Diplomarbeit, 2005
79 Seiten, Note: 1.3
1 Einleitung
2 GARCH(1,1) - Modell
2.1 Struktur
2.2 Momente
3 Erweiterte GARCH(1,1) - Modelle
3.1 Struktur
3.2 Momente
4 GARCH(1,1) - Modell: Sequentielle Change-Point-Analyse
4.1 Motivation
4.2 Parameterschätzung für GARCH(1,1) - Modell
4.2.1 Darstellungen für GARCH(1,1) - Modell
4.2.2 Die Quasi-Maximum-Likelihood-Schätzung
4.2.3 Einige Hilfsresultate
4.3 Test
4.3.1 Teststatistik unter H0
4.3.2 Teststatistik unter HA
4.3.3 Beweis von Proposition 4.1
4.3.4 Beweis von Satz 4.5
4.3.5 Beweis von Satz 4.6
Die Arbeit untersucht das GARCH(1,1)-Modell von Bollerslev zur Beschreibung von Finanzzeitreihen und befasst sich primär mit der Frage, wie Strukturbrüche in Form von Parameteränderungen mittels einer sequentiellen Change-Point-Analyse zuverlässig erkannt werden können.
1 Einleitung
Bei finanzökonometrischen Zeitreihen wie Renditen von Aktien- oder Wechselkursen ist häufig beobachtet worden, dass die Renditen selbst zwar unkorreliert sind, ihre quadrierten Werte weisen dagegen seriell eine hohe positive Korrelation auf. Diese Besonderheit hängt damit zusammen, dass die Volatilität, d.h. die bedingte Streuung dieser Zeitreihen nicht konstant ist, sondern im Zeitablauf schwankt. Man bezeichnet diese Eigenschaft als bedingte Heteroskedastizität der Zeitreihe. Als Konsequenz bilden sich Volatilitätscluster: Phasen hoher Volatilität wechseln sich ab mit Phasen geringer Volatilität.
Zur Modellierung von Kapitalmarktdaten wird die Klasse der autoregressiven bedingt heteroskedastischen Prozesse (ARCH-Prozesse) eingesetzt. In diesem stochastischen Modell wird die bedingte Varianz als lineare Funktion von vergangenen quadrierten Werten der Zeitreihe dargestellt. Dadurch können die beschriebenen Charakteristika von Renditen gut abbilden werden. Eine weite Anwendung in der Finanzökonometrie findet insbesondere das verallgemeinerte ARCH - Modell (GARCH - Modell). Hier hängt die bedingte Varianz nicht nur von den vergangenen quadrierten Realisationen der Reihe, sondern zusätzlich von den bedingten Varianzen der Vorperioden ab.
1 Einleitung: Einführung in die Problematik bedingt heteroskedastischer Zeitreihen und Formulierung des Zieles, sequentielle Tests auf Strukturbrüche für GARCH-Modelle zu untersuchen.
2 GARCH(1,1) - Modell: Mathematische Definition des GARCH(1,1)-Prozesses sowie Herleitung von Bedingungen für dessen Stationarität und die Existenz von Momenten.
3 Erweiterte GARCH(1,1) - Modelle: Vorstellung verschiedener Modifikationen (wie NGARCH, EGARCH oder TGARCH) zur Abbildung asymmetrischer Volatilitätseffekte und Untersuchung derer stationärer Lösungen.
4 GARCH(1,1) - Modell: Sequentielle Change-Point-Analyse: Detaillierte Analyse eines sequentiellen Tests zur Detektion von Parameteränderungen, einschließlich Parameterschätzung und asymptotischer Verteilung der Teststatistik.
GARCH(1,1), bedingte Heteroskedastizität, Volatilität, Finanzzeitreihen, Change-Point-Analyse, Stationarität, Strukturbruch, Quasi-Maximum-Likelihood-Schätzung, Teststatistik, Stoppzeit, Autoregressive Modelle, Renditen, Volatilitätscluster, Ergodizität, asymptotische Normalverteilung
Die Arbeit analysiert stochastische Prozesse mit nicht konstanter Volatilität, sogenannte GARCH-Modelle, und entwickelt Methoden, um Veränderungen in deren Struktur über die Zeit statistisch nachzuweisen.
Die zentralen Themen sind die theoretischen Eigenschaften von GARCH(1,1)-Modellen (Stationarität, Momente), Erweiterungen dieser Modelle sowie die Anwendung sequentieller statistischer Tests zur Identifikation von Strukturbrüchen.
Das Hauptziel ist es, einen sequentiellen Test für GARCH(1,1)-Prozesse zu spezifizieren, der es erlaubt, abrupte Änderungen der Modellparameter zeitnah zu erkennen.
Es werden finanzökonometrische Modellierung, Methoden der Stochastik sowie asymptotische Testtheorie und Quasi-Maximum-Likelihood-Schätzverfahren verwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des GARCH(1,1)-Modells, die Diskussion verschiedener Modellerweiterungen zur Abbildung von Leverage-Effekten sowie die formale Herleitung und Untersuchung des sequentiellen Change-Point-Tests.
Wichtige Begriffe sind GARCH(1,1), bedingte Heteroskedastizität, Volatilität, Change-Point-Analyse, Stationarität und asymptotische Normalverteilung.
Das Standardmodell nimmt einen symmetrischen Effekt von Schocks auf die Volatilität an. In der Praxis beobachtet man jedoch oft, dass negative Nachrichten (z.B. Kursverluste) die Volatilität stärker beeinflussen als positive (Leverage-Effekt).
Bei Ankunft neuer Daten wird fortlaufend geprüft, ob die Teststatistik einen vordefinierten Schwellenwert überschreitet. Ist dies der Fall, wird auf einen Strukturwechsel entschieden und die Prozedur gestoppt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

