Examensarbeit, 2005
69 Seiten, Note: 1,5
I. Einleitung
II. Symptomatik von Alkoholkranken
II.1. Das allgemeine Suchtphänomen
II.1.1. Definition
II.1.2. Entstehung der Sucht
II.1.2.1. Soziale Entstehungsfaktoren
II.1.2.2. Personale Entstehungsfaktoren
II.1.2.3. Biologische Entstehungsfaktoren
II.2. Konflikte und Störungen bei Alkoholkranken
II.2.1. Anamnese des Alkoholkranken
II.2.1.1. Phasenmodell
II.2.1.2. Typologie
II.2.2. Physiologische Folgen
II.2.2.1. Internistische Erkrankungen
II.2.2.2. Neurologische Erkrankungen
II.2.3. Soziale Folgen
II.2.4. Psychische Folgen
II.2.4.1. Störungen im affektiv-emotionalen Bereich
II.2.4.2. Beeinträchtigung kognitiver und psycho-motorischer Funktionen
II.2.4.3. Störungen durch Alkoholpsychosen
III. Sporttherapie mit Suchtkranken
III.1. Definition von Sporttherapie
III.2. Möglichkeiten der Sporttherapie bei Alkoholabhängigen
III.2.1. Der physiologische Bereich
III.2.2. Der soziale Bereich
III.2.3. Der psychische Bereich
IV. Zusammenfassung und Ergebnisse
Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Grenzen sporttherapeutischer Maßnahmen als Bestandteil der Rehabilitation bei Alkoholabhängigkeit. Ziel ist es, den gesundheitlichen, sozialen und psychischen Nutzen von Sport sowie die Notwendigkeit einer Integration in ein ganzheitliches therapeutisches Konzept aufzuzeigen.
Prodomale Phase
Wird der Person dann selbst annährend bewusst, dass eine Abhängigkeit entstanden ist, beginnt das heimliche Trinken. Alkohol wird zum notwendigen Regulans der Stimmungslage. Heimliches Trinken, Gier nach Alkohol und immer Trinkbares im Haus, oft durch Anlegen von Verstecken, sind deutliche Anzeichen eines akuten Vorläuferstadiums des Alkoholikers. Um die auftretenden Spannungszustände sofort abzuschwächen, wird umgehend Alkohol getrunken. In diesem Krankheitsstadium wird dem Betroffenen zumindest vage bewusst, dass er bei alltäglichen Konfliktsituationen sofort an Alkohol denkt. Diese Erkenntnis erschließt sich dem Süchtigen auch dadurch, dass sich die Trinkweise im Vergleich zum vorherigen Stadium geändert hat: um die Wirkung schnellstmöglich zu erreichen, wird das erste Glas herunter gekippt, anstatt wie bisher normal getrunken.
Einhergehend mit gierigem Erleichterungstrinken entstehen erste Schuldgefühle. Der Wunsch nach Alkohol rückt zusehends in den Vordergrund, wird aber noch heimlich befriedigt. Im sozialen Umfeld versucht der Betroffene Gespräche über Alkohol zu vermeiden. Ein besonderes Phänomen dieses Stadiums ist, dass der Alkoholkonsum ein verstärktes Bedeutungserleben bewirkt. Der Betroffene empfindet seine Wahrnehmung intensiver und eine verspürt verfeinerte Sensibilität. In Bezug auf die sozialen Situationen kehrt sich allerdings der zunächst positive Effekt des Hemmungsabbaus um, da die Droge zumindest tagsüber, also zu eher unüblichen Zeiten des gesellschaftlichen akzeptierten Alkoholkonsums, konsumiert wird.
Bereits in diesem Stadium der Suchterkrankung treten deutlich erste Tendenzen zur Isolierung auf, auch wenn sie zunächst nicht auf Sanktionen des sozialen Umfelds beruhen, sondern auf der Verheimlichung der Abhängigkeit. Die Wirkung des Alkohols auf die Hirnleistungsfähigkeit macht sich aber tatsächlich bereits negativ bemerkbar. Es treten Gedächtnislücken auf, die sich während des Rausches als so genannte Blackouts und Filmrisse äußern. Diese Erinnerungslücken können sich ebenso auf länger zurückliegende Erlebnisse beziehen, also dem Auftreten von Palimpsest.
I. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die gesellschaftliche Relevanz der Alkoholabhängigkeit und stellt die Notwendigkeit von Sport als Therapiemöglichkeit vor.
II. Symptomatik von Alkoholkranken: Dieses Kapitel erläutert das Suchtphänomen, die Entstehung der Sucht und die vielfältigen physischen, sozialen und psychischen Folgeerscheinungen bei Betroffenen.
III. Sporttherapie mit Suchtkranken: Dieser Abschnitt definiert Sporttherapie und untersucht deren Möglichkeiten bei Alkoholabhängigen in Bezug auf physiologische, soziale und psychische Bereiche.
IV. Zusammenfassung und Ergebnisse: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Sport als unterstützendes und multidisziplinäres Element in der Therapie einzusetzen.
Alkoholabhängigkeit, Sporttherapie, Rehabilitation, Suchtprävention, Phasenmodell, Kontrollverlust, Psychosomatik, Soziale Integration, Motorik, Körperwahrnehmung, Motivationsmangelsyndrom, Resozialisierung, Suchtverlagerung, Ganzheitlichkeit, Lebensqualität.
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen von Sporttherapie als Teil der stationären und ambulanten Rehabilitation von alkoholabhängigen Menschen.
Die zentralen Felder sind die medizinische und psychologische Symptomatik des Alkoholismus sowie die spezifische Anwendung von sporttherapeutischen Methoden zur Bewältigung dieser Folgen.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Sport als Medium in einem multidisziplinären Therapiekonzept helfen kann, physische Fähigkeiten zu regenerieren sowie soziale und psychische Kompetenzen zu stärken.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse und der Reflexion praktischer Erfahrungen in der Kooperation mit einer forensischen Station basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Krankheitsverläufe, der physiologischen und psychischen Schäden sowie eine tiefgehende Untersuchung der sporttherapeutischen Wirkungsweisen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Sporttherapie, Alkoholismus, Rehabilitation, Kontrollverlust, Körperwahrnehmung und Resozialisierung.
Das Phasenmodell dient der Anamnese, um den Grad der Suchterkrankung zu bestimmen und therapeutische Interventionen dem jeweiligen Stadium anzupassen.
Ja, der Autor warnt vor der Gefahr, dass Patienten ihre Suchtstruktur auf sportliche Leistung fixieren, was als eine Art "Sportsucht" interpretiert werden kann.
Die Nachsorge ist entscheidend, um Krisen bei der Reintegration zu kompensieren und eine dauerhafte Lebensstiländerung durch sinnvolle Freizeitgestaltung zu festigen.
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