Diplomarbeit, 2005
77 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Rahmen und Umfeld des Data Minings im Marketing
2.1 Die Datenbasis
2.1.1 Daten – Information – Wissen
2.1.2 Mögliche Datenquellen
2.1.3 Data Warehouse und Data Mart
2.2 Die Analyse
2.2.1 Online Analytical Processing (OLAP)
2.2.2 Data Mining
2.2.3 Der Data Mining Prozess oder Knowledge Discovery in Databases (KDD)
3 Data Mining im Marketing entlang des Kundenlebenszyklus
3.1 Mit Data Mining verbundene Marketingkonzepte
3.2 Systematik der Einsatzmöglichkeiten
3.3 Kundenakquisition
3.3.1 Segmentierung potenzieller Kunden
3.3.2 Bearbeitung der ausgewählten Segmente
3.4 Kundenaktivierung
3.4.1 Datensammlung zur Optimierung vorheriger und künftiger Analysen
3.4.2 Risikoerkennung und -beurteilung
3.5 Kundenbeziehungsmanagement
3.5.1 Selektion profitabler Beziehungen – Kundenbewertung
3.5.2 Entwicklung der Beziehungen – Steigerung des Kundenwerts
3.5.3 Pflege der Beziehungen – Kundenbindung und Abwanderungsverhinderung
3.6 Bewertung der Einsatzmöglichkeiten
4 Neuere Entwicklungen und Potenziale für Data Mining im Marketing
4.1 Externe Einflussfaktoren
4.1.1 Technologie
4.1.2 Gesellschaft und Recht
4.2 Anwendungsgebiete
4.2.1 Web Mining im Marketing
4.2.2 Text Mining im Marketing
4.3 Perspektiven im Data Mining Prozess
4.3.1 Datenerhebung und -speicherung
4.3.2 Datenverarbeitung und -analyse
4.3.3 Informationsdarstellung, -interpretation und -nutzung
5 Fazit
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die systematische Erfassung der Einsatzmöglichkeiten von Data Mining im Marketing sowie die fundierte Analyse bestehender Entwicklungspotenziale unter Berücksichtigung technologischer, rechtlicher und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie Unternehmen aus der stetig wachsenden Datenmenge mittels Data Mining wertvolles Wissen generieren können, um die einzelnen Phasen des Kundenlebenszyklus effizienter zu gestalten und den Unternehmenserfolg nachhaltig zu steigern.
3.3.1 Segmentierung potenzieller Kunden
In der Phase der Kundenakquisition geht es darum, Interessenten aus dem Kreis der Nichtkunden zu gewinnen. Eine undifferenzierte Marktbearbeitung wäre hier aufgrund der vorherrschenden Produkt- und Nachfragevielfalt auf vielen Märkten nicht sinnvoll. Deshalb muss sich das Marketing an den Kundenwünschen orientieren und kundengruppenspezifisch den Markt bearbeiten. Dazu ist eine Segmentierung der Kunden bzw. des Marktes erforderlich, wobei einzelne Kunden so gruppiert werden, dass die gebildeten Gruppen untereinander möglichst heterogen, innerhalb aber möglichst homogen sind. Die Segmente sollten sich dabei auch hinsichtlich Kriterien der Marktbearbeitung unterscheiden, da nur so eine differenzierte Kommunikationspolitik möglich ist.
Seit den 1980er Jahren werden im Marketing statistische Verfahren zur Segmentierung verwendet. Neben Mittelwerten, Standardabweichungen und Histogrammen wird auch die traditionelle statistische Clusteranalyse eingesetzt. Neuere Methoden des Data Mining bieten jedoch insbesondere zwei Vorteile. Zum einen lassen sie sich auch auf extrem große Datenbestände anwenden, zum anderen erlauben sie eine wesentlich feinere und präzisere Segmentierung.
