Diplomarbeit, 2004
138 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielstellung
1.3 Vorgehensweise
2 Grundlagen
2.1 Begriffe
2.1.1 Automobil
2.1.2 Vertrieb
2.1.2.1 Einordnung und Definition des Vertriebs
2.1.2.2 Distributionspolitik
2.1.3 Verkauf
2.2 Die GVO als Rahmenbedingung
2.3 Methoden
2.3.1 Situationsanalyse
2.3.2 Interview und Marktforschung
3 Ist-Zustand der aktuellen Vertriebsstrukturen im Automobilbereich
3.1 Allgemeine Marktsituation im Automobilhandel
3.2 Grundlagen der Vertriebsstruktur im Automobilbereich
3.2.1 Absatzkanal, Absatzweg und Absatzmittler
3.2.2 Rechtliche Grundlagen des Automobilvertriebs
3.3 Horizontale Absatzkanalstruktur
3.3.1 Intensives Vertriebskonzept
3.3.2 Selektives Vertriebskonzept
3.3.3 Exklusives Vertriebskonzept
3.4 Vertikale Vertriebsstruktur
3.4.1 Direkt vs. Indirekt
3.4.2 Einstufig vs. Mehrstufig
3.4.3 Kombinationen aus direktem und indirektem Vertrieb
3.5 Aktuelle Absatzkanalstruktur
3.5.1 Aktuelle Ausgestaltung
3.5.2 Vertragliche Ausgestaltung / Kontraktkonzept
3.5.2.1 Vertragshändlervertrag
3.5.2.1 Vermittlervertrag
3.5.2.3 Kommissionsvertrag
3.5.3 Besondere Relevanz der Vertriebskosten
4 Trends im Automobilvertrieb
4.1 ... bei Endabnehmern
4.2 ... bei Herstellern und Importeuren
4.2.1 Direktvertrieb
4.2.2 Renditeorientierung
4.2.3 Preisharmonisierung
4.3 ... bei Absatzmittlern
4.3.1 Automall und Automeile
4.3.2 Einzelhandel
4.3.3 Vermittler
4.3.4 Spezialisierung der Handelsformate
4.3.5 Konzentration der Handelsformate
4.3.5.1 Systemhändler
4.3.5.2 Satellitenhändler
4.3.5.3 Mehrmarkenhändler
4.3.5.4 Megadealer
4.3.5.5 Handelsbranding
4.3.6 Konsolidierung der Händlernetze
4.4 ... im Allgemeinen
4.4.1 Internet
4.4.1.1 Internet im Vertriebskanal
4.4.1.2 Internet außerhalb des Vertriebskanals
4.4.2 Professionalisierung der Handelsorganisationen
5 Fazit
Diese Arbeit analysiert die aktuellen Vertriebsstrukturen deutscher Neufahrzeughersteller und Importeure unter dem Einfluss der GVO 1400/2002 sowie aktueller Markttrends. Dabei wird untersucht, wie Hersteller und Händler auf den Wandel vom Verkäufer- zum Käufermarkt reagieren, um Transaktionskosten zu senken und die Umsatzrendite zu steigern.
4.2.1 Direktvertrieb
Der Direktvertrieb ist der Absatz von Waren unter Umgehung von Handelsstufen. Der Grundsatz der Selbstbestimmung der Absatzwege in einer freien Marktwirtschaft legitimiert den direkten Vertrieb. Er findet im deutschen Neufahrzeugvertrieb über Niederlassungen und über hersteller- bzw. importeurseigene Absatzmittler statt. Selbstverständlich können diese über Filialen bzw. Satelliten verfügen (s.a. 4.3.5.2).
