Bachelorarbeit, 2004
46 Seiten, Note: 1
1. EINLEITUNG
2. BEGRIFFSKLÄRUNGEN
2.1. Kultur
2.2. Individuum und Kultur
2.3. Eine Kultur „verstehen“
2.4. Kulturschock
3. INTERKULTURELLE KOMMUNIKATION
4. STRUKTURMERKMALE WESTLICHER UND JAPANISCHER KULTUREN
4.1. Was ist der Westen?
4.2. Hofstedes vier Dimensionen von Kultur
4.2.1. Machtdistanz
4.2.2. Individualismus vs. Kollektivismus (Spiegl 2001:11)
4.2.3. Männlich vs. weiblich
4.2.4. Konfuzianismus
4.3. „Low-Context“ Kultur versus „High-Context“ Kultur
5. INTERKULTURELLES TRAINING
5.1. Rollenspiel
5.2. Kontrastkultur
5.3. Simulationsspiele
5.4. Kritische Ereignisse
6. STRUKTURMERKMALE DER SEMINARE ZUR INTERKULTURELLEN KOMMUNIKATION
7. AUSWERTUNG MEINER UMFRAGE ZUR NOTWENDIGKEIT INTERKULTURELLER SEMINARE
7.1. Allgemeine Angaben
7.2. Interkulturelle Seminare
7.3. Wichtigkeit kultureller Bereiche
7.4. Nützliche Methoden zur Vermittlung interkultureller Kompetenzen
7.5. Zusammenfassende Bemerkungen
8. ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit untersucht die Grundlagen interkultureller Kommunikation und den Kulturschock, um daraus Methoden für ein effektives interkulturelles Training abzuleiten. Ein besonderer Fokus liegt auf der Analyse spezifischer Seminarangebote für den japanisch-westlichen Geschäftsalltag, ergänzt durch eine empirische Erhebung zur Notwendigkeit solcher interkultureller Kompetenzvermittlung.
2.4. Kulturschock
Ein wichtiges Schlüsselwort, das es näher zu betrachten gilt, ist das des Kulturschocks. Wenn Menschen in ein anderes Land kommen und ein neue Kultur vor sich haben, kann das eine Art „Schock“ für sie bedeuten, weil sie sich möglicherweise nicht sofort zurecht finden.
Jeder Mensch internalisiert im Laufe der eigenen Sozialisation die Werte und Verhaltensweisen seiner eigenen Kultur. Dadurch nimmt er seine Außenwelt als kulturelle Selbstverständlichkeiten wahr und reagiert darauf.
„Wird er jedoch mit fremdkulturellen Normen und Verhaltensmustern konfrontiert, werden diese Selbstverständlichkeiten grundlegend in Frage gestellt, woraus tief greifende Verunsicherungen, Angstgefühle, Depressionen und regelrechte Identitätskrisen resultieren können.“ (Spiegl 2001:6)
Diese Form von Stress wird als Kulturschock bezeichnet. Er wird durch einen Wechsel von einer bekannten zu einer völlig unbekannten kulturellen Umgebung ausgelöst, die zu Orientierungsverlust führen kann.
1. EINLEITUNG: Überblick über das Thema interkulturelle Kommunikation, die Forschungsrelevanz des Kulturschocks und die methodische Herangehensweise durch Seminaranalyse und Umfrage.
2. BEGRIFFSKLÄRUNGEN: Definition von Kultur, des Verhältnisses zwischen Individuum und Kultur, dem Konzept des „Verstehens“ und Erläuterung der Phasen des Kulturschocks.
3. INTERKULTURELLE KOMMUNIKATION: Untersuchung des Kommunikationsbegriffs und der speziellen Dynamiken in der Kommunikation zwischen verschiedenen Kulturkreisen.
4. STRUKTURMERKMALE WESTLICHER UND JAPANISCHER KULTUREN: Analyse kultureller Unterschiede mittels Hofstedes Dimensionen sowie der Gegenüberstellung von High-Context- und Low-Context-Kulturen.
5. INTERKULTURELLES TRAINING: Vorstellung und Erläuterung methodischer Ansätze wie Rollenspiele, Kontrastkultur, Simulationsspiele und kritische Ereignisse.
6. STRUKTURMERKMALE DER SEMINARE ZUR INTERKULTURELLEN KOMMUNIKATION: Detaillierte Analyse der Inhalte und Schwerpunkte von drei spezifischen Seminarprogrammen für Japan.
7. AUSWERTUNG MEINER UMFRAGE ZUR NOTWENDIGKEIT INTERKULTURELLER SEMINARE: Grafische und interpretative Darstellung der Umfrageergebnisse zu Relevanz und Methoden interkultureller Kompetenz.
8. ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Rückschau auf die behandelten Konzepte und Bestätigung der Notwendigkeit interkultureller Vorbereitung für den geschäftlichen Erfolg.
Interkulturelle Kommunikation, Kulturschock, Japan, Wirtschaft, interkulturelles Training, Hofstede, High-Context, Low-Context, Ethnozentrismus, Rollenspiel, Konfuzianismus, Kommunikation, Kompetenz, Umfrage, Unternehmenskultur.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen interkultureller Kommunikation und der praktischen Notwendigkeit interkultureller Vorbereitung, insbesondere für den Geschäftsverkehr mit Japan.
Die zentralen Felder sind Kulturbegriffe, das Phänomen des Kulturschocks, kulturelle Strukturmerkmale (z.B. nach Hofstede), interkulturelle Trainingsmethoden sowie die Analyse realer Seminarangebote.
Das primäre Ziel ist es, die Notwendigkeit und geeignete Methoden der interkulturellen Kompetenzvermittlung zu untersuchen, um Missverständnisse in japanisch-westlichen Geschäftsbeziehungen zu minimieren.
Die Arbeit kombiniert eine Literaturrecherche zu soziologischen Konzepten mit einer eigenen empirischen Erhebung in Form eines Online-Fragebogens sowie einer vergleichenden Analyse von Trainingsinhalten.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Unterschiede zwischen japanischen und westlichen Kulturmerkmalen, beleuchtet Trainingsmethoden und untersucht, wie spezifische Seminare versuchen, interkulturelle Kompetenz zu vermitteln.
Interkulturelle Kommunikation, Japan, Kulturschock, Management-Training und interkulturelle Kompetenz sind die prägenden Begriffe.
Das Konzept erklärt, warum Kommunikation in Japan (High-Context) für Europäer (Low-Context) oft schwierig ist, da Informationen nicht immer explizit ausgesprochen werden, was zu Fehlinterpretationen führt.
Die Umfrage bestätigte, dass die überwiegende Mehrheit der Befragten interkulturelle Seminare für sehr wichtig hält und kulturelle Unterschiede in der Kommunikation mit Japanern als signifikante Hürde betrachtet.
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