Künstliche Neuronale Netze (KNN), die heute im Data Mining (auch) zur Segmentierung eingesetzt werden, entstanden aus Versuchen heraus, das menschliche Gehirn in seiner Funktionsweise - insbesondere mit seiner Lernfähigkeit - nachzubilden. In der einfachsten Form besteht ein KNN aus drei Schichten: einer Eingabeschicht (input layer), einer verdeckten Schicht (hidden layer) und einer Ausgabeschicht (output layer). Die Eingabeschicht ist aus einem oder mehreren Neuronen zusammengesetzt, die unabhängige Variablen sind. Auch die Ausgabeschicht besteht aus einem oder mehreren Neuronen, die abhängige Variablen sind und von der Eingabeneuronen bestimmt werden. Die verdeckte Schicht verbindet Ein- und Ausgabeschicht und deren Neuronen.
1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die zunehmende Datenflut in Unternehmen und stellt die Notwendigkeit von Data Mining Methoden heraus, um aus großen Datenmengen entscheidungsunterstützendes Wissen zu gewinnen.
2 Rahmen und Umfeld des Data Minings im Marketing: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe der Datenbasis, erläutert die Bedeutung von Data Warehouses und führt in die theoretischen Konzepte der Datenanalyse und des KDD-Prozesses ein.
3 Data Mining im Marketing entlang des Kundenlebenszyklus: Hier werden konkrete Anwendungsgebiete von Data Mining entlang der Phasen Akquisition, Aktivierung und Kundenbeziehungsmanagement sowie die entsprechenden Methoden und Marketingkonzepte detailliert aufgezeigt.
4 Neuere Entwicklungen und Potenziale für Data Mining im Marketing: Das Kapitel widmet sich technologischen, gesellschaftlichen und rechtlichen Einflüssen und betrachtet zukunftsweisende Felder wie Web Mining, Text Mining und Multimedia Data Mining.
5 Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Data Mining nicht als isoliertes technisches Werkzeug, sondern als ganzheitlichen Bestandteil eines professionellen Wissensmanagements zu begreifen.
Data Mining, Marketing, Kundenlebenszyklus, Knowledge Discovery in Databases, KDD, Web Mining, Text Mining, CRM, Customer Relationship Management, Kundenwert, Segmentierung, Künstliche Neuronale Netze, Entscheidungsbäume, Datenschutz, Wissensmanagement
Die Arbeit analysiert, wie Data Mining Methoden im Marketing eingesetzt werden können, um aus der „Datenflut“ strategisch relevantes Wissen zu gewinnen und so den Unternehmenserfolg zu steigern.
Die Arbeit behandelt die Systematik von Data Mining Verfahren, deren Anwendung entlang des Kundenlebenszyklus sowie neue Trends wie Web- und Text-Mining.
Das Ziel ist, Anwendungsbereiche von Data Mining im Marketing systematisch aufzuzeigen und die daraus resultierenden Entwicklungspotenziale unter Berücksichtigung aktueller technologischer und rechtlicher Rahmenbedingungen zu bewerten.
Die Arbeit nutzt eine systematische theoretische Literaturanalyse, um den Status Quo und die Potenziale von Data Mining Methoden im Marketing zu erläutern.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Grundlagen (Kapitel 2), die praktische Anwendung entlang des Kundenlebenszyklus (Kapitel 3) und einen Ausblick auf zukunftsweisende Entwicklungen (Kapitel 4).
Zentrale Begriffe sind Data Mining, CRM, Kundenlebenszyklus, Web Mining, Text Mining, Entscheidungsbäume und Künstliche Neuronale Netze.
Web Mining erlaubt es, Navigationspfade von Internetnutzern zu analysieren und Inhalte sowie Personalisierung optimal auf individuelle Bedürfnisse anzupassen.
Neben der semantischen Mehrdeutigkeit natürlicher Sprache stellen vor allem „dirty texts“ mit Tippfehlern oder unsauberer Syntax eine Hürde dar, die zunehmend durch fortgeschrittene Korrekturverfahren angegangen wird.
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