Bachelorarbeit, 2017
72 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Inhalt und Ziel der Arbeit
1.2. Untersuchungsverlauf
2. Einführung in die Elektromobilität
2.1. Elektrische Antriebsarten
2.2. Brennstoffzellenfahrzeuge
2.3.Aktuelle Situation in Hessen
3. Treiber und Barrieren der Marktdurchdringung
3.1. Multi-Level Perspective Model
3.2. Technology Acceptance Model
4. Marktforschung: Messung der Kundenzufriedenheit
4.1. Marktforschungsstrategie – 7-Phasen-Modell
4.2. Net Promoter Score
5. Konzept zur Messung der Kundenzufriedenheit
5.1. Zielformulierung
5.2. Anforderungen
5.3. Studiendesign, Datenerhebungsart und -methode
5.4. Pretest
5.5. Ausarbeitung des Fragebogens
5.6. Auswertung der Tiefeninterviews
6. Implikationen für die Markteinführung
6.1. Leistungsprofil
6.2. Strategische Handlungsempfehlungen
6.3. Maßnahmen zur Umsetzung
7. Fazit – Chancen und Herausforderungen
8. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial der Brennstoffzellentechnologie für den hessischen Markt, mit dem primären Ziel, ein wissenschaftliches Konzept zur explorativen Messung der Kundenzufriedenheit bei FCEV-Nutzern zu entwickeln und daraus Handlungsempfehlungen für die Markteinführung abzuleiten.
2.1. Elektrische Antriebsarten
Die folgende Abbildung zeigt die verschiedenen gängigen elektrischen Antriebsarten im Überblick. In diesem Kapitel werden die Unterschiede der einzelnen Antriebe kurz erläutert.
In allen Varianten wiederzufinden ist der Elektromotor, dieser erreicht im Gegensatz zu herkömmlichen Verbrenner-Motoren einen Wirkungsgrad mit bis zu 100%. Diesel oder Benzinmotoren erreichen in der Regel zwischen 35% und 45%. Bei einem elektrischen Antrieb können zudem mehrere Elektromotoren gleichzeitig in einem Fahrzeug eingesetzt werden. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass bei dem Betrieb eines Elektromotors keine Geräusche oder lokale Emissionen entstehen. Des Weiteren zeichnen ihn eine stufenlose Beschleunigung und ein schnelles Ansprechverhalten aus. Durch die hohe Drehzahl und das kontinuierliche Drehmoment ist ein Getriebe zudem nicht erforderlich. Da ein elektrischer Antriebsstrang deutlich weniger bewegliche Teile enthält, wird der Wartungsaufwand reduziert.
Hybridfahrzeuge gelten als Vorstufe oder Übergangslösung auf dem Weg zu einem reinen Elektrofahrzeug und besitzen neben dem Verbrennungsmotor zusätzlich einen Elektromotor sowie einen Akkumulator. Im Unterschied zum Mildhybrid können Vollhybride (HEV) eigenständig elektrisch fahren und zwischen den beiden Antriebsarten wechseln. Eine Sonderform stellt hierbei der Plug-in Hybrid (PHEV) dar, der zusätzlich auch von außen an einer Steckdose geladen werden kann. Eine weitere Form der PHEV sind Elektrofahrzeuge mit einer Reichweitenverlängerung (Range-Extender). Bei dieser Antriebsform dient der Verbrennungsmotor lediglich dazu, die Reichweite des Akkus zu erhöhen, indem ein Generator angetrieben wird. Beim BEV Antrieb handelt sich es um ein rein elektrisch angetriebenes Fahrzeug. Im Gegensatz zu einem Hybrid wird der Elektromotor nur von einer Batterie gespeist. Es befindet sich somit kein Tank oder Verbrennungsmotor im Fahrzeug.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die globalen Herausforderungen der CO2-Reduktion ein, beschreibt das Potenzial der Brennstoffzellentechnologie und definiert die Forschungsfrage sowie den Untersuchungsverlauf der Arbeit.
