Magisterarbeit, 2005
119 Seiten, Note: Sehr gut
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
I. THEORETISCHER TEIL
1. Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Aufbau der Arbeit und Kapitelerläuterung
2. Politische Wahlforschung
2.1 Erklärungsmodelle zum Wahlverhalten
2.1.1 Das sozialstrukturelle Modell – „Columbia School“
2.1.2 Das sozialpsychologische Modell – „Michigan School“
2.1.3 Das Rational-Choice Modell
2. 2 Faktoren des Wahlverhaltens von Wählern und Wählerinnen
3. Politik und Gender
3.1 Kategorie Geschlecht
3.2 Definition Gender
3.3 Geschichtlicher Rückblick zur Geschlechterdifferenz
3.4 Geschlecht und Medien
3.5 Darstellung von Politikerinnen in den Medien
3.6 Frauen und Politik
3.7 Geschlechtsspezifisches Wahlverhalten
3.7.1 Geschichtlicher Rückblick
3.7.2 Bestimmungsfaktoren zur politischen Partizipation von Frauen
3.7.3 Wählen Frauen eher Frauen?
3.7.4 Bundespräsidentenwahl 1998: Genderspezifische Aspekte
4. Aspekte zur Österreichischen Bundespräsidentschaft
4.1 Historischer Rückblick
4.2 Das Bundespräsidentenamt
5. Repräsentatives Meinungsbild des Bundespräsidentenwahlkampfs 2004
5.1 Kurzbeschreibung der Kandidaten
5.2 Ausgangssituation, Wahlkampfverlauf und mediale Berichterstattung
5.2.1 Faktor Gender im Bundespräsidentenwahlkampf 2004
5.2.2 Wahlausgang
II. EMPIRISCHER TEIL
6. Beschreibung und Auswertung der Untersuchung von Geschlechtsspezifischem Wahlverhalten bei der Bundespräsidentenwahl 2004
6. 1 Beschreibung der Untersuchung
6. 2 Forschungsfrage/ Hypothesen
6. 3 Beschreibung der soziodemographischen Merkmale
6. 4 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
6.4.1 Politische Einstellungen und Einschätzungen
6.4.2 Wünsche und Erwartungen an das künftige Staatsoberhaupt
6.4.3 Wahlabsicht bei der Bundespräsidentenwahl 2004 und Begründungen
6.4.4 Genderspezifische Einstellungen
6.5 Hypothesenüberprüfung und Zusammenfassung der Ergebnisse
7. Schlussbemerkung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, zu analysieren, ob der Faktor Geschlecht bei der österreichischen Bundespräsidentenwahl 2004 das ausschlaggebende Kriterium für die Wahlentscheidung von Frauen und Männern war oder ob das Geschlecht nur eine marginale Rolle spielte und andere Qualitäten der Kandidaten in den Vordergrund rückten.
1. Einleitung
Der Bundespräsidentenwahlkampf 2004 war geprägt von der Vorstellung, dass sich vor allem Frauen für die weibliche Bundespräsidentschaftskandidatin, Frau Dr. Benita Ferrero-Waldner, entscheiden müssten, da zum ersten Mal in Österreich eine Frau die reelle Chance auf das höchste Amt im Staat hat.
Das Eingangs erwähnte Zitat ist nur eines von Vielen, welches auf den Aspekt Geschlecht (Gender) anspielt und in der medialen Berichterstattung während des Bundespräsidentschaftswahlkampfes verbreitet wurde. Kann „Frau-Sein“/ „Mann-Sein“ für eine Wahlentscheidung ausreichen? Ist der Faktor Geschlecht wirklich ausschlaggebend, dass dieser die Wahlentscheidung beeinflusst, oder kommt es doch auf andere Aspekte bei den zur Wahl stehenden Kandidaten an?
