Diplomarbeit, 2001
228 Seiten, Note: 1,6
1. EINLEITUNG
1.1. Problemstellung – das Anliegen der Arbeit
1.2. Abgrenzung des zu behandelnden Themenbereiches
1.3. Aufbau der Arbeit
1.4. Der Begriff der Sozialen Kompetenz
2. SOZIALE KOMPETENZTRAININGS IN IHRER VIELFALT
2.1. Anwendungsbereiche
2.2. Zielgruppen
2.3. Trainings mit Jugendlichen
2.3.1. Was Sandkastenrocker von Heulsusen lernen können
2.3.2. Unverletzende Selbstbehauptung
2.4. Resümee
3. DAS GRUPPENTRAINING SOZIALER KOMPETENZEN NACH HINSCH / PFINGSTEN
3.1. Entstehung sozialer Kompetenzprobleme in der Präadoleszenz
3.1.1. Überforderungssituationen
3.1.2. Erwerb sozialer Ängste
3.1.3. Lerndefizite
3.1.4. Erfahrungen mit Selbstverstärkung / Selbstbestrafung
3.2. Konzeption des GSK und allgemeine Vorgehensweise
3.2.1. Drei Typen sozialer Situationen
3.2.1.1. Recht durchsetzen (Typ R)
3.2.1.2. Beziehungen (Typ B)
3.2.1.3. Um Sympathie werben (Typ S)
3.2.2. Trainingselemente des GSK
3.2.2.1. Trainingselemente auf der kognitiven Ebene
3.2.2.2. Trainingselemente auf der emotionalen Ebene
3.2.2.3. Trainingselemente auf der motorischen Ebene
4. DIE KONTAKTSTELLE UND IHRE JUGENDLICHEN
4.1. Die Kontaktstelle für Ambulante Jugendhilfe in Ludwigsburg
4.1.1. Die Strukturen
4.1.2. Vier verschiedene Betreuungsformen
4.1.2.1. Das Betreute Jugendwohnen (BJW)
4.1.2.2. Die Übergangsbetreuung (ÜB)
4.1.2.3. Die Erziehungsbeistandschaft (EB)
4.1.2.4. Die Intensive Sozialpädagogische Einzelfallhilfe (ISE)
4.1.3. Rechtliche Grundlagen der Arbeit in der Kontaktstelle
4.2. Qualifikation der Mitarbeiter
4.3. Die Jugendlichen
4.3.1. Gesellschaftliche Situation Jugendlicher
4.3.2. Besonderheiten Jugendlicher in der Ambulanten Jugendhilfe
4.3.3. Die Rolle der Sozialarbeit
5. DAS GSK IN DER KONTAKTSTELLE
5.1. Warum das Training in der Kontaktstelle ?
5.2. Wozu ? ‡ Ziel des GSK im Kontext der Kontaktstelle
5.3. Modifikationen und Besonderheiten des Trainings
5.3.1. Modifikationen
5.3.2. Das Training in einer Gruppe Jugendlicher – Chancen und Risiken
6. DURCHFÜHRUNG DES TRAININGS IM HERBST 2000
6.1. Mitwirkende
6.2. Ablauf
6.3. Materialien
7. METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN ZUR ERKENNTNISGEWINNUNG
7.1. Eine Evaluation ?
7.2. Mein Erkenntnisinteresse
7.3. Die Informationsquellen
7.3.1. Die Stundenbögen
7.3.1.1. Inhalt des Stundenbogens
7.3.1.2. Vorgehen bei der Auswertung
7.3.2. Leitfadeninterviews
7.3.2.1. Auswahl der interviewten Jugendlichen
7.3.2.2. die Form des Interviews
7.3.2.3. Aufbau des Interviewleitfadens
7.3.2.4. Durchführung der Interviews
7.3.2.5. Vorgehen zur Auswertung der Interviews
8. AUSWERTUNGEN UND ERGEBNISSE
8.1. Auswertung der Stundenbögen
8.2. Ergebnisse der Interviews
8.2.1. Vorgeschichte, Erwartungen, „Motivationsträger“
8.2.2. Rahmenbedingungen des Trainings
8.2.2.1. Zeitpunkt und Räumlichkeiten
8.2.2.2. Training in der GRUPPE und Abendessen
8.2.3. Methoden des Trainings
8.2.3.1. Materialien
8.2.3.2. Verständlichkeit der Erklärungen der Trainer
8.2.3.3. Rollenspiele
8.2.3.4. Video- bzw. Tonkassettenaufnahmen
8.2.3.5. Hausaufgaben
