Diplomarbeit, 2005
127 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Herleitung des Themas
1.2 Ziel der Arbeit
2 Begriffe und Definitionen
3 Struktur der Arbeitslosigkeit
3.1 Ursachen von Arbeitslosigkeit in Deutschland
3.2 Formen der Arbeitslosigkeit
3.3 Problemgruppen
3.3.1 Jugendliche bis 25 Jahren
3.3.2 Ältere ab 50 Jahre
4 Folgen von Arbeitslosigkeit
4.1 Wirtschaftliche Folgen
4.2 Gesellschaftliche Folgen
4.3 Folgen für die Politik
4.4 Folgen der Arbeitslosigkeit für den Einzelnen
5 Arbeitsvermittlung in Deutschland
5.1 Entwicklung
5.2 Arbeitsvermittlung aktuell
5.3 Private Arbeitsvermittlung
5.4 Öffentliche Arbeitsvermittlung
5.4.1 Job-AQTIV- Gesetz
5.4.2 Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt - Bericht der Hartz- Kommission
6 Vermittlungstätigkeit
6.1 In der Bundesagentur für Arbeit
6.1.1 Experteninterview
6.1.2 Erkenntnisse aus den Interviews
6.1.3 Kritik
6.2 In einer privaten Arbeitsvermittlung
6.2.1 Angaben zum Beispielobjekt
6.2.2 Das Konzept „Börse für Arbeitsmarkthilfen“
6.2.3 Ablauf der Vermittlung
6.2.4 Kritik
7 Maßnahmen der Arbeitsagenturen
7.1 Marktnahe Maßnahmen der Arbeitsagenturen
7.1.1 „Profiling“ und Eingliederungsvereinbarung
7.1.2 Unterstützungsleistungen der Arbeitsagentur
7.1.3 Bildungsgutschein für berufliche Weiterbildung
7.1.4 Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahme (TM)
7.1.5 Engeltsicherung (ehemals Lohnversicherung)
7.1.6 Eingliederungszuschuss
7.2 Beschäftigung fördernde Maßnahmen der Arbeitsagenturen
7.2.1 Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM)
7.2.2 Strukturanpassungsmaßnahme (SAM)
7.2.3 Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung / Ein-Euro-Job
7.3 Maßnahmen im Auftrag der Arbeitsagenturen
7.3.1 Beauftragen von Dritten mit der Vermittlung
7.3.2 Beauftragen von Trägern mit Eingliederungsmaßnahmen
7.3.3 Vermittlungsgutschein
7.3.4 PersonalServiceAgenturen (PSA)
8 Interview mit der Zielgruppe
8.1 Vorbemerkungen zur Gruppe
8.2 Auswertung
9 Verbesserung der Vermittlungstätigkeit
10 Resümee
Die Diplomarbeit untersucht die Effizienz der öffentlichen und privaten Arbeitsvermittlung in Deutschland, mit einem besonderen Fokus auf die Integration von älteren Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt unter Berücksichtigung aktueller arbeitsmarktpolitischer Instrumente.
1.1 Herleitung des Themas
Das Thema Arbeitslosigkeit beschäftigt mich jetzt schon seit mehreren Jahren. Allerdings haben sich meine Ansichten und Meinungen darüber im Laufe dieser Zeit grundlegend geändert. So dass ich heute glaube, einen menschlichen aber auch realistischen Standpunkt zu diesem Problem der Gesellschaft zu vertreten. Die Situation der Arbeitslosen hat mich in dem Beschluss bestärkt, gerade dieses Problem zu thematisieren.
Meine Praxissemester absolvierte ich in einer Berufsbildungsstätte in Apolda. Ein gesetzt wurde ich im Lernstudio EASy, ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt, welches Arbeitslose bei der Suche nach Arbeit unterstützte. Nach den beiden Praxissemestern konnte ich, bis zur Einstellung des Projektes im Mai 2004, in der Arbeitsvermittlung arbeiten.
In dieser Zeit betreute ich überwiegend ältere Arbeitsuchende, so dass ich zu dem Entschluss kam, diese Problemgruppe zu thematisieren.
