Diplomarbeit, 2005
78 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Der Rechnungslegungsansatz der IFRS
2.1 Die Grundprinzipien der Rechnungslegung
2.1.1 Die Zielsetzung der Rechnungslegung
2.1.2 Die Grundannahmen der Rechnungslegung
2.1.2.1 Der Grundsatz der Periodenabgrenzung
2.1.2.2 Der Grundsatz der Unternehmensfortführung
2.1.3 Die qualitativen Anforderungen an den Abschluss
2.1.3.1 Verständlichkeit
2.1.3.2 Relevanz
2.1.3.3 Verlässlichkeit
2.1.3.3.1 Glaubwürdige Darstellung
2.1.3.3.2 Wirtschaftliche Betrachtungsweise
2.1.3.3.3 Neutralität
2.1.3.3.4 Vorsicht
2.1.3.3.5 Vollständigkeit
2.1.3.4 Vergleichbarkeit
2.1.4 Die Beschränkungen für relevante und verlässliche Informationen
2.1.4.1 Zeitnähe
2.1.4.2 Abwägung von Nutzen und Kosten
2.1.4.3 Abwägung der qualitativen Anforderungen an den Abschluss
2.1.5 Das Ergebnis der Rechnungslegung nach den IFRS
2.2 Die Standards und Interpretationen
3 Die Behandlung von Marken nach den IFRS
3.1 Die Definition einer Marke
3.2 Die Bilanzierung von Marken nach den IFRS
3.2.1 Die abstrakte Bilanzierungsfähigkeit
3.2.2 Die konkrete Bilanzierungsfähigkeit
3.2.2.1 Gesondert erworbene Marken
3.2.2.2 Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Marken
3.2.2.3 Selbst erstellte Marken
3.3 Die Bewertung von Marken nach den IFRS
3.3.1 Eigenständig erworbene Marken
3.3.1.1 Erstbewertung
3.3.1.2 Folgebewertung
3.3.2 Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Marken
3.3.2.1 Erstbewertung
3.3.2.2 Folgebewertung
3.3.3 Die Ermittlung des erzielbaren Betrages
3.3.3.1 Der beizulegende Zeitwert
3.3.3.1.1 Das „Relief from Royalty“-Verfahren
3.3.3.1.2 Das Interbrand-Verfahren
3.3.3.2 Der Nutzungswert
4 Spannungsverhältnisse und Widersprüchlichkeiten in der Rechnungslegung nach den IFRS
4.1 Die Bedeutung von Spannungsverhältnissen zwischen den qualitativen Merkmalen der Abschlüsse
4.2 Konkrete Spannungsverhältnisse
4.2.1 Verständlichkeit - Relevanz
4.2.1.1 Darstellung des Spannungsverhältnisses
4.2.1.2 Auswirkungen auf die Bilanzierung von Marken
4.2.1.3 Folgen für die Unternehmen
4.2.1.4 Folgen für die Adressaten der Abschlüsse
4.2.2 Verlässlichkeit - Relevanz
4.2.2.1 Darstellung des Spannungsverhältnisses
4.2.2.2 Auswirkungen auf die Bilanzierung von Marken
4.2.2.3 Folgen für die Unternehmen
4.2.2.4 Folgen für die Adressaten der Abschlüsse
4.2.3 Relevanz/Verlässlichkeit – Vergleichbarkeit
4.2.3.1 Darstellung des Spannungsverhältnisses
4.2.3.2 Auswirkungen auf die Bilanzierung von Marken
4.2.3.3 Folgen für die Unternehmen
4.2.3.4 Folgen für die Adressaten der Abschlüsse
5 Bewertung der Lösungsansätze für Spannungsverhältnisse bei der Bilanzierung von Marken
5.1 Weitere Lösungsmöglichkeiten für Spannungsverhältnisse bei der Bilanzierung von Marken
5.1.1 Die Bilanzierung von Marken nach dem HGB
5.1.2 Der Bilanzierungsvorschlag für Marken nach den DRS
5.1.3 Die Bilanzierung von Marken nach den US-GAAP
5.2 Würdigung der Bilanzierung von Marken nach den IFRS
6 Würdigung des Rechnungslegungsansatzes der IFRS in Bezug auf existierende Spannungsverhältnisse
Ziel dieser Arbeit ist es, die Spannungsverhältnisse und Widersprüche des prinzipienorientierten Rechnungslegungsansatzes der IFRS im Allgemeinen sowie der Bilanzierung von Marken im Speziellen mit den durch sie verursachten Folgen für das externe Rechnungswesen darzustellen. Dabei wird der Umgang des IASB mit diesen Zielkonflikten analysiert, mit den Lösungsansätzen anderer Standardsetter verglichen und abschließend gewürdigt, um Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Bilanzierungsvorschriften abzuleiten.
4.2.1.2 Auswirkungen auf die Bilanzierung von Marken
Eines der wohl deutlichsten Beispiele für das oben geschilderte Spannungsverhältnis stellt die Bilanzierung von Marken dar. So steht außer Frage, dass die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Marken bzw. deren zu Zeitwerten bilanzierten Werte entscheidungsunterstützende Informationen für Investoren darstellen. Allerdings ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die gesonderten Wertangaben für den Betrachter der Bilanz, auch wenn er Kenntnisse der Rechnungslegung nach den IFRS besitzt, ohne weitere Informationen in Bezug auf die Ermittlung der Werte nicht leicht verständlich sind, da sich die den unterschiedlichen Verfahren zugrunde gelegten Prämissen und Berechnungsweisen stark unterscheiden. Dabei kann die geringe Verständlichkeit aufgrund der höheren Gewichtung der Relevanz nicht zu einem „Nichtansatz“ der Markenwerte führen. Vielmehr ist die Verständlichkeit durch ergänzende Angaben (z.B. durch die Angabe des verwendeten Bewertungsverfahrens und dessen Prämissen) im Anhang (notes) zu erhöhen. Durch diese zusätzlichen Angaben wird das Spannungsverhältnis inklusive seiner Folgen stark gemindert.