8.2.3.6. Entspannungstraining
8.2.3.7. Umfang des Trainings und der einzelnen Trainingseinheiten
8.2.4. Beziehungen
8.2.4.1. Stimmung und Atmosphäre während des Trainings
8.2.4.2. Beziehungen unter den Teilnehmern
8.2.4.3. Verhältnis zu den Trainern
8.2.5. Transfer der Trainingsinhalte in den Alltag und abschließende Reflexion des Trainings durch die Jugendlichen
8.2.5.1. Eindruck, dass das Training weitergeholfen hat
8.2.5.2. Nachhaltig Eindrückliches
8.2.5.3. AHA – Erlebnis (Situation im Alltag, die im Training vorgeübt wurde)
8.2.5.4. sekundäre Gewinne aus dem GSK
8.3. Zusammenfassung & Konsequenzen
9. ÄNDERUNGSVORSCHLÄGE – NACH AUSEINANDERSETZUNG MIT KRITISCHEN FAKTOREN
9.1. Diskriminations- bzw. Unterscheidungstraining
9.2. Instruktionspapiere für selbstsicheres Verhalten
9.3. Rollenspiele
9.3.1. Handeln statt darüber reden
9.3.2. Situationen vorgeben oder selbst entwerfen ?
9.3.3. vorgegebene Rollenspiele
9.3.4. Rollenspiele selbst entwerfen
9.4. Änderungen der Materialblätter
9.5. Zusammenfassung
10. GSK UND SOZIALARBEIT
10.1. Sozialarbeit versus Therapie
10.2. Einbettung des Trainings in die Arbeit in der Kontaktstelle
11. ZUSAMMENFASSENDE BETRACHTUNG / RESÜMEE / OFFENE FRAGEN
11.1. Kurz – Resümee der Arbeit
11.2. Wechselseitiges Lernen
11.3. Freiwilligkeit und Prävention
11.4. offene Fragen:
11.4.1. intellektuelles Niveau des Trainings
11.4.2. Aussteiger
11.4.3. Sozialarbeiter/innen als Trainer/innen
11.5. „Unverletzende Selbstbehauptung“ statt GSK
Die Diplomarbeit untersucht die Anwendung und Wirksamkeit des „Gruppentrainings sozialer Kompetenzen“ (GSK) nach Hinsch und Pfingsten im Kontext einer Kontaktstelle für ambulante Jugendhilfe. Ziel ist es, die Sinnhaftigkeit und Angemessenheit des ursprünglich für Erwachsene konzipierten Programms für Jugendliche zu prüfen, die Wirksamkeit durch die Einschätzungen der teilnehmenden Jugendlichen zu bewerten und konkrete Änderungsvorschläge zur Optimierung des Trainings zu erarbeiten.
Die Kontaktstelle für Ambulante Jugendhilfe in Ludwigsburg
Die Kontaktstelle für Ambulante Jugendhilfe ist Teil der Kinder- und Jugendhilfe der Karlshöhe Ludwigsburg.
Die Karlshöhe ist Mitglied des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Württemberg. Auf der Karlshöhe leben und arbeiten heute ca. 800 Menschen in verschiedenen Einrichtungen der Behindertenhilfe, der Wohnungslosenhilfe, Altenhilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe.
Das Angebot der Kinder- und Jugendhilfe reicht von stationären über teilstationäre bis hin zu ambulanten Hilfeangeboten. Auch Schulsozialarbeit, Inobhutnahme und Notaufnahme in Familien werden von der Kinder- und Jugendhilfe der Karlshöhe realisiert.
1. EINLEITUNG: Die Autorin erläutert die Problemstellung und Motivation für ihre Arbeit, die in einem Praxissemester in der ambulanten Jugendhilfe ihren Ursprung fand.
2. SOZIALE KOMPETENZTRAININGS IN IHRER VIELFALT: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene Trainingsansätze und deren unterschiedliche Zielgruppen, wobei der Fokus auf Trainings mit Jugendlichen liegt.
