Masterarbeit, 2003
101 Seiten, Note: A
1. abstracts
2. Einleitung
2.1 Hypothese
2.2 Begriffsdefinitionen
3. Persönlichkeitsbildung und Kompetenzerweiterung durch Lehrerfortbildung
3.1 Die veränderte Rolle des Lehrers
3.2 Kompetenzen
3.3 Kurse als Förderung intensiver Lernerfahrungen
4. Supervision als Lehrerfortbildung
5. Multiple Intelligenzen und die Themenzentrierte Interaktion (TZI)
6. Gestaltphilosophie – Gestaltpsychologie – Gestalttherapie
7. Integrative Gestaltpädagogik
7.1 Zentrale handlungsleitende Prinzipien der Gestaltpädagogik
7.2 Ziele der Gestaltpädagogik
7.3 Methoden der Gestaltpädagogik
8. Religionspädagogik und Gestaltpädagogik
8.1 Gestaltpädagogische Methoden und Arbeitsweisen im Religionsunterricht
9. Kritik an Gestaltpädagogik im Rahmen der Religionspädagogik
10. Gestaltorientierte Fortbildungskonzepte für Lehrer
11. Das Institut für Integrative Gestaltpädagogik und Seelsorge (IIGS)
11.1 Ziele und Arbeitsbereiche des IIGS
11.2 Das Curriculum des IIGS
12. Gestaltintegrative Lehrerfortbildung in der Slowakei (2001-2003)
12.1 Vorüberlegungen
12.2 Planung des Kurses
13. Hypothesenprüfung
13.1 Dokumentation des Kurses
13.2 Auswertung der Fragebögen
13.3 Exemplarische Interviews
14. Resümee
Die Arbeit analysiert den Bereich der Lehrerfortbildung und untersucht, wie gestaltpädagogische Ansätze zur Professionalisierung der Lehrerpersönlichkeit und zur Kompetenzerweiterung beitragen können, wobei insbesondere die Anwendung im Kontext des Religionsunterrichts in der Slowakei empirisch dokumentiert wird.
3.1 Die veränderte Rolle des Lehrers
Früher war er „Unterweiser“. Jetzt wird er zum Lernberater.
Früher hat er einen Vorgang vorweg genau erklärt. Jetzt gibt er Erklärungen erst nach der praktischen Erfahrung.
Früher hat er oft reine Übungsaufgaben gegeben. Jetzt wählt er eine reale Arbeitsaufgabe entsprechend dem Lernfortschritt des Schülers.
Früher folgte er dem Prinzip: Vormachen – Nachmachen. Jetzt übergibt er die Aufgabenstellung zum selbstständigen Durchdenken und Ausführen.
Früher hat er alle Informationen vorgegeben. Jetzt lässt er den Schüler die nötigen Informationen selbst beschaffen.
Früher sollte sich der Schüler so an die Vorgaben halten, dass Fehler möglichst gar nicht vorkamen. Jetzt werden Fehler als Lernchancen zugelassen und der Schüler ermuntert, sie selbst zu erkennen und zu korrigieren.
Früher leitete der Lehrer die Arbeit des Schülers Schritt für Schritt. Jetzt bleibt er im Hintergrund, beobachtet den Lernprozess, steht für Rückfragen zur Verfügung und wartet ab, ob und wann er wirklich eingreifen muss.
Früher hat er geholfen, dass die eine „richtige“ Lösung nachvollzogen werden konnte. Jetzt lässt er eigene Erfahrungen und Lösungen zu und versucht, den Schüler durch Fragen selbst einen richtigen Weg finden zu lassen.
Früher hat er die Arbeiten des Schülers genau vorbesprochen. Jetzt muss er die Arbeit des Schülers vor allem intensiv nachbesprechen.
1. abstracts: Bietet einen kompakten Überblick über die Zielsetzung, den theoretischen Rahmen und die empirische Untersuchung der Arbeit in deutscher und englischer Sprache.
2. Einleitung: Beschreibt die veränderten gesellschaftlichen und schulischen Anforderungen an den Lehrerberuf und leitet zur Fragestellung der Persönlichkeitsbildung über.
3. Persönlichkeitsbildung und Kompetenzerweiterung durch Lehrerfortbildung: Erörtert die Notwendigkeit, über rein fachliches Wissen hinauszugehen und die Lehrerpersönlichkeit als zentrales Element erfolgreichen Unterrichts zu fördern.
4. Supervision als Lehrerfortbildung: Analysiert das Potenzial von Supervision als berufsbezogene Beratung zur Reflexion und persönlichen Weiterentwicklung von Lehrkräften.
