Diplomarbeit, 2011
105 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
Teil I: Alter und Altern
2. AUSEINANDERSETZUNG MIT DEM DEMOGRAFISCHEN WANDEL
3. WAS BEDEUTET ALTER UND ALTERN? EIN DEFINITIONSVERSUCH
4. PSYCHOGERONTOLOGISCHE THEORIEN DES ALTER(N)S
4.1 Defizittheorie
4.2 Theorien erfolgreicher Anpassung an das Alter und Altern
4.2.1 Die Disengagement-Theorie
4.2.2 Die Aktivitätstheorie
4.2.3 Die Kognitive Alternstheorie
4.2.4 Die Theorie der Optimierung durch Selektion und Kompensation
4.3 Die Lebenslaufperspektive
4.3.1 Altern als Auseinandersetzung mit Entwicklungskrisen
4.3.2 Altern als Abfolge von Entwicklungsaufgaben
4.3.3 Altern als Bewältigung kritischer Lebensereignisse
4.3.4 Differentielle Gerontologie: verschiedene Formen des Alterns
4.4 Alter und Altern: Neuere Forschungsperspektiven
4.4.1 Die ökologische Perspektive
4.4.2 Die kompetenzbezogene Perspektive
4.4.3 Die biographische und sinnbezogene Perspektive
4.5 Interventionsgerontologie
5. BIOLOGISCH-MEDIZINISCHE GRUNDLAGEN DES ALTERNS
5.1 Konstrukt 1: Genetische Programmierung
5.2 Konstrukt 2: Altern als deterministischer Prozess
5.3 Konstrukt 3: Altern als stochastischer Prozess
5.4 Konstrukt 4: Freie Radikale
5.5 Konstrukt 5: Vulnerabilität
5.6 Konstrukt 6: Krankheiten
5.6.1 Altersabhängige und Altersbegleitende Erkrankungen
5.6.2 Typische Alterskrankheiten
5.6.3 Krankheiten im Alter
5.7 Konstrukt 7: Demenz
5.8 Konstrukt 8: Geschlechtsdifferenzielle Krankheitsverläufe
5.9 Konstrukt 9: Terminal Decline
5.10 Konstrukt 10: Morbiditätskompression
5.11 Konstrukt 11: Aktive Lebenserwartung
TEIL II: BEWEGUNG
6. BEGRIFFSDEFINITIONEN
6.1 Motologie
6.2 Motorik
6.3 Psychomotorik
6.4 Motopädagogik
6.5 Motogeragogik
6.6 Bewegung
6.7 Organische Grundlagen von Bewegung
6.7.1 Neurophysiologische Aspekte
6.7.2 Neuropsychologische Aspekte
7. MOTORISCHE ENTWICKLUNG
7.1 Das Erlernen motorischer Fertigkeiten: Motorisches Lernen
7.2 Die Schematheorie
8. DIE KENNZEICHEN DER ALTERSMOTORIK
8.1 Bewegungsverhalten im Alter
8.2 Sportliche Aktivität im mittleren Lebensalter
9. GANZHEITLICHE GESUNDHEITSFÖRDERUNG DURCH SPORT UND BEWEGUNG
9.1 Auswirkungen von körperlicher Aktivität auf die physische Gesundheit
9.2 Auswirkungen von körperlicher Aktivität auf die physische Gesundheit am Beispiel von gesundheitsorientiertem Krafttraining
9.2.1 Zum Nutzen von Krafttraining für den Alterungsprozess bei älteren Menschen
9.2.2 Physische Gesundheitswirkungen
9.3 Auswirkungen von körperlicher Aktivität auf die psychische und psychosoziale Gesundheit
9.3.1 Auswirkungen von körperlicher Aktivität auf die psychische und psychosoziale Gesundheit aufgrund von gesundheitsorientiertem Krafttraining
10. BEDEUTUNGSDIMENSIONEN VON BEWEGUNG
10.1 Die instrumentelle Dimension von Bewegung: Der Körper als Werkzeug
10.2 Die explorierend-erkundende Dimension von Bewegung: Lernen durch Bewegung
10.3 Die soziale Dimension von Bewegung: Beziehungsgestaltung durch Bewegung
10.4 Die personale Dimension von Bewegung: Bewegung wirkt auf Persönlichkeit
11. WELCHE BEDEUTUNG HAT BEWEGUNG FÜR ÄLTERE MENSCHEN?
12. FAZIT UND AUSBLICK
Das Hauptziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Bedeutung von Bewegung für ältere Menschen und den Alterungsprozess zu untersuchen. Im Fokus steht dabei die Frage, wie Bewegung als spezifischer Gegenstand der Motologie im Alter zur Gesundheitsförderung und zur Aufrechterhaltung der Lebensqualität beitragen kann und welche theoretischen Grundlagen sowie Interventionsmöglichkeiten hierfür existieren.
4.2.1 Die Disengagement-Theorie
Die Disengagement-Theorie ist soziologisch orientiert und basiert auf Ergebnissen einer empirischen Untersuchung, bei der ein Vergleich von jüngeren und älteren Menschen angestellt wurde. Dabei ist bei Älteren das Nachlassen der Teilnahme am sozialen Leben, eine Verkleinerung des Lebensraumes, eine wachsende Orientierung nach Innen und ein erlebnisbezogener Rückzug festgestellt worden. Diese Beobachtungen wurden von älteren Menschen selbst „als befreiend erlebt und mit subjektiver Zufriedenheit verbunden“ (Kolb 1999, S. 88).