Damals vertrat ich die Auffassung, dass alle die arbeiten wollen, auch Arbeit be kommen. Heute sehe ich das ein wenig anders. Natürlich ist die Lage in Deutsch land im Hinblick auf das Problem der hohen Arbeitslosigkeit sehr schwierig, aber trotzdem bin ich der Meinung, dass viele Arbeitslose nicht genug tun, um sich aus ihrer prekären Lage zu befreien. Sie lassen eher tun. Es ist an der Zeit, dass die Menschen selbst die Verantwortung dafür tragen, was mit ihnen geschieht.
1 Einleitung: Darstellung der hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland als zentrales gesellschaftliches Problem und Motivation der Autorin durch praktische Erfahrungen in der Arbeitsvermittlung.
2 Begriffe und Definitionen: Erläuterung grundlegender Konzepte wie Arbeit, Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit zur wissenschaftlichen Einordnung.
3 Struktur der Arbeitslosigkeit: Analyse der Ursachen, Formen und spezifischer Problemgruppen, mit besonderem Blick auf Jugendliche und Ältere.
4 Folgen von Arbeitslosigkeit: Untersuchung der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen sowie die persönlichen Konsequenzen für den Einzelnen.
5 Arbeitsvermittlung in Deutschland: Historische Entwicklung und aktuelle Reformen der Arbeitsverwaltung, insbesondere durch das Job-AQTIV-Gesetz und die Hartz-Kommission.
6 Vermittlungstätigkeit: Gegenüberstellung der praktischen Arbeitsweise in der Bundesagentur für Arbeit und bei privaten Dienstleistern basierend auf Experteninterviews und eigenen Erfahrungen.
7 Maßnahmen der Arbeitsagenturen: Detaillierte Prüfung marktnaher und beschäftigungsfördernder Instrumente hinsichtlich ihrer Eignung für ältere Arbeitslose.
8 Interview mit der Zielgruppe: Auswertung einer Gruppendiskussion mit Frauen über 50 Jahren zu deren Erfahrungen mit der Arbeitsagentur.
9 Verbesserung der Vermittlungstätigkeit: Entwicklung konkreter Handlungsempfehlungen zur effizienteren Integration älterer Arbeitsloser.
10 Resümee: Zusammenfassende Einschätzung der Arbeitsmarktsituation und der Rolle der Arbeitsvermittlung.
Arbeitslosigkeit, Arbeitsvermittlung, ältere Arbeitnehmer, Bundesagentur für Arbeit, Hartz-Reformen, Arbeitsmarktpolitik, Integration, Job-AQTIV-Gesetz, PersonalServiceAgenturen, Vermittlungsgutschein, Eigenaktivität, Qualifizierung, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Arbeitsmarkt, Sozialwesen.
Die Arbeit untersucht, wie Arbeitsvermittlungen, besonders bei der Integration älterer Arbeitsloser, effizienter arbeiten können.
Die Analyse umfasst die Strukturen der Arbeitslosigkeit, die Folgen für den Einzelnen und die Gesellschaft sowie die verschiedenen Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik.
Das primäre Ziel ist die Identifizierung von Maßnahmen und Dienstleistungen zur nachhaltigen Steigerung der Erwerbstätigenquote älterer Arbeitsloser.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche, Experteninterviews mit Vermittlern der Arbeitsagentur und einer Gruppendiskussion mit betroffenen Frauen über 50.
Der Hauptteil analysiert das System der Arbeitsvermittlung in Deutschland, vergleicht öffentliche und private Akteure und prüft diverse Förderinstrumente wie Vermittlungsgutscheine oder Trainingsmaßnahmen.
Wichtige Begriffe sind Arbeitslosigkeit, ältere Arbeitnehmer, Arbeitsmarktpolitik, Arbeitsvermittlung und Hartz-Reformen.
Sie sind häufig mit Vorurteilen hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit konfrontiert, weisen oft eine geringere Mobilität auf und fühlen sich durch die Arbeitslosigkeit psychosozial stark belastet.
Sie erachtet einen aktiven und regelmäßigen Kontakt zu Arbeitgebern als unerlässlich für eine erfolgreiche Vermittlung, da Unternehmen als Kunden der Arbeitsagenturen in den Mittelpunkt rücken müssen.
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