Examensarbeit, 2017
74 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Begriffserklärung Autorität
2.1 Definitionen in der Fachliteratur
2.1.1 Lenzen: Pädagogische Grundbegriffe
2.1.2 Roth: Autorität und Unterwerfung
2.1.3 Wehle: Lexikon pädagogischer Schlagworte und Begriffe
2.1.4 Bahrdt: Schlüsselbegriffe der Soziologie
2.1.5 Horney: Pädagogisches Lexikon
2.1.5 Sennet: Autorität
2.1.6 Gesamtbetrachtung der Literatur
2.2 Spannungsfelder Autorität
2.2.1 Autorität und Autonomie
2.2.2 Autorität und Freiheit
2.2.3 Autorität und Macht
3. Autorität in der Schule
3.1 Autorität der Lehrperson
3.2 Autorität – Die acht Kompetenzbereiche
3.2.1 Fachkompetenz und didaktisch-methodische Kompetenz
3.2.2 Erzieherische und diagnostische Kompetenz
3.2.3 Sozio-emotionale und kommunikative Kompetenz
3.2.4 Personale Kompetenz und Handlungskompetenz
3.3 Problemfelder in der Schule
3.4 Geschlecht Nebensache?
4. Forschungsfragen
4.1 Forschungsmethode
4.2 Fragestellung
4.3 Hypothese
5. Untersuchung
5.1 Durchführung der Untersuchung
5.1.1 Vorarbeiten
5.1.2 Gewinnung der Stichproben
5.1.3 Durchführung der Untersuchung
5.2 Allgemeine Fragen
5.2.1 Schulklasse und Geschlecht
5.2.2 Schultypus und Geschlecht
5.3 Sachbezogene Fragen
5.3.1 Vorstellungen zum Begriff Autorität
5.3.2 Erfahrungen mit dem Begriff Autorität
5.3.3 Autorität in Bezug auf das Geschlecht der Lehrkraft
5.3.4 Merkmale einer spezifischen Autoritätsperson
5.3.5 Geschlecht der spezifischen Autoritätsperson
6. Ergebnisse der Untersuchung
6.1 Was ist Autorität?
6.2 Erfahrungen mit Autoritäten
6.3 Männliche Lehrkraft als Autoritätsperson
6.4 Merkmale der Autoritätsperson
6.5 Geschlecht der Autoritätsperson
7. Besprechung der Untersuchung
7.1 Autorität aus Sicht der Schülerinnen und Schüler
7.2 Merkmale einer Lehrperson mit Autorität
7.3 Geschlecht einer Lehrperson mit Autorität
7.4 Notwendige Kompetenzen
8. Fazit
Die Arbeit untersucht das Verständnis von Autorität bei Schülerinnen und Schülern sowie den Einfluss des Geschlechts der Lehrkraft auf die Wahrnehmung von Autorität im schulischen Kontext. Dabei wird erforscht, welche Merkmale eine Autoritätsperson aus Sicht der Schülerschaft auszeichnen und inwieweit soziologische Definitionen von Autorität mit dem schulischen Alltag korrespondieren.
2.1.2 Roth: Autorität und Unterwerfung
Roth beschreibt in seinem Artikel „Autorität und Unterwerfung“ den Begriff Autorität in Verbindung mit Herrschaft, die von einer überlegenen Person ausgeübt wird. Herrschaft verlangt Unterwerfung unter einem Befehl, einem Vorbild oder einem Expertenurteil. „Autorität ist ein spezifisches Beziehungsmuster in Herrschaftsverhältnissen, das von der Anerkennung bis zur Unterwerfung reichen kann.“ 10 Obwohl die Anerkennung von Autorität zur Folge hat, Anforderungen und Erwartungen zu entsprechen, besteht die Möglichkeit, im Hintergrund negativ über seinen Vorgesetzten, egal ob Lehrer oder Chef, zu sprechen. „Autorität ist überall. Wo immer sich Menschen dauerhaft miteinander verbinden und soziale Ordnung schaffen, erkennen sie einander nicht nur als verschiedene Gleiche, sondern auch als Ungleiche an.“ 11 Man kann sich Autorität nicht entziehen, auch wenn oft von antiautoritärer Kritik gesprochen wird. So ist sie vorhanden, sobald Personen eine soziale Position einnehmen, woraus man schließen kann, dass Autorität keine Eigenschaft ist. Hingegen kann sie von anderen anerkannt werden und ohne Beziehung nicht existieren. Anerkannte Autorität kann verschiedene Ursprünge haben, z.B. Amtsbonus oder Freiwilligkeit bis hin zur Unterdrückung. Roth erläutert anhand von den zwei Adjektiven autoritativ und autoritär das Spektrum der Autorität. Autoritativ weist auf zwanglose Anerkennung hin und autoritär steht für notwendige Anwendung von Gewalt, wenn Autorität nicht zugesprochen wird.12
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung und Vielschichtigkeit des Autoritätsbegriffs und führt in die Fragestellung zur Autorität von Lehrkräften in der Schule ein.
