Bachelorarbeit, 2016
86 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Ethik und Investmentfonds
2.1. Grundlagen der Investmentfonds
2.1.1. Geschichte Aufbau und Funktionsweise von Investmentfonds
2.1.2. Typen von Investmentfonds
2.2. Grundlagen der Ethik und ethischen Geldanlagen
2.2.1. Der Begriff der Nachhaltigkeit und Ethik
2.2.2. Prinzipien der nachhaltigen Investmentfonds
2.2.3. Aktuelle Marktrelevanz
2.2.4. Funktion nachhaltiger Ratingagenturen
3. Theorie der Perfomanceanalyse
3.1. Theoretische Grundlagen
3.1.1. Die Portfoliotheorie
3.1.2. Das CAPM-Modell
3.1.3. Das Fama-French-Modell
3.2. Eindimensionale Performancekennzahlen
3.2.1. Die Prozentuale Wertentwicklung
3.2.2. Die Volatilität
3.2.3. Der Beta Faktor
3.3. Risikoadjustierte Performancekennzahlen
3.3.1. Die Sharpe-Ratio
3.3.2. Die Treynor-Ratio
3.3.3. Das Jensen-Alpha
4. Ergebnisse bisheriger Studien
4.1. Studien ethisch-nachhaltiger Aktien
4.2. Studien ethisch-nachhaltiger Investmentfonds
4.3. Zusammenfassung der Studien
5. Ergebnisse der eigenen Performanceanalyse
5.1. Eigene Hypothesenaufstellung
5.2. Vorgehensweise bei der Analyse
5.2.1. Vorgehensweise der Ethik- und Nachhaltigkeitsanalyse
5.2.2. Vorgehensweise der finanziellen Performanceanalyse
5.3. Performanceanalyse der Nachhaltigkeit
5.3.1. Analyse von Fonds mit stärkerer ESG-Implementierung
5.3.2. Analyse von Fonds mit schwächerer ESG-Implementierung
5.3.3. Analyse von konventionelle Investmentfonds
5.4. Finanzieller Performancevergleich
5.4.1. Fonds mit stärkerer ESG-Implementation zu konventionellen
5.4.2. Fonds mit schwächerer ESG-Implementation zu konventionellen
5.5. Vergleich mit Benchmarks
6. Konklusion und Handlungsempfehlungen
Das primäre Ziel dieser Bachelorarbeit ist die Durchführung einer quantitativen Analyse zum Vergleich der finanziellen Performance von ethisch-nachhaltigen Investmentfonds gegenüber konventionellen Investmentfonds. Dabei wird untersucht, ob ein ethisch-nachhaltiger Anlagegedanke zu messbaren Renditeunterschieden führt und inwiefern der Implementationsgrad spezifischer Nachhaltigkeitskriterien die Wertentwicklung beeinflusst.
2.1.1 Geschichte, Aufbau und Funktionsweise von Investmentfonds
Die Grundidee eines Investmentfonds, das Anlagevolumen mehrerer Menschen in einem großen Topf zu bündeln und dann unter ein fähiges Management zu stellen, reicht bis in das 18. Jahrhundert zurück. 1774 legte der Amsterdamer Kaufman Adriaan van Ketwich den ersten Fonds unter dem Namen “Eendragt Maakt Magt“ (“Eintracht macht stark“) auf, welcher vorwiegend in Anleihen aus Dänemark, Deutschland, Österreich und den niederländischen Kolonien investierte. Durch sein breites Anlagespektrum und die daraus resultierende Diversifikation des Portfolios, erfreute sich der Fonds gerade nach den Jahren der Wirtschaftskrise von 1772-1773 großer Beliebtheit.
In der Fachliteratur wird oft der am 19. März 1868 in London gegründete “Foreign and Colonial Trust” als erster bekannter Investmentfonds genannt. Dieser legte 1 Million britische Pfund in 18 unterschiedliche ausländische Anleihen an und definierte die Ziele einer Investmentgesellschaft wie folgt: “to provide the investor of moderate means the same advantages as the large capitalists in diminishing risk in foreign and colonial stocks“. Also den “kleinen Sparern” die selben Vorteile wie großen Gesellschaften einzuräumen, indem ihnen die Möglichkeit gegeben wird, ihre begrenzten Mittel in einer Kapitalsammelstelle zu vereinen und nach den Gesichtspunkten der Diversifikation gewinnbringend anzulegen.