2. Einführung in die Elektromobilität: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen elektrischen Antriebsarten, hebt die spezifischen Vorteile der Brennstoffzelle hervor und analysiert die aktuelle Situation und Infrastruktur in Hessen.
3. Treiber und Barrieren der Marktdurchdringung: Hier werden mittels der Multi-Level Perspective und des Technology Acceptance Models die Einflussfaktoren auf die Etablierung von Nischentechnologien theoretisch fundiert untersucht.
4. Marktforschung: Messung der Kundenzufriedenheit: Dieses Kapitel definiert die strategische Ausrichtung der Marktforschung anhand eines 7-Phasen-Modells und führt den Net Promoter Score als Kennzahl zur Messung der Kundenzufriedenheit ein.
5. Konzept zur Messung der Kundenzufriedenheit: Das Kapitel beschreibt die Entwicklung eines wissenschaftlichen Konzepts inklusive Studiendesign, Pretest und der Auswertung von Tiefeninterviews mit Experten aus der Branche.
6. Implikationen für die Markteinführung: Hier werden auf Basis der Datenauswertung ein Leistungsprofil erstellt sowie strategische Handlungsempfehlungen und konkrete Maßnahmen für eine erfolgreiche Markteinführung abgeleitet.
7. Fazit – Chancen und Herausforderungen: Dieses Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet kritisch die zukünftigen Chancen sowie die bestehenden Herausforderungen für die Brennstoffzellentechnologie.
8. Ausblick: Der Ausblick diskutiert das Szenario eines zukünftigen Parallelmarktes aus batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) und Brennstoffzellenfahrzeugen (FCEV) unter Berücksichtigung technologischer Trends und Netzstabilität.
Brennstoffzellenfahrzeug, FCEV, Elektromobilität, Kundenzufriedenheit, Marktforschung, Wasserstoff, Infrastruktur, Markteinführung, Nischentechnologie, Net Promoter Score, Mobilität, Nachhaltigkeit, Kundenbindung, Elektroauto, Hessen.
Die Arbeit befasst sich mit der Etablierung der Brennstoffzellentechnologie im Pkw-Bereich, spezifisch im Bundesland Hessen, und entwickelt Strategien, um die Akzeptanz und Markteinführung zu fördern.
Die Schwerpunkte liegen auf der Elektromobilität, der Messung von Kundenzufriedenheit mittels Marktforschungsmethoden, der Infrastrukturentwicklung sowie der strategischen Analyse von Nischentechnologien.
Die Leitfrage lautet: „Wie kann die Kundenzufriedenheit der Brennstoffzellenfahrzeug-Nutzer gemessen werden und mit welchen Implikationen kann die Markteinführung unterstützt werden?“
Die Arbeit nutzt einen explorativen Ansatz mit qualitativen Tiefeninterviews bei Experten, die im Bereich Brennstoffzellen- und Infrastrukturtechnologie tätig sind, sowie die Anwendung des Net Promoter Score zur quantitativen Bewertung.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung (Multi-Level Perspective, TAM2), die Entwicklung eines Marktforschungskonzepts, die Auswertung von Experteninterviews sowie die Erstellung eines Leistungsprofils im Vergleich zu anderen Antrieben.
Wichtige Schlagworte sind Brennstoffzellenfahrzeug, FCEV, Elektromobilität, Kundenzufriedenheit, Markteinführung, Wasserstoffinfrastruktur und Nachhaltigkeit.
Die aktuelle Infrastruktur in Hessen (Stand 2017) wird von den Experten als eines der größten Hindernisse identifiziert; ihre Ausbaufähigkeit ist eine Grundvoraussetzung für die Akzeptanz der Technologie.
Die interviewten Experten bewerten die Technologie als ausgereift und loben das Fahrerlebnis, sehen jedoch die hohen Anschaffungskosten und die Lücken in der Tankstellen-Infrastruktur als kritische Barrieren.
Aufgrund von Skaleneffekten, kalkulierbaren Nutzungsmodellen und der Möglichkeit eigener Betankungslösungen werden Firmenkunden als die primäre Zielgruppe für die kurzfristige Markteinführung identifiziert.
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