Eine optimale Lösung könnte aber nur durch umfassende zusätzliche Informationen wie etwa einer ausführlichen Schilderung der Wertermittlung einschließlich einer Erläuterung der Gründe für die Wahl des Bewertungsverfahrens und mögliche Ergebnisse anderer Verfahren erreicht werden. Da dies aufgrund der dadurch entstehenden Kosten und zeitlichen Verzögerungen bei der Veröffentlichung des Abschlusses nicht sinnvoll ist, sollte nach den Beschränkungen der Zeitnähe bzw. Nutzen-Kosten-Abwägung eine Angabe des Bewertungsverfahrens und der verwendeten Prämissen den Informationsbedürfnissen der Abschlussadressaten genügen. Ergänzende Anhangsangaben sind aber keinesfalls selbstverständlich, wie das Beispiel der Henkel KGaA zeigt. Diese macht in ihrem Geschäftsbericht keine Angaben zu den für die Bewertung der Marken verwendeten Verfahren und Prämissen. In so einem Fall wird das Spannungsverhältnis zwischen den Merkmalen der Relevanz und der Verlässlichkeit verschärft. Allerdings besteht natürlich die Möglichkeit, die ergänzenden Informationen beim Unternehmen zu erfragen.
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die prinzipienbedingten Widersprüche innerhalb des IFRS-Frameworks und deren Auswirkungen auf die Bilanzierung von Marken.
2 Der Rechnungslegungsansatz der IFRS: Dieses Kapitel erläutert die Grundprinzipien, qualitativen Anforderungen und den hierarchischen Aufbau des IFRS-Rechnungslegungssystems.
3 Die Behandlung von Marken nach den IFRS: Hier werden die spezifischen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für Marken, inklusive verschiedener Wertermittlungsverfahren, detailliert beschrieben.
4 Spannungsverhältnisse und Widersprüchlichkeiten in der Rechnungslegung nach den IFRS: Das Kapitel analysiert Zielkonflikte zwischen den qualitativen Merkmalen und deren Auswirkungen auf die Markenbilanzierung sowie die Folgen für Unternehmen und Investoren.
5 Bewertung der Lösungsansätze für Spannungsverhältnisse bei der Bilanzierung von Marken: Ein Vergleich der IFRS-Lösungen mit HGB, DRS und US-GAAP wird vorgenommen, um Vor- und Nachteile aus investorenorientierter Sicht zu bewerten.
6 Würdigung des Rechnungslegungsansatzes der IFRS in Bezug auf existierende Spannungsverhältnisse: Abschließende kritische Würdigung des inkonsistenten IASB-Vorgehens bei der Gewichtung qualitativer Merkmale und Ausblick auf notwendige Verbesserungen.
IFRS, Markenbilanzierung, qualitative Merkmale, Relevanz, Verlässlichkeit, Vergleichbarkeit, Markenbewertung, Relief from Royalty, Interbrand, Spannungsverhältnisse, Zielkonflikte, IASB, Zeitwert, Fair Value, Bilanzierungspolitik.
Die Diplomarbeit untersucht die prinzipienbedingten Widersprüche und Spannungsverhältnisse im IFRS-Framework und deren spezifische Auswirkungen auf die Bilanzierung von Marken.
Die zentralen Felder umfassen die qualitativen Anforderungen an den Abschluss (Relevanz, Verlässlichkeit, Vergleichbarkeit), die Bilanzierung von Marken (Ansatz und Bewertung) sowie die kritische Würdigung des Umgangs des IASB mit Zielkonflikten.
Das Ziel ist die Darstellung und Würdigung der Spannungsverhältnisse des IFRS-Ansatzes sowie deren Folgen für das externe Rechnungswesen, um Empfehlungen für eine Reduzierung dieser Konflikte abzuleiten.
Die Arbeit nutzt eine deduktive Analyse des IFRS-Frameworks und der relevanten Standards (IAS/IFRS) kombiniert mit einer vergleichenden Betrachtung anderer Rechnungslegungssysteme (HGB, DRS, US-GAAP).
Im Hauptteil werden zunächst das IFRS-System und die Markenbilanzierung detailliert erläutert. Darauf aufbauend werden konkrete Spannungsverhältnisse (z.B. Relevanz vs. Verlässlichkeit) analysiert und deren Folgen für Unternehmen und Investoren diskutiert.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie IFRS, Markenbilanzierung, Relevanz, Verlässlichkeit, Zielkonflikte, Fair Value und Markenbewertung charakterisiert.
Der Autor bewertet den momentanen Weg des IASB als sehr inkonsistent. Es fehlt eine einheitliche Linie bei der Gewichtung der qualitativen Merkmale, was zu Problemen bei der Vergleichbarkeit führt.
Die Befragung verdeutlicht, dass zwar eine Bilanzierung von Marken erfolgt (hier nach dem "Relief from Royalty"-Verfahren), aber keine Erläuterungen zu den verwendeten Verfahren und Prämissen im Geschäftsbericht veröffentlicht werden, was die Transparenz für Investoren einschränkt.
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