Heute ist ein Investmentfonds, nach deutschem Recht in das Publikums- und Sondervermögen einzuordnen. Es handelt sich um eine gebündelte Summe aus Geldern verschiedener Anleger, welche durch eine Kapitalanlagegesellschaft (KAG) verwaltet und investiert werden.
Abhängig von der Rechtsform des jeweiligen Fonds, ist es einer meist unbegrenzten Anzahl von Anlegern möglich, gegen einen bestimmten Ausgabepreis, Anteile eines Fonds zu erwerben. Diese Anteile werden dann, je nach der in den Fondsstatuten festgelegten Anlagerichtungen, von einem Fondsmanager in unterschiedliche Vermögenswerte wie (Immobilien, Derivate, Wertpapiere, Anleihen usw.) nach dem Prinzip der Risikostreuung, möglichst gewinnbringend investiert.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik ein und beleuchtet die historische Entwicklung sowie die wachsende Bedeutung von ethisch-nachhaltigen Investmentfonds als Alternative zu konventionellen Anlagen.
2. Ethik und Investmentfonds: Hier werden die theoretischen Grundlagen von Investmentfonds sowie der Begriff der Nachhaltigkeit und Ethik im Finanzwesen erläutert, ergänzt durch die Funktion von Ratingagenturen.
3. Theorie der Perfomanceanalyse: Das Kapitel vermittelt die wissenschaftliche Basis für die Performancebewertung, einschließlich Portfoliotheorie, CAPM-Modell und verschiedener Performancekennzahlen.
4. Ergebnisse bisheriger Studien: Eine Analyse vorhandener wissenschaftlicher Studien über ethisch-nachhaltige Aktien und Investmentfonds zur Identifikation von Forschungsstand und Erkenntnissen.
5. Ergebnisse der eigenen Performanceanalyse: In diesem Hauptteil werden die eigene Hypothesenaufstellung, die methodische Vorgehensweise bei der Analyse sowie die Untersuchungsergebnisse der verschiedenen Fondsmodelle vorgestellt.
6. Konklusion und Handlungsempfehlungen: Zusammenführung und Interpretation der Ergebnisse sowie Ableitung von Empfehlungen für Investoren zur praktischen Anwendung der Erkenntnisse.
Performancevergleich, ethische Investmentfonds, konventionelle Investmentfonds, Nachhaltigkeit, Portfolio-Management, Sharpe-Ratio, Treynor-Ratio, Jensen-Alpha, ESG-Kriterien, Best-In-Class-Ansatz, Negativ-Screening, Portfoliotheorie, Rendite, Risiko, Finanzanalyse.
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob ethisch-nachhaltige Investmentfonds eine finanzielle Performance aufweisen, die mit konventionellen Investmentfonds vergleichbar ist oder ob hier ein Nachteil besteht.
Die zentralen Felder sind die Definition ethischer Geldanlagen, die theoretischen Modelle der Performanceanalyse und die empirische Überprüfung der Wertentwicklung unter Berücksichtigung verschiedener ESG-Implementierungsgrade.
Ziel ist es zu untersuchen, ob die Implementierung ethischer und nachhaltiger Kriterien zwangsläufig zu Renditeneinbußen führt oder ob nachhaltige Fonds eine wettbewerbsfähige Alternative darstellen.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus der Auswertung bestehender Metastudien sowie einer eigenen Performanceanalyse, bei der Fonds anhand eines entwickelten ESG-Scoringmodells bewertet und mit Benchmarks verglichen werden.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen (Kapitel 3), die Analyse bisheriger Studien (Kapitel 4) und die detaillierte eigene Performanceanalyse sowie den Vergleich mit Benchmarks (Kapitel 5).
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Performancevergleich, ethische Investmentfonds, ESG-Kriterien, Portfoliotheorie und risikoadjustierte Kennzahlen geprägt.
Die Ergebnisse zeigen einen U-förmigen Verlauf: Sowohl Fonds mit sehr geringer als auch solche mit sehr hoher ESG-Implementierung erzielen oft überdurchschnittliche Ergebnisse, während ein mittlerer Ansatz weniger vorteilhaft sein kann.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass das Prinzip der "Goldenen Mitte" bei der Implementierung von ESG-Kriterien nicht greift, da nur die extremen Ausprägungen (sehr konventionell oder sehr nachhaltig) eine wirklich überdurchschnittliche Performance realisieren.
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