Betrachtet man die politische Geschichte weltweit, dann fällt auf, dass bei politischen Angelegenheiten oft das Geschlecht eine große Rolle spielte. Es ist einer Frau – Elenore Roosevelt – zu verdanken, dass der Name der Menschenrechtserklärung (1948) von „Declaration on the Rights of Men“ in „Declaration on Human Rights“ umbenannt wurde. Frauen gestand man politische Partizipation lange weltweit nicht zu. Auch heute noch können Frauen in einigen Ländern und Kulturkreisen ihren politischen Willen nicht frei und unabhängig äußern. Dabei kämpfte Olympe de Gouges bereits während der Französischen Revolution (1791) für die völlige Gleichstellung der Geschlechter in politischen, sozialen und rechtlichen Belangen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Faktors Geschlecht im Bundespräsidentenwahlkampf 2004 und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich der Bedeutung dieses Faktors für die Wahlentscheidung.
2. Politische Wahlforschung: Dieses Kapitel stellt verschiedene theoretische Erklärungsmodelle für Wahlverhalten vor, darunter die Columbia School, die Michigan School und das Rational-Choice-Modell.
3. Politik und Gender: Es erfolgt eine Auseinandersetzung mit den Begriffen Geschlecht und Gender, der Rolle von Frauen in Politik und Medien sowie ein geschichtlicher Überblick über geschlechtsspezifisches Wahlverhalten.
4. Aspekte zur Österreichischen Bundespräsidentschaft: Das Kapitel bietet einen historischen Rückblick auf die Entwicklung des Bundespräsidentenamtes in Österreich und erläutert dessen Funktionen und rechtliche Grundlagen.
5. Repräsentatives Meinungsbild des Bundespräsidentenwahlkampfs 2004: Hier wird der Verlauf des Wahlkampfs, die mediale Berichterstattung sowie die Rolle des Faktors Gender im konkreten Wahlkampf analysiert.
6. Beschreibung und Auswertung der Untersuchung von Geschlechtsspezifischem Wahlverhalten bei der Bundespräsidentenwahl 2004: Dieses Kapitel beschreibt die Methodik der empirischen Online-Studie, stellt die Ergebnisse dar, überprüft die Hypothesen und fasst die Resultate zusammen.
7. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion über die Rolle von Gender und Parteidenken bei der Bundespräsidentenwahl 2004.
Wahlverhalten, Geschlecht, Gender, Bundespräsidentenwahl, Österreich, Wahlforschung, Parteipräferenz, Medien, Geschlechterdifferenz, Wahlentscheidung, Politische Partizipation, Online-Befragung, Frauen in der Politik, Wahlkampf, Gender-Gap
Die Diplomarbeit untersucht den Einfluss des Faktors Geschlecht (Gender) auf das Wahlverhalten bei der österreichischen Bundespräsidentenwahl 2004.
Zentrale Themen sind die theoretischen Erklärungsmodelle des Wahlverhaltens, die Darstellung von Geschlechterrollen in Politik und Medien sowie eine empirische Analyse der Wahlmotive von Frauen und Männern.
Die Arbeit untersucht, ob das Geschlecht der Kandidaten für die Wahlentscheidung von Frauen und Männern ausschlaggebend war oder ob andere Qualitäten der Kandidaten relevanter waren.
Die Autorin führte eine empirische Online-Befragung (CASI) unter wahlberechtigten Personen durch und wertete diese statistisch aus.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen der Wahlforschung und Gender-Theorien sowie eine detaillierte Analyse der medialen Berichterstattung und des Wahlverlaufs 2004.
Wahlverhalten, Gender, Bundespräsidentenwahl, politische Partizipation, Geschlechterrolle, Wahlentscheidung.
Die Untersuchung ergab, dass das Geschlecht der Kandidaten für die Mehrheit der Befragten nicht das entscheidende Kriterium für die Wahlentscheidung war.
Die Autorin prüfte, ob weibliche Wählerinnen die weibliche Kandidatin aufgrund des gemeinsamen Geschlechts bevorzugten; eine solche Solidarität fand sich zwar in der Eigenschaftsbeurteilung, jedoch nicht signifikant im Wahlergebnis wieder.
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