Bachelorarbeit, 2017
43 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Grundlagen des Copings: Stressentstehung und Stressbewältigung
2.1 Stress: Belastung oder Übersteigung kognitiver Anforderungen
2.1.1 Begriffsbestimmung: Stress
2.1.2 Kognitiver Bewertungsprozess zur Entstehung von Stress
2.2 Coping: Bewältigung von Stress
2.2.1 Begriffsbestimmung: Coping
2.2.2 Klassen von Coping-Strategien
2.2.3 Unterscheidung: Adaptive und maladaptive Coping-Strategien
3 Humor als multidimensionales Konzept
3.1 Annäherung an den Humorbegriff
3.1.1 Unterschiedliche Definitionsansätze
3.1.2 Soziale, kognitive und emotionale Prozesse im Kontext von Humor
3.2 Identifizierung von individuellen Persönlichkeitsaspekten
3.2.1 Humor als Persönlichkeitseigenschaft: Sinn für Humor
3.2.2 Adaptive und maladaptive Humorstile
4 Coping-Strategien im Kontext von Humor
4.1 Stressreduktion mit einem Sinn für Humor
4.2 Strategie zur emotionalen Distanzierung von negativen Situationen
4.3 Strategie der kognitiven Ablenkung
4.4 Annullierung negativer Emotionen mit Humor
4.5 Verstärkung der sozialen Unterstützung durch Humor
5 Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Mechanismen, durch die Humor als Coping-Strategie zur Stressbewältigung eingesetzt werden kann, um negative Emotionen zu regulieren und die psychische Gesundheit zu fördern.
4.2 Strategie zur emotionalen Distanzierung von negativen Situationen
Im Sinne des Transaktionsmodells nach Lazarus hängt die Stressentstehung von der vorgeschalteten kognitiven Stressbewertung ab, während die im Coping-Prozess stattfindet (vgl. Abschnitt 2.1.2). Demzufolge spielt der Coping-Prozess eine wichtige Rolle hinsichtlich des Ausgangs und der Auswirkungen von Stress.
Eine effektive Coping-Strategie zur Limitierung von Stress ist die kognitive Neubewertung (siehe Abb. 2). Die kognitive Neubewertung beschreibt einen Mechanismus der Neuinterpretation eines Stressors. Aus der Neubewertung resultiert eine potentielle Bewältigung des Stresses, was aber impliziert, dass die Strategie (wie alle Coping-Strategien) nicht immer erfolgreich ist. Lefcourt et al. (1995) bezeichnen die Strategie der Neubewertung als perspective-taking humor. Der Perspektivwechsel wird erreicht, wenn das Individuum bereit ist, aus einer inneren Distanz eine „komische Version“ von sich selbst zu betrachtet (vgl. Lefcourt et al. 1995, S. 387; Samson et al. 2014, S. 576). Die Strategie können demnach vor allem Menschen anwenden, die einen ausgeprägten sozialen Humor haben (vgl. Abschnitt 3.2.2). In Folge der Neubewertung wird der Stressor kontrollierbarer und eine emotionale Distanz zu dem Negativereignis kann hergestellt werden (vgl. Kuiper und Martin 1998, S. 162; Samson und Gross 2014, S. 174).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der humorvollen Stressbewältigung ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit.
2 Grundlagen des Copings: Stressentstehung und Stressbewältigung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Stresserlebens nach Lazarus sowie die Definition und Klassifizierung von Coping-Strategien.
3 Humor als multidimensionales Konzept: Hier wird Humor als vielschichtiges Konstrukt untersucht, wobei sowohl die begriffliche Annäherung als auch messbare Persönlichkeitsaspekte wie Humorstile behandelt werden.
4 Coping-Strategien im Kontext von Humor: Das Hauptkapitel analysiert empirische Studien zur Wirksamkeit von Humor bei der Stressreduktion, Distanzierung und Emotionsregulation.
5 Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und reflektiert die Rolle von Humor als hilfreiches Instrument zur Bewältigung von Stress.
Humor, Coping, Stressbewältigung, Stress, kognitive Neubewertung, Humorstile, Emotionsregulation, soziale Unterstützung, psychische Gesundheit, Stresspuffer, Lebenszufriedenheit, transaktionale Stresstheorie.
Die Arbeit untersucht die wissenschaftlichen Zusammenhänge zwischen Humor und der Fähigkeit von Menschen, mit Stress umzugehen, und wie Humor dabei als Coping-Strategie fungiert.
Die zentralen Felder umfassen die Stress- und Coping-Theorie (insbesondere nach Lazarus), die Humorforschung sowie die Anwendung humorvoller Strategien zur Emotionsregulation.
Das Ziel ist es, durch eine Literaturanalyse zu ermitteln, welche Möglichkeiten bestehen, Humor gezielt als Coping-Strategie einzusetzen, um negativen Stress zu bewältigen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Forschungsüberblick-Analyse, in der existierende psychologische Studien zu Stress, Coping und Humor zusammengeführt und diskutiert werden.
Im Hauptteil (Kapitel 4) werden spezifische humorvolle Bewältigungsstrategien wie Neubewertung, kognitive Ablenkung und die Rolle von Humor für soziale Unterstützung anhand empirischer Studien detailliert untersucht.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Coping, Humorstile, Stressbewältigung, Emotionsregulation und Stresspuffer gekennzeichnet.
Es dient dazu, humoriges Verhalten besser von der momentanen Stimmungslage abzugrenzen und Humor sowohl als stabile Persönlichkeitseigenschaft als auch als zeitlich begrenzten Zustand zu verstehen.
Während sozialer Humor Beziehungen stärkt und die soziale Unterstützung fördert, kann aggressiver Humor langfristig soziale Beziehungen schädigen, auch wenn er kurzfristig als Ventil dienen mag.
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