Bachelorarbeit, 2017
38 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Einführung in die Thematik
1.2. Frank Zappa: Biografie
2. Zappas Rhythmik
2.1. The Black Page no 1 – Einführung
2.1.1. Gesamtform
2.1.2. Skalenmaterial
2.1.3. Intervallik
2.1.4. Analytische Betrachtungen
2.2. Inca Roads – Einführung
2.2.1. Gesamtform
2.2.2. Skalenmaterial
2.2.3. Analytische Betrachtungen
3. Harmonische Prinzipien in Zappas orchestraler Musik ab ~1979
3.1. Sinister Footwear – Einführung
3.1.1. Voicings in Sinister Footwear
4. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die musikalische Stilistik von Frank Zappa anhand ausgewählter Werke. Dabei steht die Analyse der komplexen rhythmischen Strukturen sowie der spezifischen harmonischen Voicing-Konzepte in seinen orchestralen Kompositionen im Zentrum der Untersuchung.
1.1. Einführung in die Thematik
In dieser Arbeit gehe ich analytisch auf die musikalische Stilistik von Frank Zappa ein, indem ich zwei ausgewählte Stücke, The Black Page no 1 (1976), und Inca Roads (1972/73), auf die Aspekte Form, Intervallik, skalares Material und - äußerst wichtig - Rhythmik/Metrik hin untersuche. Als Ausgangspunkt dienen die Versionen der Stücke, die jeweils auf den Alben Zappa in New York (1978) und One Size Fits All (1975) veröffentlicht wurden. Ich habe diese zwei Stücke ausgewählt, weil sie zwei Polaritäten in Zappas Form des rhythmischen Ausdrucks gut verdeutlichen: Einerseits 1) komplexe Polyrhythmik, verschachtelte N-Tolen über einem langsamen Viertelnoten-Puls und 2) rhythmische, metrische Variation, viele ungerade Taktarten und Taktwechsel.
Im darauffolgenden Kapitel gehe ich schließlich auf harmonische Prinzipien ein, die sich in seinen Orchesterwerken von ca. 1979-1984 zeigen, im Genaueren auf die methodische Verwendung von 7-8-stimmigen, sehr oft homophon geführten Akkord-Schichtungen, sogenannten „Voicings“ ohne Tonverdopplungen. Um die Identifikation dieser Voicings in jeglicher Transposition zu erleichtern, verwende ich die in der Set Theorie gebräuchliche Bezeichnung von Intervallen als die Anzahl an in ihnen enthaltenen Halbtonschritten: 1= Halbton; 2 = Ganzton; 3 = kleine Terz; 4 = große Terz usw. Die kleine und große Septime werden von mir mit z und e (zehn und elf) bezeichnet, die eingedeutschte Version des englischen t und e (ten, eleven). Die Intervalle eines Akkords werden von unten nach oben, vom tiefsten zum höchsten Ton, in einer Klammer von links nach rechts aufgelistet.
1. Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus auf die analytische Untersuchung von Zappas Musik, insbesondere hinsichtlich Rhythmik, Metrik und Harmonik, und bietet einen biografischen Abriss des Komponisten.
2. Zappas Rhythmik: Dieses Kapitel analysiert rhythmische Besonderheiten anhand der Stücke "The Black Page no 1" und "Inca Roads", wobei komplexe Metrik und rhythmische Variationen im Vordergrund stehen.
3. Harmonische Prinzipien in Zappas orchestraler Musik ab ~1979: Hier werden Zappas Voicing-Techniken in Orchesterwerken untersucht, wobei der Fokus auf 7-8-stimmigen Akkordstrukturen ohne Tonverdopplungen liegt, demonstriert am Beispiel von "Sinister Footwear".
4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung reflektiert Zappas eigenständige musikalische Sprache, seine autodidaktische Herangehensweise und die Bedeutung seiner innovativen Kompositionstechniken.
Frank Zappa, Musiktheorie, Rhythmik, Polyrhythmik, Voicings, Kompositionstechnik, Harmonik, The Black Page, Inca Roads, Sinister Footwear, Orchesterwerke, Musikanalyse, 20. Jahrhundert, Moderne Musik, Set Theorie
Die Arbeit bietet eine fundierte musikanalytische Untersuchung der Werke von Frank Zappa, insbesondere seines rhythmischen und harmonischen Stils.
Die Schwerpunkte liegen auf der rhythmischen Komplexität seiner Musik und der systematischen Verwendung spezifischer harmonischer Voicings in seinen späteren Orchesterwerken.
Das Ziel ist es, Zappas kompositorische Stilistik durch die detaillierte Analyse von Form, Intervallik und Rhythmik besser verständlich und nachvollziehbar zu machen.
Die Arbeit nutzt eine formale Musikanalyse der gewählten Partituren und Aufnahmen, ergänzt durch transkriptive Ansätze und den Einbezug musiktheoretischer Konzepte wie der Set Theorie.
Der Hauptteil gliedert sich in die rhythmische Analyse von "The Black Page no 1" und "Inca Roads" sowie die Untersuchung harmonischer Prinzipien in Werken wie "Sinister Footwear".
Zentral sind Begriffe wie Frank Zappa, Rhythmik, Polyrhythmik, Voicings und Musikanalyse.
Zappas Voicings zeichnen sich durch 7-8-stimmige Strukturen aus, bei denen konsequent auf Tonverdopplungen verzichtet wird, um eine spezifische Klangfarbe zu erreichen.
Der Autor führt für die Analyse eigene Transkriptionen durch, um die musikalischen Strukturen trotz fehlender Veröffentlichungen durch die Nachlassverwaltung präzise untersuchen zu können.
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