Magisterarbeit, 2005
119 Seiten, Note: Sehr gut
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob das Geschlecht (Gender) ein entscheidender Faktor beim Wahlverhalten von Frauen und Männern bei der österreichischen Bundespräsidentenwahl 2004 war. Die Arbeit analysiert die Rolle von Gender im Wahlkampf und untersucht, ob es ein gendere-spezifisches Wahlverhalten gab, d. h., ob Wählerinnen eher Frauen und Wähler eher Männer wählten. Darüber hinaus werden die politischen Einstellungen und Erwartungen von Frauen und Männern an das künftige Staatsoberhaupt betrachtet.
Der theoretische Teil der Diplomarbeit befasst sich zunächst mit der Einleitung und der Fragestellung der Arbeit. Kapitel 2 beleuchtet die politischen Wahlforschungsmodelle und die Faktoren, die das Wahlverhalten beeinflussen. Kapitel 3 widmet sich dem Thema Politik und Gender, wobei die Definition von Gender, die geschichtliche Entwicklung der Geschlechterdifferenz, die Rolle der Medien und die Darstellung von Politikerinnen im Fokus stehen. Zudem werden die Determinanten des genderspezifischen Wahlverhaltens und die Frage, ob Frauen eher Frauen wählen, untersucht. Schließlich wird die Bundespräsidentenwahl 1998 aus einer genderspezifischen Perspektive betrachtet.
Kapitel 4 liefert einen Überblick über die österreichische Bundespräsidentschaft und deren historische Entwicklung. Kapitel 5 analysiert das Meinungsbild des Bundespräsidentenwahlkampfs 2004 und betrachtet die Rolle von Gender in diesem Kontext. Dabei werden die Kandidaten, die Ausgangssituation, der Wahlkampfverlauf und die mediale Berichterstattung beleuchtet.
Der empirische Teil der Arbeit präsentiert die Ergebnisse einer Untersuchung zum genderspezifischen Wahlverhalten bei der Bundespräsidentenwahl 2004. Die Untersuchung umfasste die Beschreibung der soziodemographischen Merkmale der Befragten, die Analyse der politischen Einstellungen und Erwartungen, die Ermittlung der Wahlabsicht und die Identifizierung von genderspezifischen Einstellungen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den zentralen Themen Politik und Gender im Kontext der österreichischen Bundespräsidentenwahl 2004. Schlüsselbegriffe sind Geschlechterdifferenz, politische Wahlforschung, genderspezifisches Wahlverhalten, Medien und ihre Darstellung von Politik, politische Partizipation von Frauen, Bundespräsidentenamt, Wahlkampf und Wahlentscheidung.
Das Geschlecht stand im Mittelpunkt des Wahlkampfs, da mit Benita Ferrero-Waldner erstmals eine Frau eine reale Chance auf das Amt hatte.
Die Diplomarbeit untersucht diese Hypothese empirisch und analysiert, ob das „Frau-Sein“ allein für eine Wahlentscheidung ausschlaggebend war.
Die Arbeit definiert Gender als sozial konstruiertes Geschlecht und untersucht die damit verbundenen Zuschreibungen im politischen Kontext.
Es wird analysiert, wie mediale Berichterstattung oft geschlechtsspezifische Klischees (z.B. „dialogfähiger“ vs. „ausgeglichener“) bedient.
Die Arbeit nutzt das sozialstrukturelle Modell (Columbia School), das sozialpsychologische Modell (Michigan School) und das Rational-Choice-Modell.
Das allgemeine Wahlrecht ohne Unterschied des Geschlechts wurde in Österreich im Jahr 1918 eingeführt.
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