Cumming und Henry entwickelten diese Theorie 1961 auf der Grundlage der beschriebenen Ergebnisse und charakterisieren den Prozess des Alterns durch einen unvermeidlichen Rückzug aus gesellschaftlichen Kontexten. Die Kernaussage der Disengagement-Theorie ist demnach: Ältere Menschen verspüren das Bedürfnis, soziale Rollen aufzugeben und gesellschaftliche Verpflichtungen abzugeben, sowie ihre Aktivitäten im sozialen Raum zu verringern. Dies ist laut Cumming und Henry ein sozial zweckmäßiger und funktionaler Verlauf, da der Verlust von Rollen einem entsprechenden persönlichen Bedürfnis älterer Menschen entspricht (vgl. Tews 1979).
1. EINLEITUNG: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Lebensqualität im Alter sowie in das Phänomen Bewegung als Element der Gesundheitsförderung ein.
2. AUSEINANDERSETZUNG MIT DEM DEMOGRAFISCHEN WANDEL: Das Kapitel analysiert die demografische Entwicklung in Deutschland und die damit verbundenen Herausforderungen für die Gesellschaft.
3. WAS BEDEUTET ALTER UND ALTERN? EIN DEFINITIONSVERSUCH: Hier werden verschiedene wissenschaftliche Definitionen von Alter und Altern (kalendarisch, biologisch, psychologisch, sozial) vorgestellt.
4. PSYCHOGERONTOLOGISCHE THEORIEN DES ALTER(N)S: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über verschiedene psychogerontologische Modelle zur Erklärung und Bewältigung von Alterungsprozessen.
5. BIOLOGISCH-MEDIZINISCHE GRUNDLAGEN DES ALTERNS: Dieses Kapitel erläutert biologische Konstrukte des Alterns, von genetischen Faktoren bis hin zu Krankheitsverläufen.
6. BEGRIFFSDEFINITIONEN: Es werden grundlegende Fachbegriffe der Motologie wie Motorik, Psychomotorik und Motogeragogik definiert.
7. MOTORISCHE ENTWICKLUNG: Dieser Teil befasst sich mit den Gesetzmäßigkeiten der motorischen Entwicklung über die Lebensspanne sowie mit den Mechanismen des motorischen Lernens.
8. DIE KENNZEICHEN DER ALTERSMOTORIK: Die biologischen Veränderungen und deren Auswirkungen auf das Bewegungsverhalten im Alter werden detailliert beschrieben.
9. GANZHEITLICHE GESUNDHEITSFÖRDERUNG DURCH SPORT UND BEWEGUNG: Hier wird der Nutzen von körperlicher Aktivität und gezieltem Krafttraining auf physische und psychische Gesundheitsparameter untersucht.
10. BEDEUTUNGSDIMENSIONEN VON BEWEGUNG: Das Kapitel systematisierte Bewegung in instrumentelle, explorierend-erkundende, soziale und personale Dimensionen.
11. WELCHE BEDEUTUNG HAT BEWEGUNG FÜR ÄLTERE MENSCHEN?: Diese abschließende Synthese reflektiert die Rolle von Bewegung als Medium zur Förderung der Selbständigkeit und Lebensqualität.
12. FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die Bedeutung von Bewegung für ein erfolgreiches Altern zusammen.
Bewegung, Altern, Motologie, Motogeragogik, Gerontologie, Lebensqualität, Gesundheitsförderung, Motorik, Altersmotorik, körperliche Aktivität, Krafttraining, Adaption, Lebenslaufperspektive, Handlungskompetenz, Prävention
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Bewegung für ältere Menschen und den Prozess des Alterns unter Berücksichtigung motologischer und gerontologischer Perspektiven.
Die Arbeit verknüpft biologische, psychologische und sozialwissenschaftliche Aspekte des Alterns mit den Funktionen und Bedeutungsdimensionen von Bewegung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Bewegung als Mittel zur Gesundheitsförderung und Persönlichkeitsentwicklung dazu beitragen kann, die Lebensqualität und Selbständigkeit im Alter zu erhalten oder zu verbessern.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Motologie, Gerontologie und Sportwissenschaft basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in zwei Teile: Teil I behandelt die theoretischen Grundlagen des Alterns (psychogerontologisch und biologisch-medizinisch), während Teil II die Bedeutung von Bewegung und Motologie im Alter detailliert analysiert.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Motogeragogik, Lebensqualität, Altersmotorik, Gesundheitsförderung und Handlungskompetenz definieren.
Die Motogeragogik wird als ganzheitliche Konzeption dargestellt, die speziell darauf ausgerichtet ist, durch Bewegungsangebote die Persönlichkeitsentwicklung älterer Menschen in verschiedenen Lebensbereichen zu unterstützen.
Der "Schubladenkasten" dient als systematisches Ordnungsinstrument, um Praxisangebote für ältere Menschen in die Bereiche Person (Ich-Kompetenz), soziales Netzwerk (Sozialkompetenz) und Umwelt (Sachkompetenz) zu gliedern.
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