„Die Anzahl der Niederlassungen hat sich im vergangenen Jahr um 10% gesteigert.“ Hauptsächlich ist es auf den Ausbau der Chrysler Niederlassungen und der importeureigenen Peugeot Autohäuser zurückführbar. Bereits heute werden ca. 20% der Neufahrzeugverkäufe über die durchschnittlich acht Niederlassungen pro Marke abgewickelt. Eine solche Vertriebsform ist im Vergleich zu vertraglich gebundenen Absatzmittlern sehr teuer. Aus diesem Grund gibt es in Deutschland keinen reinen Direktvertrieb einer Marke. Es werden immer mehrere Vertriebskanäle genutzt (s.a. 3.5.1). Dennoch hat der Direktvertrieb viele Vorteile. Neben der Testmöglichkeit für Innovationen sind z.B. die Kontrolle der Rabattpolitik, der Rückkaufwerte, des Kauferlebnisses und der Imagebildung besser möglich. Das Image einer Marke in zentraler Lage zu präsentieren und zu prägen ist über Brand Image Stores, Showrooms und Flagship Stores möglich. Diese Imageträger sind nur im direkten Vertrieb möglich, da ein klassischer Absatzmittler hierzu keine finanziellen Möglichkeiten hat.
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Problemstellung, das Ziel und die Vorgehensweise der Analyse des deutschen Neufahrzeugvertriebs unter Berücksichtigung der GVO 1400/2002.
2 Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe wie Automobil, Vertrieb und Verkauf definiert, die GVO als Rahmenbedingung erläutert und die methodische Vorgehensweise (Situationsanalyse und Experteninterviews) begründet.
3 Ist-Zustand der aktuellen Vertriebsstrukturen im Automobilbereich: Dieses Kapitel legt die aktuelle Marktsituation sowie die rechtlichen und vertraglichen Grundlagen des Automobilvertriebs dar und analysiert die horizontale sowie vertikale Absatzkanalstruktur.
4 Trends im Automobilvertrieb: Dieser Abschnitt beschreibt und beurteilt kritisch die Entwicklungen bei Endabnehmern, Herstellern/Importeuren sowie Absatzmittlern und analysiert allgemeine Trends wie die Internetnutzung und Professionalisierung.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Ist- und Trendanalyse zusammen und verdeutlicht die Notwendigkeit proaktiver Vertriebsstrategien zur Steigerung der Umsatzrendite in einem komplexen Käufermarkt.
GVO 1400/2002, Automobilvertrieb, Neufahrzeugmarkt, Vertriebsstruktur, Vertragshändler, Direktvertrieb, Mehrstufensystem, Umsatzrendite, Marktentwicklung, Systemhändler, Megadealer, Handelsbranding, Internetvertrieb, Kundenorientierung, Automobilbranche.
Die Arbeit analysiert kritisch die Ist-Situation und zukünftige Trends im Vertrieb neuer Automobile in Deutschland vor dem Hintergrund der EU-Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) 1400/2002.
Zentrale Themen sind die Neustrukturierung der Vertriebsnetze, die rechtliche Rahmenbedingung durch die GVO, die Veränderung der Absatzkanalstrukturen und die steigende Bedeutung der Renditeorientierung.
Ziel ist es, einen aktuellen Überblick über die Vertriebsstrukturen nach Inkrafttreten der GVO 1400/2002 zu geben und zu klären, welche kurz-, mittel- und langfristigen Änderungen im Neufahrzeugvertrieb zu erwarten sind.
Die Arbeit kombiniert eine Literatur- und Situationsanalyse mit einer Primärerhebung in Form von 24 Experteninterviews mit nationalen Vertriebsorganisationen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der aktuellen Vertriebsstrukturen (horizontal und vertikal) und eine umfassende Trendanalyse, unterteilt in die Perspektiven von Endabnehmern, Herstellern, Importeuren und Absatzmittlern.
Schlüsselbegriffe sind GVO 1400/2002, Vertriebskosten, Mehrmarkenhandel, Vertragshändler, Konsolidierung der Händlernetze und Professionalisierung.
Es ermöglicht Absatzmittlern, durch einen Betriebsverbund Synergieeffekte im Backoffice zu realisieren und ein größeres Gebiet abzudecken, während gleichzeitig auf den sinkenden Umsatzrenditen reagiert wird.
Das Internet fungiert aktuell primär als Informations- und Schaufensterfunktion für die Kaufanbahnung, gewinnt aber als Vertriebskanal (z.B. Gebrauchtwagenvertrieb) an Bedeutung für Prozessoptimierungen.
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