3. DAS GRUPPENTRAINING SOZIALER KOMPETENZEN NACH HINSCH / PFINGSTEN: Hier werden die theoretischen Grundlagen, die Entstehung von Kompetenzproblemen und das spezifische Konzept des GSK ausführlich dargestellt.
4. DIE KONTAKTSTELLE UND IHRE JUGENDLICHEN: Die Arbeit beschreibt die Strukturen der Kontaktstelle in Ludwigsburg sowie die Lebenssituation und besonderen Anforderungen der betreuten Jugendlichen.
5. DAS GSK IN DER KONTAKTSTELLE: Dieses Kapitel erörtert die Motivation für den Einsatz des Trainings in der Einrichtung und welche spezifischen Modifikationen für die Zielgruppe vorgenommen wurden.
6. DURCHFÜHRUNG DES TRAININGS IM HERBST 2000: Hier wird das konkrete Trainingsprojekt beschrieben, einschließlich der Teilnehmerzusammensetzung, des zeitlichen Ablaufs und der verwendeten Materialien.
7. METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN ZUR ERKENNTNISGEWINNUNG: Die Autorin legt die methodische Vorgehensweise dar, insbesondere die Kombination aus quantitativen Stundenbögen und qualitativen Leitfadeninterviews.
8. AUSWERTUNGEN UND ERGEBNISSE: Das zentrale Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Befragungen, unterteilt in die quantitative Auswertung der Fragebögen und die qualitative Analyse der Interviews.
9. ÄNDERUNGSVORSCHLÄGE – NACH AUSEINANDERSETZUNG MIT KRITISCHEN FAKTOREN: Basierend auf den Ergebnissen werden konkrete Vorschläge zur methodischen Anpassung und Verbesserung der Trainingsinhalte und -materialien unterbreitet.
10. GSK UND SOZIALARBEIT: Die Autorin reflektiert kritisch den Einsatz eines verhaltenstherapeutischen Modells im sozialarbeiterischen Kontext und dessen Einbettung in die laufende Betreuung.
11. ZUSAMMENFASSENDE BETRACHTUNG / RESÜMEE / OFFENE FRAGEN: Die Arbeit schließt mit einem Resümee, diskutiert offene Fragen zum intellektuellen Niveau und zum Umgang mit Aussteigern und stellt eine alternative Trainingsform vor.
Ambulante Jugendhilfe, Gruppentraining sozialer Kompetenzen, GSK, Sozialpädagogik, Jugendliche, Verhaltenstraining, Evaluation, Rollenspiele, Selbstsicherheit, Kompetenzdefizite, Jugendwohnen, Sozialarbeit, Trainingsevaluation, Prävention.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Evaluation und Optimierung des verhaltenstherapeutischen „Gruppentrainings sozialer Kompetenzen“ (GSK) im spezifischen Umfeld einer Kontaktstelle für ambulante Jugendhilfe.
Zentrale Themen sind die Anpassung standardisierter Trainingsprogramme für Jugendliche, die Durchführung und Auswertung eines konkreten Trainingskurses sowie die Einbettung solcher Maßnahmen in den sozialpädagogischen Alltag.
Ziel ist es, zu prüfen, wie das GSK in der Kontaktstelle angemessen durchgeführt werden kann und welche Modifikationen notwendig sind, um es für die spezifischen Bedürfnisse der Jugendlichen zu optimieren.
Die Autorin kombiniert quantitative Datenerhebung durch standardisierte Stundenbögen nach jeder Trainingseinheit mit qualitativen Leitfadeninterviews mit den teilnehmenden Jugendlichen.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des GSK, die Vorstellung der Kontaktstelle, die detaillierte Beschreibung des durchgeführten Trainings im Herbst 2000 sowie eine ausführliche Auswertung der erzielten Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind insbesondere ambulante Jugendhilfe, Gruppentraining sozialer Kompetenzen (GSK), Jugendliche, Verhaltenstraining und Evaluation.
Die befragten Jugendlichen empfanden die Selbstlob-Übungen als besonders schwierig und unangenehm, da dies ihren gelernten Denkmustern widersprach und als "unnatürlich" oder "peinlich" wahrgenommen wurde.
Das Abendessen fungierte als wichtiger Rahmen für eine entspannte Atmosphäre, förderte den Austausch unter den Teilnehmern und wurde von den Jugendlichen als wesentlicher Faktor für ihr kontinuierliches Erscheinen genannt.
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