Masterarbeit, 2017
81 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Relevanz der Arbeit
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit
2 Grundlagen und Abgrenzung Projektmanagement
2.1 IT-Projektmanagement
2.2 Klassisches Projektmanagement
2.2.1 Grundlagen klassisches Projektmanagement
2.2.2 Klassisches Phasenmodell
2.3 Agiles Projektmanagement
2.3.1 Begriffsdefinition Agilität
2.3.2 Agiles Manifest
2.3.3 Scrum
2.3.3.1 Rollen in Scrum
2.4 Methodenübergreifende Maßnahmen zur Akzeptanzsteigerung
2.4.1 Stakeholderanalyse
2.4.2 Qualitätsmanagement
2.4.3 Einbindung von Key Usern
2.5 Kritische Bewertung der Vorgehensmodelle
3 Experteninterview
3.1 Auswahl der Methodik
3.2 Leitfaden der Befragung
3.3 Auswahl der Interviewpartner
3.4 Durchführung des Interviews
3.5 Auswertung der Experteninterviews
3.6 Ergebnisdarstellung
4 Fazit
4.1 Zusammenfassung
4.2 Empfehlung für die Praxis
Diese Arbeit untersucht, wie die Anwenderakzeptanz bei der Implementierung von IT-Projekten durch den gezielten Einsatz klassischer und agiler Projektmanagementmethoden gesteigert werden kann, um eine erfolgreiche Systemnutzung sicherzustellen.
2.4.3 Einbindung von Key Usern
Neben den Möglichkeiten, die die beiden Methoden in der Theorie für die Akzeptanzsteigerung und Einbindung der Anwender vorsehen, wird in der Literatur häufig auch die Rolle des Key Users als fester Bestandteil der Projektdurchführung beschrieben. Die Aufgabe der Key User ist es, die Kluft zwischen IT und Anwendern zu schließen. Denn diese ist, wie bereits in Kapitel 2.1 festgestellt, der kritischste Erfolgsfaktor in IT-Projekten, wenn es darum geht, Funktionalitäten so zu beschreiben, dass beide Seiten das gleiche Verständnis davon haben.
Um diese Aufgabe erfolgreich ausführen zu können, muss ein Key User bestimmte Grundvoraussetzungen erfüllen. Zu allererst ist ein Key User ein Mitarbeiter aus der zukünftigen Anwendergruppe, also auch ein zukünftig von der Änderung der Arbeitswelt betroffener Mitarbeiter und genießt somit im Optimalfall die höchste Glaubwürdigkeit seiner Kollegen. Deshalb hat er im Gegensatz zum Projektleiter oder Managern die Chance, die Endanwender durch die anders geartete Beziehung zueinander von den Gründen für das Projekt und dem Projektziel zu überzeugen, die Akzeptanz für das neue System zu schaffen und somit den Erfolg des Projektes zu sichern.
Darüber hinaus sollte ein Key User detaillierte Kenntnisse über die Aufgaben und Prozesse des Fachbereiches haben und gleichzeitig daran interessiert sein, diese im Rahmen des Projektes zu ändern und zu verbessern. Aufgrund seiner Vermittlungsfunktion zwischen IT und Fachbereich sollte er zudem auch grundsätzliche Kenntnisse aus dem EDV-/IT-Bereich haben und fähig sein zu kommunizieren, um die beiden Welten mit unterschiedliche Sprachen und Fokussierungen in Bezug auf das Projektziel zusammenzuführen. Weitere Kernkompetenzen sind ein freundliches Auftreten und eine deeskalierende Haltung einhergehend mit der Bereitschaft, mit Widerständen und Angriffen diplomatisch umzugehen und zuletzt auch der Wille und die Fähigkeit, Menschen zu motivieren und auf dem Weg mitzunehmen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderungen des IT-Projektmanagements ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Anwenderakzeptanz.
2 Grundlagen und Abgrenzung Projektmanagement: Dieses Kapitel erläutert klassische und agile Methoden sowie spezifische Maßnahmen wie Stakeholderanalysen und die Rolle des Key Users.
3 Experteninterview: Hier wird die Methodik der qualitativen Expertenbefragung dargelegt und die Ergebnisse aus der Praxis werden ausgewertet.
4 Fazit: Das Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und gibt Handlungsempfehlungen für die praktische Anwendung in IT-Projekten.
IT-Projektmanagement, Anwenderakzeptanz, Agiles Projektmanagement, Scrum, Wasserfallmodell, Key User, Stakeholderanalyse, Change Management, Systemimplementierung, Projekterfolg, Kommunikation, Benutzerorientierung, Qualitätsmanagement, Experteninterview, IT-Infrastruktur.
Die Masterarbeit befasst sich mit der Herausforderung, IT-Projekte erfolgreich zu implementieren, wobei die Akzeptanz der Anwender als entscheidender Erfolgsfaktor betrachtet wird.
Die zentralen Themen umfassen den Vergleich von klassischem (Wasserfall) und agilem (Scrum) Projektmanagement, die Einbindung von Anwendern und die methodenübergreifende Steigerung der Akzeptanz.
Die Forschungsfrage lautet: „Wie kann die Anwenderakzeptanz im Rahmen der Implementierung eines IT-Projektes durch Maßnahmen klassischer und agiler Projektmanagementmethoden gesteigert werden?“
Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse und einer qualitativen empirischen Forschung mittels leitfadengestützter Experteninterviews durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Methoden zur Akzeptanzsteigerung (wie die Einbindung von Key Usern), eine kritische Bewertung der Vorgehensmodelle und die Auswertung der Experteninterviews.
Die wichtigsten Schlagworte sind IT-Projektmanagement, Anwenderakzeptanz, Agilität, Scrum, Stakeholder-Analyse und Key User.
Key User fungieren als Sprachrohr und Multiplikatoren, die fachliche Expertise mit IT-Verständnis verbinden und so die Kluft zwischen Entwicklern und Anwendern überbrücken.
Ja, die befragten Experten bestätigen, dass hybride Ansätze – oft mit einem klassischen Grundgerüst und iterativen Elementen in der Realisierungsphase – in der Praxis sehr erfolgreich angewendet werden.
Es beschreibt die Notwendigkeit, sich tief in die Bedürfnisse des Anwenders hineinzuversetzen, um ein System zu entwickeln, das einen echten Mehrwert für den Arbeitsalltag bietet, statt nur technische Funktionen abzuarbeiten.
Nein, die Experten sind sich einig, dass es keine universell richtige Methode gibt; entscheidend ist, dass die gewählten Methoden und Werkzeuge zum spezifischen Projektkontext passen und von allen Beteiligten konsequent umgesetzt werden.
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