Diplomarbeit, 2004
66 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Die Aktienanalyse im Überblick
2.1 Entstehung und geschichtlicher Hintergrund
2.2 Verfahren der Aktienanalyse
2.3 Gegenüberstellung der Technischen und Fundamentalen Aktienanalyse
3. Annahmen, Ausgangspunkt und Aufgaben/Ziele der Technischen Aktienanalyse
3.1 Ursprung und Annahmen der Technischen Aktienanalyse
3.1.1 Die Dow-Theorie
3.1.2 Der Kurstrend im Mittelpunkt der Analyse
3.2 Aufgaben und Ziele der Technischen Aktienanalyse
3.3 Der Kurschart als Ausgangspunkt und Handwerkszeug des Chartisten
4. Instrumente und theoretische Möglichkeiten der Technischen Aktienanalyse
4.1 Charttechnik - die traditionelle Analysemethode
4.1.1 Unterstützungen und Widerstände
4.1.2 Trendbestätigungsformationen
4.1.3 Trendwendeformationen
4.2 Das Trendfolgemodell der gleitenden Durchschnitte als Vertreter der modernen Technischen Aktienanalyse
5. Prüfung der Anwendbarkeit technischer Instrumente in der Praxis
5.1 Formulierungen bestimmter Analysegesichtspunkte
5.2 Beurteilungen langfristiger Kursbilder verschiedener Aktien
6. Fazit der Untersuchung und der Ausblick für die Technische Aktienanalyse
Die Arbeit untersucht die Technische Aktienanalyse als methodische Alternative zur weit verbreiteten Fundamentalen Aktienanalyse. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwieweit die technische Analyse einen eigenständigen nützlichen Beitrag zur Aktienbewertung leisten kann oder lediglich eine ergänzende, passive Konkurrenzmethode darstellt, deren praktische Anwendung stark von der Erfahrung des Analysten abhängt.
3.1.2 Der Kurstrend im Mittelpunkt der Analyse
Dow stellte bei seinen Untersuchungen weiter fest, dass sich Aktienkurse in Trends bewegen. Er unterscheidet dabei bezüglich der zeitlichen Ausdehnung zwischen primärem, sekundärem und tertiärem Trend. Der übergeordnete Primärtrend ist dabei langfristiger Natur und umfasst ein bis mehrere Jahre. Der mittelfristige Sekundärtrend dauert von etwa zwei bis drei Monaten bis zu einem Jahr. Der Tertiärtrend, welchem Dow kaum Bedeutung beimisst, fristet von wenigen Tagen bis zu einigen Monaten und ist damit eher kurzfristiger Natur.
Sekundäre Trendbewegungen gelten als Korrekturbewegungen innerhalb des Primärtrends, wobei die Kurse etwa ein bis zwei Drittel der vorangegangenen Kursbewegung kompensieren.
Für Hans-Dieter Schulz, einer der bekanntesten deutschen Chartisten und Herausgeber der bekannten Hoppenstedt-Charts, existiert noch ein dem Primärtrend übergeordneter so genannter 'Basistrend', welcher den Haupttrend der Entwicklung angibt und durch technischen Fortschritt, Absatzausweitung und Zunahme des Realeinkommens entsteht.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Aktienanalyse ein und definiert das Ziel, die Technische Aktienanalyse als ernstzunehmende Konkurrenz und Alternative zur klassischen Fundamentalanalyse zu bewerten.
2. Die Aktienanalyse im Überblick: Dieses Kapitel liefert einen geschichtlichen Abriss der Entstehung der Aktienanalyse und grenzt die verschiedenen einzelwert- und kapitalmarktorientierten Verfahren voneinander ab.
3. Annahmen, Ausgangspunkt und Aufgaben/Ziele der Technischen Aktienanalyse: Hier werden die philosophischen Fundamente, wie die Dow-Theorie, sowie das Konzept der Trendanalyse und die Rolle des Kurscharts als zentrales Arbeitsinstrument erläutert.
4. Instrumente und theoretische Möglichkeiten der Technischen Aktienanalyse: Das Kapitel detailliert charttechnische Werkzeuge wie Unterstützungen, Widerstände, diverse Trendbestätigungs- und -wendeformationen sowie die Methode der gleitenden Durchschnitte.
5. Prüfung der Anwendbarkeit technischer Instrumente in der Praxis: Anhand historischer Kursdaten von Siemens und Adidas wird kritisch geprüft, wie effektiv die vorgestellten Instrumente in realen Marktsituationen funktionieren.
6. Fazit der Untersuchung und der Ausblick für die Technische Aktienanalyse: Abschließend wird konstatiert, dass die Chartanalyse zwar wertvolle Signale liefern kann, aber stark subjektiv geprägt und keine absolute Wissenschaft, sondern eher eine Kunst ist, die keine vollständige Verdrängung der Fundamentalanalyse ermöglicht.
Technische Aktienanalyse, Fundamentale Aktienanalyse, Charttechnik, Dow-Theorie, Kurstrend, Trendwendeformationen, Trendbestätigungsformationen, gleitende Durchschnitte, Marktanalyse, Kurschart, Handelsvolumen, Anlagestrategie, Marktpsychologie, Börsenkurs, Kaufentscheidung.
Die Diplomarbeit vergleicht die Technische Aktienanalyse (TAA) mit der Fundamentalen Aktienanalyse (FAA) und untersucht deren jeweilige Eignung und Anwendbarkeit für die Praxis der Aktienbewertung.
Die Arbeit behandelt die historischen Ursprünge der Analyse, die theoretischen Annahmen der technischen Analyse (Dow-Theorie, Trends), die technische Instrumente (Charts, Formationen) sowie eine empirische Überprüfung anhand praktischer Beispiele.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob die Technische Aktienanalyse einen nützlichen Beitrag zur Aktienbewertung leisten kann und ob sie eine ernstzunehmende Alternative zur klassischen Fundamentalanalyse darstellt.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Literaturanalyse sowie auf eine empirisch-praktische Untersuchung historischer Kurscharts von Siemens und Adidas, um die Wirksamkeit der Instrumente zu demonstrieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Vorstellung der Konzepte und Instrumente der Technischen Analyse (Charttechnik, Formationen, Indikatoren) und deren anschließende Anwendung auf konkrete Aktienkursverläufe zur Beurteilung der Praxistauglichkeit.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Technische Analyse, Charttechnik, Kursformationen, Trendverläufe, Fundamentalanalyse und Börsenindikatoren.
Der Autor ordnet die Charttechnik eher als "Kunst" statt als exakte "Wissenschaft" ein, da der Erfolg stark von der Erfahrung und dem Fingerspitzengefühl des Analysten sowie der richtigen Interpretation der subjektiven Kursmuster abhängt.
Da die Technische Aktienanalyse in ihrer Logik auf den durch fundamentale Faktoren geprägten Marktteilnehmerentscheidungen basiert und diese teilweise voraussetzt, ist sie als komplementäre Methode, nicht jedoch als Ersatz zu betrachten.
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