Bachelorarbeit, 2017
36 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Sprech- und Sprachstörungen
3. Stottern
3.1 Definition
3.2 Symptomatik
3.2.1 Beginn und Verlauf
3.2.2 Physiologisches und chronisches Stottern
3.2.3 Primär- und Sekundärsymptomatik
3.3 Remission
4. Diagnose
4.1 Ziele und Ablauf einer Diagnose
4.2 Konkrete Diagnoseverfahren
5. Ursachen
5.1 Körperliche Ursachen
5.2 Psychische Ursachen
5.3 Genetische Ursachen
6. Prävention und Therapie
6.1 Prävention
6.2 Anforderungen an eine Therapie
6.3 Therapieansätze
6.3.1 Therapie im Kindergarten
6.3.2 Online Therapie
7. Fazit
8. Bibliographie
Die vorliegende Arbeit untersucht das Störungsbild des Stotterns, um ein fundiertes Verständnis über dessen Entstehung, Symptomatik und die Möglichkeiten der logopädischen Intervention zu erlangen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie eine Diagnose gestellt und unter welchen Bedingungen eine effektive Therapie zur Heilung oder Linderung der Sprechstörung führen kann.
3.1 Definition
Stottern ist eine Entwicklungsstörung des Redeflusses, die üblicherweise im Vorschulalter beginnt (vgl. Grohnfeldt 2000: 23). Es handelt sich hierbei um eine Störung, die durch unwillkürliche Unterbrechungen im Sprechfluss gekennzeichnet ist (vgl. von Suchodoletz 2013: 39). Diese Unterbrechungen kommen durch eine Art Blockierung zustande, die es dem Betroffenen erschwert oder unmöglich macht, einen Laut zu bilden. Der Betroffene weiß selbst genau, was er sagen möchte, doch durch Verspannungen der Sprechmuskulatur und stumme Pressversuche ist er nicht in der Lage seine Gedanken in Laute umzusetzen (vgl. von Suchodoletz 2013: 39). Wobei an dieser Stelle erwähnt sollte, dass das Stottern keine Rückschlüsse auf die Intelligenz des Betroffenen zulässt (vgl. Bosshardt 2008: 2).
Um das Stottern zu definieren muss zunächst herausgestellt werden, was im Gegenteil dazu „normales Sprechen“ ist. Das normale Sprechen ist laut „Starkwheater“ gekennzeichnet durch Geschwindigkeit, Kontinuität und Leichtigkeit. Somit sind beim Stottern ein oder mehrere dieser Bereiche beeinträchtigt, sodass der Stotterer zwar weiß, es sagen möchte, aber nicht alle Kompetenzen besitzt, um das Gedachte in einen flüssigen Satz zu verwandeln (vgl. Sandrieser, Schneider 2001: 14ff).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Stotterns als weitverbreitete Sprechstörung und skizziert den Aufbau der wissenschaftlichen Untersuchung.
2. Sprech- und Sprachstörungen: Dieses Kapitel differenziert allgemeine Störungsbilder im Bereich des Sprechens und ordnet das Stottern innerhalb der linguistischen Ebenen ein.
3. Stottern: Es erfolgt eine detaillierte Definition sowie eine umfassende Betrachtung der Symptomatik, des Verlaufs und der Möglichkeiten der Remission.
4. Diagnose: Dieser Abschnitt erläutert die Ziele, Abläufe und spezifischen Verfahren, um Stottern professionell zu diagnostizieren und abzugrenzen.
5. Ursachen: Die Untersuchung der ätiologischen Faktoren beleuchtet körperliche, psychische und genetische Einflüsse auf die Entstehung der Störung.
6. Prävention und Therapie: Hier werden präventive Ansätze sowie Anforderungen an eine erfolgreiche logopädische Therapie und spezifische Ansätze wie Kindergarten- und Online-Programme kritisch diskutiert.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Komplexität des Störungsbildes sowie die Notwendigkeit weiterer Forschung.
8. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur.
Stottern, Logopädie, Redefluss, Sprechstörung, Diagnostik, Symptomatik, Remission, Prävention, Therapie, Sprachtherapie, Kinder, Psychologie, Genetik, physiologisches Stottern, Sprechunflüssigkeit
Die Arbeit behandelt die Symptomatik, die diagnostische Einordnung und die verschiedenen therapeutischen Interventionsmöglichkeiten bei der Sprechstörung Stottern.
Die zentralen Felder umfassen die Definition des Stotterns, die diagnostische Differenzierung, eine multifaktorielle Ursachenforschung sowie die Evaluierung von Therapiemethoden.
Das Ziel ist es, ein klares Störungsbild des Stotterns zu zeichnen und zu erörtern, wie durch präzise Diagnose und individuell angepasste Therapieansätze eine Heilung oder Linderung erreicht werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Aufarbeitung theoretischer Grundlagen der Logopädie, ergänzt durch praktische Beobachtungen aus dem logopädischen Kontext.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Symptomatik, Diagnoseverfahren, Ursachenanalyse (körperlich, psychisch, genetisch) sowie die kritische Vorstellung von Präventions- und Therapiemaßnahmen.
Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Stottern, Logopädie, Redeflussstörung, Diagnostik, Therapieansätze und logopädische Prävention gekennzeichnet.
Ja, laut der Arbeit werden primäre Symptome (Leitsymptome wie Blockaden und Wiederholungen) von sekundären Symptomen (psychische Begleiterscheinungen wie Angst oder Vermeidung) unterschieden, die oft aus dem Versuch der Symptomvermeidung resultieren.
Die Autorin äußert sich kritisch zur Online-Therapie; sie erachtet sie in vielen Fällen als zu oberflächlich, da sie oft emotionale Begleiterscheinungen vernachlässigt und nicht ausreichend auf das Individuum eingehen kann.
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