Examensarbeit, 2004
146 Seiten, Note: 1,0 (sehr gut)
1. Einleitung
1.1 Differenzierung der Begrifflichkeiten
1.2 Ziel der Arbeit
2. Definition und Klassifikation der Adipositas im Kindes- und Jugendalter
2.1 Methoden zur Bestimmung von Übergewicht
2.1.1 Der Body Mass Index
2.1.2 Die Methode nach Broca
2.1.3 Bioelektrische Impedanz-Analyse
2.1.4 Hautfaltendickemessung
2.1.5 Die Taille-Hüft-Relation (WHR)
2.1.6 Weitere Methoden
2.2 Klassifikation
3. Ursachen und Faktoren zur Entstehung von Adipositas im Kindes- und Jugendalter
3.1 Genetische Ursachen
3.2 Ernährung
3.2.1 Energieverbrauch und Stoffwechsel
3.2.2 Wahrnehmung des Hungers
3.2.3 Relation zwischen Nahrung und Körper
3.2.4 Macht Fett wirklich Fett?
3.3 Psychosoziale Faktoren
3.3.1 Der Einfluss der Familie
3.3.1.1 Verwöhnende Erziehung
3.3.1.2 Die fürsorgliche Mutter
3.3.1.3 Rivalität unter Geschwistern
3.3.2 Persönlichkeitsmerkmale
3.3.3 Andere Faktoren
3.4 Bewegung
3.5 Kritische Lebensphasen
3.6 Weitere Theorien
4. Folgen und Konsequenzen von Adipositas im Kindes- und Jugendalter
4.1 Medizinische Konsequenzen
4.2 Psychosoziale Folgen
4.3 Ökonomische Folgen
5. Therapiemöglichkeiten
5.1 Ernährungstherapie
5.2 Bewegungstherapie
5.3 Verhaltenstherapie
5.4 Weitere Therapiemöglichkeiten
5.4.1 Chirurgische Maßnahmen
5.4.2 Medikamentöse Therapie
5.5 Zusammenfassung
6. Therapieprogramme
6.1 Obeldicks Datteln
6.2 ADIFIT Osnabrück
6.3 FITOC Freiburg
6.4 Moby Dick Hamburg
6.5 Weitere Therapieprogramme
6.6 Vergleich der Programme
6.7 Schwerpunkt der Bewegung in den Programmen
6.7.1 Die „offenen Sportgruppen“ beim Obeldicks Programm
6.7.2 Die Bewegungstherapie bei ADIFIT
6.8 Mögliche Nebenwirkungen von Therapieprogrammen
7. Körperliche Aktivität bei Kindern und Jugendlichen mit Übergewicht und Adipositas
7.1 Stand der motorischen Leistungen von Kindern
7.2 Welches Bewegungs- und Sportangebot benötigen Kinder und Jugendliche?
7.3 Was kann der Sportunterricht bzw. der Sporterzieher im Umgang mit Adipositas tun?
7.4 Prävention der Adipositas durch Sport, Bewegung und körperliche Aktivität?
8. Stellungnahme – Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Ursachen, gesundheitlichen sowie psychosozialen Folgen von Adipositas bei Kindern und Jugendlichen zu erörtern und die Rolle körperlicher Aktivität als essenzielle Therapiemaßnahme hervorzuheben. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, wie Sportprogramme gestaltet sein müssen, um betroffene Kinder nachhaltig zu motivieren und ihre Lebensqualität durch einen aktiven Lebensstil zu verbessern.
1 EINLEITUNG
„Übergewicht kostet Menschenleben – alleine in Europa rund 200 000. Und es kostet Geld – 71 Milliarden Euro jährlich nur in Deutschland. Zehntausende Kinder sind auf tödliche Herz-Kreislauf-Krankheiten gleichsam programmiert – eine Tragik, die nach Gegenmaßnahmen schreit. Das Missverhältnis zwischen Energiezufuhr und Energieverbrauch ist oft groß: wer isst wie ein Bergarbeiter, Bewegung aber eher als virtuelles (PC-) Ereignis versteht, ist in Gefahr.“¹
Dermaßen prägnant und unverblümt bringt es die Neue Osnabrücker Zeitung (vgl. Anhang 1) ihren Lesern auf den morgendlichen Frühstückstisch. Trotz des heutzutage herrschenden Idealbildes junger, sportlicher und schlanker Menschen steigt die Zahl der dicken, übergewichtigen und adipösen Kinder und Jugendlichen deutlich an. Weiterhin ist zu erwarten, dass sich die oben genannten Folgen in den kommenden Jahren noch verschlimmern.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Adipositas-Epidemie im Kindes- und Jugendalter und deren gesellschaftliche sowie ökonomische Auswirkungen, während die Zielsetzung der Arbeit auf die Rolle der Bewegung fokussiert wird.
