Magisterarbeit, 2005
88 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problem- und Zielstellung
1.2 Wissenschaftliche Fragestellungen
2 Forschungsstand
2.1 Bewegungskultur im Wandel der Zeit
2.1.1 Entwicklungsgeschichtliche Veränderungen des Bewegungsverhaltens
2.1.2 Auswirkungen von Bewegungsmangel auf die motorische Leistungsfähigkeit
2.2 Zur Funktion und Auswirkung des schulischen Sports
2.2.1 Anthropologische Funktion
2.2.2 Gesundheitsförderung im Schulsport
2.2.3 Anpassungserscheinungen durch den Schulsport
2.2.4 Schulsport und trainingswissenschaftliche Positionen
2.3 Zur Handhabung der Leistungsbewertung Sportunterricht
2.3.1 Die Kontroverse der Benotung
2.3.2 Möglichkeiten Leistungen zu bewerten
2.4 Normen und Grenzwerte als abzuleitende Handlungsstrategie?
3 Untersuchungsmethodisches Vorgehen
3.1 Untersuchungsplanung und Operationalisierung
3.2 Stichprobe
3.3 Untersuchungsdurchführung
3.4 Methoden der Datenauswertung
3.5 Methodenkritik
4 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
4.1 Datenrücklauf
4.1.1 Teilnahme in bundesweiter Relation
4.1.2 Stichprobengröße im Verhältnis der neuen und alten Länder
4.2 Kenntnisstand und Anwendung von Bewertungsgrundlagen
4.2.1 Kenntnisstand von Bewertungsgrundlagen im Sportunterricht
4.2.2 Datenquellen von Bewertungsgrundlagen im Sportunterricht
4.2.3 Anwendung von Bewertungsgrundlagen im Sportunterricht
4.3 Notwendigkeit von Bewertungsgrundlagen
4.3.1 Die Bedeutung von Normwerten und Richtlinien zur Leistungsbeurteilung für den Sportlehrer
4.3.2 Die Notwendigkeit von Bewertungsgrundlagen im Sportunterricht
4.3.3 Zeitliche Gültigkeit normorientierter Bewertungsgrundlagen
4.4 Optionale Anwendungsmöglichkeiten von normorientierten Bewertungsgrundlagen im Sportunterricht
4.4.1 Berücksichtigung somatischer Merkmale in der Beurteilung von Schülerleistungen
4.4.2 Ermittlung physischer Entwicklungstendenzen von Schülern mit Hilfe von Normwerten zur Leistungsbeurteilung
4.4.3 Talentsichtung auf Grundlage standardisierter Normwerte
4.4.4 Die Anwendung von Normwerten und Richtlinien auf Bundesebene
5 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Durchführung einer Bedarfsanalyse zur Verwendung von normorientierten Bewertungsgrundlagen im Schulsport, um ein zukünftiges Vorgehen hinsichtlich leistungserhaltender und -fördernder Maßnahmen zu rechtfertigen.
2.2.3 Anpassungserscheinungen durch den schulischen Sport
SAß (1995, S. 37) spricht der sportlichen Leistung zu, die grundlegende „Zielgröße bzw. Sinnrichtung“ des schulischen Sports zu sein. In Anlehnung an KURZ (1993) empfiehlt er, den „Sportunterricht unter Beachtung der Individualität“ immer mit dem Thema Leistung zu verbinden und „den Schulsport als Leistungserziehung anzulegen“. Aber warum muss Leistung ein unmittelbarer Bestandteil des Sportunterrichts sein? Die Antwort scheint mehr als offensichtlich. Die physischen Belastungsreize des Alltags alleine sind zu schwach, um die gesunde Funktionsfähigkeit des Organismus mit seinen unterschiedlichen Organsystemen aufrechtzuerhalten (WEINECK, 1995). Aber der Mensch braucht regelmäßige und vor allem überschwellige Belastungsreize, „[…] um seine angeborenen Möglichkeiten in ganzer Breite entfalten zu können […]“ und „[…] um seine durch Wachstum und körperliche Aktivität erworbene psychophysische Leistungsfähigkeit möglichst lange zu erhalten und bewegungsmangelbedingten Zivilisationskrankheiten vorzubeugen, […]“ (WEINECK, 1995, S. 150). Dieser Prozess verlangt unmittelbar nach Leistung bzw. einem Leistungshandeln. Dabei trifft diese Aussage insbesondere auf Kinder und Jugendliche zu.
