Bachelorarbeit, 2018
111 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
2 Altersarmut als Begriff und Lebenslage
2.1 Definitionen
2.2 Entwicklung von Altersarmut in Deutschland
2.2.1 Statistische Armutsgefährdung älterer Menschen in Deutschland und Hannover
2.2.2 Ursachen
2.2.3 Prognosen
2.2.4 Folgen
2.3 Strategien zur Vermeidung und Überwindung von Altersarmut
2.3.1 Materielle Verbesserungen
2.3.2 Prävention bei der jüngeren Generation
2.3.3 Aktivierung von Betroffenen
3 Soziale Ausgrenzung als Phänomen und Diskurs
3.1 Definition und Erscheinungsformen
3.2 Teilhabe als Zieldimension in der Vermeidung sozialer Ausgrenzung
3.3 Unterschied zwischen der sozialen Ausgrenzung und Armut
3.4 Mess- und Anasyseverfahren der sozialen Ausgrenzung
3.5 Bedeutung des Sozialraumes für die Vermeidung sozialer Ausgrenzung
4 Altersarmut und soziale Ausgrenzung als Herausforderungen in der Sozialer Arbeit
4.1 Aufgabenbereiche Sozialer Arbeit bei Armut und sozialer Ausgrenzung
4.2 Bestehende Konzepte und Methoden Sozialer Arbeit
4.3 Neue Handlungsmodelle und -ansätze in der Sozialen Arbeit
5 Darstellung der Forschungsergebnisse
5.1 Forschungsfrage und Aufgabenstellung
5.2 Methodische Vorgehensweise
5.3 Bearbeitungsweise der erhobenen Daten
5.4 Thematische Zusammenfassung von Expertenbefragungen
5.4.1 Bestehende Handlungsansätze der kommunalen Seniorenarbeit
5.4.2 Zugang zur Zielgruppe armer älterer Menschen
5.4.3 Fördernde und hemmenden Bedingungen für soziale Teilhabe
5.4.4 Erfolgsfaktoren der kommunalen Senioren Arbeit
5.4.5 Auftretende Probleme im Arbeitsfeld
5.4.6 Verbesserungsvorschläge
5.5 Evaluation und Ergebniszusammenfassung von Expertenbefragungen
6 Fazit
Diese Arbeit untersucht, wie die Soziale Arbeit zur Vermeidung von Altersarmut beitragen kann und wie armen älteren Menschen eine gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht wird. Der Fokus liegt dabei auf sozialräumlichen Handlungsansätzen in der Stadt Hannover.
2.2.2 Ursachen
Mit dem Beginn der Industrialisierung wurde bei der Betrachtung der Lebenssituationen von Menschen deutlich, dass große Teile der Arbeiterschaft neue Produktionsformen der Fabrikarbeit in die Armutslagen gedrängt haben, aus denen sie nur mit sehr geringen Chancen herauskommen konnten. Armut wurde somit zum Massenphänomen. Und diese Tatsache führte zur weiteren Schlussfolgerung, dass Armut in europäischen Länder, wenngleich auch in anderen Industrieländern, kein Naturereignis oder individuelles Schicksal, „dass es der Einzelne ist, der in der individualisierten Gesellschaft versagt hat“, sondern das Resultat politischer und ökonomischer Entscheidungen darstellt.
Der Trend setzt sich heutzutage weiter fort, allerdings schon mit anderen strukturellen Bedingungen. Globalisierung, Neoliberalismus, Prekarisierung, Digitalisierung und ihren vielfältigen globalen Auswirkungen auf das menschliche Leben haben längst ein Ausmaß erreicht, dass Menschen infolge der Veränderungen in der modernen Arbeitswelt, geringen Arbeitschancen und prekären Arbeitsbedingungen wieder in die materiellen Notlagen gedrängt werden.
In Hinblick auf die einkommensgebundenen Armutsrisiken lässt sich insgesamt feststellen, dass die Ursachen von Altersarmut sowohl auf die externen als auch internen Faktoren zurückzuführen sind. Zu den externen Faktoren werden die nicht einflussbaren Erscheinungen in der Bevölkerungsentwicklung gezählt. Die internen Faktoren beziehen sich wiederum auf die absehbaren strukturellen Folgen der sozialpolitischen Entscheidungen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Altersarmut in Deutschland ein und umreißt die Relevanz für die Soziale Arbeit.
2 Altersarmut als Begriff und Lebenslage: Dieses Kapitel definiert Altersarmut, beleuchtet ihre Ursachen sowie die sozioökonomischen Entwicklungen und Prognosen.
3 Soziale Ausgrenzung als Phänomen und Diskurs: Hier wird der Begriff der sozialen Ausgrenzung theoretisch hergeleitet und von Armut differenziert.
4 Altersarmut und soziale Ausgrenzung als Herausforderungen in der Sozialer Arbeit: Dieses Kapitel erörtert die Aufgaben der Sozialen Arbeit und präsentiert aktuelle Konzepte zur Teilhabeförderung.
5 Darstellung der Forschungsergebnisse: Das Hauptkapitel präsentiert die methodische Vorgehensweise sowie die Ergebnisse der durchgeführten Experteninterviews in Hannover.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Handlungsspielräume der Sozialen Arbeit.
Altersarmut, Soziale Arbeit, Soziale Ausgrenzung, Armutsprävention, Sozialraumorientierung, Teilhabe, Altenhilfe, Kommune, Hannover, Prekarisierung, Altersversorgung, Soziale Netzwerke, Armutsfolgen, Expertenbefragung.
Die Arbeit befasst sich mit dem Thema Altersarmut und den damit verbundenen Herausforderungen für die Soziale Arbeit, insbesondere im Kontext sozialer Ausgrenzung.
Die zentralen Felder sind die Definition und Ursachen von Altersarmut, die Bedeutung sozialer Teilhabe sowie Konzepte der Quartiersentwicklung.
Das Ziel ist es, Chancen und Grenzen sozialarbeiterischer Interventionen bei der Arbeit mit armen, älteren Menschen zu identifizieren und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer empirischen Studie mit vier Experteninterviews in der Stadt Hannover.
Der Hauptteil analysiert theoretische Hintergründe von Armut und Ausgrenzung sowie die praktischen Handlungsansätze der kommunalen Seniorenarbeit.
Die wichtigsten Begriffe sind Altersarmut, Soziale Arbeit, soziale Ausgrenzung, Teilhabe und Quartiersentwicklung.
Die Experten betonen, dass Kommunen zwar keine Ursachen von Armut bekämpfen können, aber maßgeblich zur Abmilderung von Armutsfolgen durch lokale soziale Unterstützung beitragen.
Viele betroffene Senioren schämen sich für ihre finanzielle Notlage und empfinden die Inanspruchnahme von Unterstützung als persönliches Scheitern oder Schwäche, weshalb sie soziale Hilfsangebote häufig meiden.
Der Sozialraum bildet den direkten Lebensalltag älterer Menschen; eine barrierefreie Infrastruktur und gut funktionierende nachbarschaftliche Netzwerke sind entscheidend, um Isolation zu verhindern.
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