Begriffserklärung Autorität: Dieses Kapitel analysiert verschiedene pädagogische und soziologische Definitionen von Autorität sowie die damit verbundenen Spannungsfelder zu Freiheit und Macht.
Autorität in der Schule: Es werden die Aufgaben der Lehrperson sowie acht spezifische Kompetenzbereiche erläutert, die zur Entwicklung von Autorität im Unterricht beitragen.
Forschungsfragen: Dieses Kapitel legt die methodische Vorgehensweise der soziologischen Studie fest und definiert die Hauptfragestellung sowie die Hypothesen.
Untersuchung: Hier werden die Vorarbeiten, die Gewinnung der Stichproben und die konkrete Durchführung der Befragung in verschiedenen Schulklassen detailliert beschrieben.
Ergebnisse der Untersuchung: Dieses Kapitel präsentiert die Daten der Befragung zu den Themen Autoritätsverständnis, Erfahrungen und geschlechtsspezifische Wahrnehmung der Lehrperson.
Besprechung der Untersuchung: Die erhobenen Daten werden kritisch reflektiert und mit den theoretischen Überlegungen aus den vorangegangenen Kapiteln in Beziehung gesetzt.
Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung von kompetenten, wertschätzenden Lehrpersonen für eine positive Autoritätsbeziehung im Schulalltag.
Autorität, Schule, Lehrkraft, Geschlechterrolle, Pädagogik, Soziologie, Kompetenz, Erziehung, Schülerschaft, Macht, Freiheit, Expertenautorität, Rollenverständnis, Schulalltag, Studie.
Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen und pädagogischen Untersuchung von Autorität im schulischen Kontext, insbesondere unter Berücksichtigung von Geschlechterrollen.
Zu den zentralen Themen gehören die Definition von Autorität, die Rolle der Lehrperson, erforderliche Kompetenzbereiche für Lehrkräfte sowie die Spannungsfelder zwischen Autorität, Macht und Freiheit.
Das Ziel ist es, herauszufinden, was Schülerinnen und Schüler unter Autorität verstehen, welche Merkmale sie einer Autoritätsperson zuschreiben und ob das Geschlecht der Lehrkraft dabei eine Rolle spielt.
Die Untersuchung basiert auf einer quantitativen Studie in Form eines Fragebogens, der an verschiedenen Schulklassen der 9. und 10. Jahrgangsstufe durchgeführt wurde.
Der Hauptteil behandelt die historische und theoretische Herleitung des Autoritätsbegriffs durch verschiedene Autoren sowie die Analyse notwendiger Kompetenzen für Lehrpersonen, wie Fach-, Sozial- und Handlungskompetenz.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Autoritätsbeziehung, pädagogische Kompetenz, Geschlechtersozialisation, Expertenautorität und das Spannungsfeld zwischen Führung und Freiheit charakterisiert.
Die Studie zeigt eine Tendenz, dass Schülerinnen und Schüler eine männliche Lehrperson häufiger als Autoritätsperson wahrnehmen, wobei dies jedoch stark vom Klassenkontext abhängt.
Die befragten Schülerinnen und Schüler verbinden Autorität vor allem positiv mit Strenge, Kontrolle und der Vorbildfunktion, während Freiheit kaum als Aspekt von Autorität genannt wurde.
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