Um die genannten Faktoren zu begünstigen ist es unabdingbar, die notwendigen Anpassungserscheinungen zu fördern (vgl. Kap. 2.2.2). Die Rahmenbedingungen des heutigen Sportunterrichts gewährleisten ein dementsprechend zielgerichtetes Vorgehen. Es gibt zwar immer Aspekte die es zu verbessern gilt, jedoch klagen wir verglichen im internationalen Standard auf hohem Niveau (BÖS, 1999). BÖS erläutert die diesbezüglichen Möglichkeiten des schulischen Sports wie folgt: „Zum einen können stabile Gewohnheiten aufgebaut werden, zum anderen lassen sich trotz der zeitlichen Restriktionen bei einer intensiven Nutzung der personellen und materiellen Ressourcen Leistungssteigerungen erzielen. Dies umso mehr, da in vielen Fällen das Ausgangsniveau der Kinder erschreckend niedrig ist“(1999, S. 40).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Bedeutung des Schulsports angesichts sinkender motorischer Leistungsfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen und formuliert das Ziel der Arbeit, eine Bedarfsanalyse für normorientierte Bewertungsgrundlagen durchzuführen.
2 Forschungsstand: Dieses Kapitel arbeitet den wissenschaftlichen Hintergrund auf, diskutiert die gesundheitliche Relevanz des Schulsports, die Notwendigkeit von Leistungsanforderungen sowie aktuelle Debatten zur Zensierung.
3 Untersuchungsmethodisches Vorgehen: Hier wird die methodische Planung einer bundesweiten schriftlichen Befragung von Fachreferenten an Landesinstituten detailliert dargelegt.
4 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die empirischen Daten zur Nutzung, Notwendigkeit und den Anwendungsmöglichkeiten von Normwerten und Richtlinien im schulischen Sportunterricht.
5 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, die den Bedarf an einheitlichen, zeitgemäßen und praxisnahen Bewertungsgrundlagen unterstreicht.
Schulsport, motorische Leistungsfähigkeit, Leistungsbewertung, Normwerte, Richtlinien, Bewegungsverhalten, Gesundheitsförderung, Anpassungserscheinungen, Schulleistung, Sportunterricht, empirische Untersuchung, Bedarfsanalyse, körperliche Entwicklung, Talentsichtung, Benotung.
Die Arbeit untersucht die Relevanz und den Bedarf an normierten Bewertungsgrundlagen für die sportmotorische Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen im Schulsport in Deutschland.
Zentrale Themen sind der Rückgang motorischer Fähigkeiten, die Rolle des Schulsports als Ausgleich zu Bewegungsmangel sowie die didaktische und pädagogische Gestaltung der Leistungsbeurteilung.
Das Ziel ist eine Bedarfsanalyse durchzuführen, die aufzeigt, ob und wie normorientierte Bewertungsgrundlagen in der Schulpraxis sinnvoll eingesetzt werden können.
Es wurde eine schriftliche, postalische Befragung von Fachreferenten für Sport an 18 Landesinstituten für schulische Entwicklung und Lehrerfortbildung durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfangreiche Literaturanalyse zum Forschungsstand sowie eine Darstellung und Interpretation der erhobenen empirischen Daten.
Schulsport, Leistungsbewertung, Normwerte, motorische Leistungsfähigkeit und pädagogische Handhabung sind die prägenden Begriffe.
Die Mehrheit der befragten Fachreferenten (80-85%) hält Normwerte und Richtlinien für hilfreiche Daten, die Sportlehrer in der Leistungsbeurteilung unterstützen können.
Ja, 90% der Befragten befürworten, dass bei der Anwendung normierter Werte somatische Merkmale wie Körpergröße oder -gewicht einbezogen werden sollten.
Die Befragung zeigt, dass 65% der Experten einer bundeseinheitlichen Regelung und Anwendung von Bewertungsgrundlagen zustimmen würden.
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