5. Multiple Intelligenzen und die Themenzentrierte Interaktion (TZI): Stellt die Bedeutung der Ganzheitlichkeit im Lehr-Lern-Prozess unter Bezugnahme auf Ruth Cohn und Howard Gardner dar.
6. Gestaltphilosophie – Gestaltpsychologie – Gestalttherapie: Gibt einen historischen Überblick über die Wurzeln der Gestaltarbeit und deren Bedeutung für das Verständnis des Menschen als Ganzheit.
7. Integrative Gestaltpädagogik: Definiert das Konzept der Integrativen Gestaltpädagogik, ihre Prinzipien, Ziele und die daraus resultierenden methodischen Ansätze für den Unterricht.
8. Religionspädagogik und Gestaltpädagogik: Beleuchtet den spezifischen Transfer gestaltpädagogischer Methoden in den Religionsunterricht und die tiefenpsychologische Arbeit mit biblischen Texten.
9. Kritik an Gestaltpädagogik im Rahmen der Religionspädagogik: Setzt sich kritisch mit Einwänden und Diskussionen auseinander, die im Kontext der Religionspädagogik gegenüber der Gestaltpädagogik geäußert wurden.
10. Gestaltorientierte Fortbildungskonzepte für Lehrer: Beschreibt die Struktur und Intention gestaltorientierter Fortbildungen zur Förderung der persönlichen und sozialen Kompetenz von Lehrkräften.
11. Das Institut für Integrative Gestaltpädagogik und Seelsorge (IIGS): Informiert über die Entstehung, die Ziele, das Curriculum und die Arbeitsbereiche des Instituts.
12. Gestaltintegrative Lehrerfortbildung in der Slowakei (2001-2003): Dokumentiert die Planung und Durchführung des speziellen Fortbildungskurses für slowakische Religionslehrer im Kontext der gesellschaftlichen Veränderungen.
13. Hypothesenprüfung: Präsentiert die empirische Untersuchung, bestehend aus der Dokumentation der Kurseinheiten, der statistischen Auswertung von Fragebögen und exemplarischen Teilnehmerinterviews.
14. Resümee: Zieht ein Fazit über den Erfolg der Fortbildung und die Bedeutung für die Professionalisierung der Teilnehmer sowie den persönlichen Werdegang des Autors.
Gestaltpädagogik, Lehrerfortbildung, Professionalisierung, Persönlichkeitsbildung, Religionspädagogik, ganzheitliches Lernen, Kompetenzerweiterung, Supervision, integrative Gestaltpädagogik, biblische Therapie, Gruppenarbeit, Selbsterfahrung, Schulpraxis, Slowakei, Reformpädagogik.
Die Arbeit untersucht, wie gestaltpädagogische Ansätze dazu genutzt werden können, die Professionalisierung und die Kompetenzen von Lehrkräften im Rahmen ihrer Fortbildung nachhaltig zu erweitern.
Im Zentrum stehen die Anforderungen an die Lehrerpersönlichkeit, die theoretischen Grundlagen der Gestaltpädagogik, deren Anwendung in der Religionspädagogik sowie die praktische Durchführung und Evaluation einer Fortbildungsreihe.
Das primäre Ziel ist die Überprüfung der Hypothese, dass gestaltpädagogische Ansätze in der Lehrerfortbildung eine Professionalisierung ermöglichen, unterfüttert durch eine empirische Studie in der Slowakei.
Die Arbeit kombiniert theoretische Analysen der pädagogischen Fachliteratur mit einer quantitativen empirischen Studie (Fragebogenauswertung) und qualitativen Elementen (Interviews).
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Grundlegung zur Gestaltpädagogik und ihre Verbindung zur Religionspädagogik sowie die detaillierte Dokumentation und Auswertung des spezifischen Fortbildungsprojekts in der Slowakei.
Wichtige Begriffe sind Gestaltpädagogik, Lehrerfortbildung, Professionalisierung, ganzheitliches Lernen, Persönlichkeitsbildung und Kompetenzerweiterung.
Die Teilnehmenden waren durch das Aufwachsen in einem totalitären System wenig geübt in offener, emotionaler Gruppenarbeit; zudem mussten die Lehrpläne und die traditionell geprägte kirchliche Struktur berücksichtigt werden.
Die Studie zeigt Unterschiede in der Kompetenzentwicklung auf, wobei insbesondere bei den Laien eine Stärkung des Selbstbewusstseins durch die gestaltpädagogische Fortbildung deutlich messbar war.
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