2. Definition und Klassifikation der Adipositas im Kindes- und Jugendalter: Dieses Kapitel erläutert medizinische Definitionen von Adipositas und stellt Methoden zur Bestimmung von Übergewicht, insbesondere den BMI, im Kontext von Wachstum und Entwicklung vor.
3. Ursachen und Faktoren zur Entstehung von Adipositas im Kindes- und Jugendalter: Hier werden genetische, familiäre, psychosoziale sowie ernährungsphysiologische Ursachen untersucht, um ein umfassendes Verständnis für die Entstehung der Adipositas zu schaffen.
4. Folgen und Konsequenzen von Adipositas im Kindes- und Jugendalter: Das Kapitel analysiert die medizinischen, psychosozialen und ökonomischen Auswirkungen von Übergewicht, die weit über das Kindesalter hinaus Bestand haben können.
5. Therapiemöglichkeiten: Es wird die Notwendigkeit ganzheitlicher Therapiekonzepte (Ernährung, Bewegung, Verhalten) diskutiert, wobei die Rolle der Motivation und die Struktur ambulanter versus stationärer Behandlungen im Vordergrund stehen.
6. Therapieprogramme: Verschiedene deutsche Schulungsprogramme wie Obeldicks, ADIFIT und Moby Dick werden vorgestellt und im Hinblick auf ihre pädagogischen Schwerpunkte und Erfolgsraten verglichen.
7. Körperliche Aktivität bei Kindern und Jugendlichen mit Übergewicht und Adipositas: Dieses Kapitel widmet sich dem motorischen Leistungsstand heutiger Kinder und der entscheidenden Rolle, die Sportunterricht und tägliche körperliche Aktivität bei der Prävention spielen.
8. Stellungnahme – Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert strukturelle Verbesserungen im Schul- und Gesundheitswesen sowie eine stärkere Einbindung der Eltern bei der Bekämpfung der „Epidemie des 3. Jahrtausends“.
Adipositas, Übergewicht, Kinder und Jugendliche, Ernährung, Bewegungstherapie, Verhaltenstherapie, Sportpädagogik, Energiebilanz, BMI, Perzentilen, Gesundheitsprävention, Familienarbeit, Psychomotorik, Adipositas-Schulung, motorische Defizite
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Adipositas im Kindes- und Jugendalter, beleuchtet die Ursachen und Folgen und bewertet verschiedene Therapieprogramme in Bezug auf ihre Wirksamkeit.
Die Arbeit behandelt die medizinische Definition, die vielfältigen Ursachen, die weitreichenden gesundheitlichen sowie sozialen Folgen und insbesondere die Bedeutung von Sport und Bewegung als Therapiebausteine.
Das Hauptziel ist es, die Notwendigkeit von Bewegung in der Adipositastherapie herauszustellen und aufzuzeigen, wie Programme gestaltet sein müssen, damit Kinder die Lust am Sport wiedergewinnen.
Der Autor stützt sich auf eine umfassende Literaturanalyse sowie eigene Beobachtungen und praktische Einblicke in existierende Therapieprogramme wie „Obeldicks“ und „ADIFIT“.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Ursachen und Folgen, eine detaillierte Vorstellung und einen Vergleich von Therapieprogrammen sowie eine pädagogische Auseinandersetzung mit der Rolle der Bewegung in Schule und Alltag.
Adipositas, körperliche Aktivität, Prävention, Ernährung, Verhaltenstherapie und Gesundheitsförderung sind die prägenden Begriffe dieser Arbeit.
Bewegung ist laut Autor eine tragende Säule, da sie nicht nur den Energieverbrauch steigert und Muskelmasse aufbaut, sondern auch das Selbstwertgefühl der Kinder durch Erfolgserlebnisse stärkt.
Die Eltern fungieren als Modelle für das Ess- und Bewegungsverhalten; eine nachhaltige Umstellung gelingt nur, wenn das gesamte familiäre Umfeld miteinbezogen wird.
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