masse von Kennzahlen, die alle ausgewertet und verarbeitet werden müssen. Da dies die zuständigen Mitarbeiter zu sehr belastet und unnötig ist, bauen sich einige Abteilungsleiter eine eigene „Geheimbuchhaltung“ mit den nötigsten Kennzahlen auf, um daraus Gegensteuerungsmaßnahmen ergreifen zu können. Eine begrenzte Auswahl von Kennzahlen, die wirklich gebraucht werden, um Bereiche des Unternehmens abzubilden, ist wesentlich sinnvoller, als alle Kennzahlen auszuwerten (51). Meistens werden aus diesem Datendschungel jedoch keine Zahlen heraus genommen, wobei die Masse an Zahlen unbrauchbar ist. Die Leistungskennzahlen sollten auf monatlich 20 reduziert werden, was ausreicht um Relevantes abzudecken.
Isolierte Anwendung: Eine isolierte Kennzahlenanwendung führt oft zu Fehlinterpretationen, da die Informationen nicht in den richtigen Leistungszusammenhang gebracht werden. Die Kennzahlen werden falsch gedeutet und führen zu Fehlentscheidungen. Diese Gefahr kann aber durch einen ausgiebigen Kennzahlenvergleich und durch Kennzahlensysteme abgewendet werden. Jedoch unterliegen auch sie wiederum gewissen Gefahren einer falschen Anwendung. Beim Betriebsvergleich muss darauf geachtet werden, dass mit den Klassenbesten und nicht mit den Branchendurchschnittswerten verglichen wird. Im Rahmen eines Kennzahlensystems muss der Entscheidungsträger die Zahlen richtig interpretieren und anwenden können (53). Weist das Restaurant beispielsweise einen zu hohen Wareneinsatz auf, so darf diese Kennzahl nicht isoliert betrachtet werden. Der F&B-Manager, der die Kennzahl interpretiert, muss mittels einer Varianzanalyse zum einen die Preisvarianz und zum anderen die Mengenvarianz aufgeschlüsselt darstellen.
1. EINFÜHRUNG: Diese Einleitung stellt das Thema Kennzahlen als Frühwarnsystem im Kontext des zunehmenden Wettbewerbsdrucks vor und definiert die Forschungsziele.
2. FRÜHWARNSYSTEME ALS INSTRUMENT DES CONTROLLING ZUR ANALYSE UND PROGNOSE VON ENTWICKLUNGEN IM HOTEL: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Frühwarnung und deren historische Entwicklung in vier Generationen erläutert.
3. CHARAKTERISTIK VON KENNZAHLEN: Dieses Kapitel klassifiziert verschiedene Arten von Kennzahlen und erörtert deren Funktionen sowie die Risiken einer isolierten Betrachtung.
4. KENNZAHLENSYSTEME IN DER INTERNATIONALEN HOTELLERIE: Es erfolgt eine detaillierte Vorstellung monetärer und strategischer Kennzahlensysteme wie DuPont, ZVEI, RL-System, BSC und PIMS.
5. ZWECKSETZUNG VON KENNZAHLENSYSTEMEN: Die Arbeit beschreibt die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Kennzahlensystemen als Führungs-, Analyse- und Informationsinstrument.
6. PLANUNGSRECHNUNG MIT KENNZAHLEN: Dieses Kapitel widmet sich dem Einsatz von Kennzahlen im Budgetierungsprozess und der Bedeutung von Managementinformationssystemen.
7. KENNZAHLENAUSWERTUNG: Die Phasen von der Ermittlung bis hin zur Kennzahlenvorgabe werden hier prozessorientiert dargestellt.
8. KENNZAHLEN FÜR DAS HOTELMANAGEMENT: Eine umfangreiche Auflistung operativer Kennzahlen für die Bereiche Logis, F&B und Personal inklusive Berechnungsformeln und Interpretation.
9. EMPIRISCHE ÜBERPRÜFUNG DES EINSATZES DER KENNZAHLEN IN DER INTERNATIONALEN HOTELLERIE: Die Ergebnisse einer Befragung von 36 Hoteldirektoren werden ausgewertet und analysiert.
10. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das Fazit bietet Handlungsempfehlungen für die Praxis und einen Leitfaden zur Einführung oder Verbesserung von Kennzahlensystemen.
Controlling, Frühwarnsystem, Kennzahlen, Hotelmanagement, Balanced Scorecard, PIMS, Benchmarking, Logis, Food and Beverage, Personalkennzahlen, Performance Measurement, Erfolgsfaktoren, Budgetierung, Varianzanalyse, Rentabilität
Die Arbeit befasst sich mit der Nutzung von operativen Kennzahlen im internationalen Hotelmanagement als Frühwarnsystem, um aktuelle Geschäftsentwicklungen zu überwachen und steuernd in den Entscheidungsprozess einzugreifen.
Die Themenfelder umfassen die theoretischen Grundlagen des Controllings, die Analyse etablierter Kennzahlensysteme, die operative Anwendung im Hotelalltag sowie eine empirische Untersuchung zur Priorisierung von Kennzahlen durch Hoteldirektoren.
Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, ob und wie Kennzahlen als Frühwarnsystem Chancen und Risiken in Hotels frühzeitig identifizieren und welche Kennzahlen für das Management dabei als besonders aussagekräftig und relevant eingestuft werden.
Neben einer ausführlichen Literaturanalyse zur Theorie von Kennzahlensystemen stützt sich die Arbeit auf eine empirische Untersuchung mittels Interviews und Fragebögen unter 36 Hoteldirektoren.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Frühwarnsystemen, die Charakteristik von Kennzahlen, eine Darstellung von Kennzahlensystemen (DuPont, BSC, PIMS, Benchmarking) sowie die praktische Ausarbeitung und Erläuterung wichtiger operativer Kennzahlen für die Bereiche Logis, F&B und Personal.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Hotel-Controlling, Kennzahlensysteme, Frühwarnsystem, operative Kennzahlen, Balanced Scorecard und Benchmarking beschreiben.
Da die Hotellerie eine sehr dienstleistungsintensive Branche ist, stellt der Mitarbeiter eine der wichtigsten Ressourcen dar. Die Arbeit unterstreicht daher, dass Personalkennzahlen essentiell für die Analyse der Arbeitsproduktivität und der Mitarbeiterbindung sind.
Die Balanced Scorecard dient als strategisches Managementsystem, das traditionelle Finanzkennzahlen um Kunden-, Prozess- sowie Mitarbeiter- und Lernperspektiven ergänzt, um eine langfristige Strategieausrichtung zu ermöglichen.
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