Diplomarbeit, 2017
38 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung und Problemstellung
2. Kosten aus der Sicht der Europäischen Union
2.1. Handelseinbußen
2.2. Investitionseinbußen
2.3. Kosten reduzierte Faktorwanderung - Migration
2.4. Ausfall eines wichtigen Beitragszahlers
2.5. Wegfall der britischen Stimme in EU-Gremien
3. Nutzen aus der Sicht der Europäischen Union
3.1. Handelsgewinne für andere EU-Mitglieder
3.2. Finanzplatz Frankfurt am Main gewinnt
3.3. Beschäftigungszuwachs im Finanzsektor
3.4. Europa wächst zusammen
3.5. Wegfall des Bremsers Großbritannien im EU-Gremium
4. Ausblick
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die wirtschaftlichen Auswirkungen des Brexits explizit aus der Perspektive der Europäischen Union. Ziel ist es, ein differenziertes Bild der zu erwartenden Kosten und Nutzen zu zeichnen, um die ökonomischen Folgen für die verbleibenden Mitgliedsstaaten sowie die EU als Ganzes wissenschaftlich fundiert zu analysieren.
2.1. Handelseinbußen
Ein Blick auf die Handelsstatistik zeigt, dass die Europäische Union der wichtigste Handelspartner von Großbritannien ist. Doch auch das Vereinigte Königreich ist von enormer Bedeutung für die EU (Eurostat, 2016). Viele Unternehmen aus Übersee nutzen Großbritannien als Standort für ihr Europageschäft, sodass sich der Großraum Londons über die Jahre zum Dienstleistungszentrum für Europa entwickelt hat.
Im Jahr 2015 waren über 42 % der britischen Exporte von Waren- und Dienstleistungen für das europäische Festland bestimmt. Bei den Importen kamen sogar über die Hälfte aus den europäischen Mitgliedsstaaten auf die britische Insel (Capuano, 2017). Großbritannien erwirtschaftet insgesamt 17,5 % der Wirtschaftsleistung der EU, die restlichen 82,5 % entfallen auf die anderen 27 Mitglieder der Union (Anhang 1). Außerhalb der Eurozone ist Großbritannien für die EU-Länder der drittwichtigste Handelspartner hinter den Vereinigten Staaten von Amerika und China (Issuer Guide Eurozone, 2016). Durch das Referendum und den bevorstehen Austritt aus der EU könnte sich die Handelsbeziehung zwischen Großbritannien und der Europäischen Union jedoch deutlich verschlechtern.
Um weiterhin von besonderen Privilegien profitieren zu können, müssen die EU und Großbritannien einen „weichen Brexit“ anstreben. Bei diesem Ausstieg würde das Vereinigte Königreich einen ähnlichen Status wie Norwegen, Island oder Liechtenstein erlangen. Zwar würden weiterhin nicht tarifäre Handelshemmnisse bestehen, jedoch fallen auf Im- und Exporte keine zusätzlichen Zölle an.
1. Einleitung und Problemstellung: Vorstellung des Brexit-Phänomens vor dem Hintergrund der EU-Verträge und Beschreibung der Unsicherheit über die zukünftigen Handelsbeziehungen.
2. Kosten aus der Sicht der Europäischen Union: Detaillierte Analyse der negativen Folgen, insbesondere durch Handelseinbußen, Investitionsrückgänge und den Wegfall eines bedeutenden Beitragszahlers zum EU-Haushalt.
3. Nutzen aus der Sicht der Europäischen Union: Betrachtung der Chancen für die EU, wie die Stärkung eigener Finanzplätze und eine mögliche Vereinfachung des EU-Entscheidungsprozesses durch das Ausscheiden eines politisch blockierenden Mitglieds.
4. Ausblick: Diskussion der Szenarien für die Austrittsverhandlungen und die notwendige strategische Neuausrichtung der EU zur Sicherung ihrer Zukunftsfähigkeit.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Brexit-Folgen mit der Empfehlung an die EU, trotz der Herausforderungen enger zusammenzurücken und Strukturreformen entschlossen anzugehen.
Brexit, Europäische Union, Handelspolitik, Binnenmarkt, Finanzplatz Frankfurt, EU-Haushalt, Migration, Investitionen, Standortwettbewerb, Freihandelsabkommen, Wirtschaftsintegration, EU-Gremien, Wirtschaftspolitik, Protektionismus, Nettozahler.
Die Arbeit analysiert die ökonomischen Folgen des britischen Austritts aus der Europäischen Union unter besonderer Berücksichtigung der Sichtweise der verbleibenden Mitgliedsstaaten.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Handelsstatistik, den Investitionsströmen, den fiskalischen Auswirkungen auf das EU-Budget, den migrationspolitischen Folgen sowie den Veränderungen innerhalb der politischen Gremien der EU.
Das Ziel ist es, die Kosten-Nutzen-Relation des Brexits für die EU zu beleuchten und mögliche Auswirkungen auf die zukünftige Stabilität und den Zusammenhalt der Union zu bewerten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse aktueller ökonomischer Prognosen, statistischer Daten von Forschungsinstituten und offiziellen Quellen sowie einer Auswertung relevanter Fachliteratur.
Im Hauptteil werden systematisch die Kostenfaktoren (Handel, Investitionen, Migration, Budget) den möglichen Nutzenfaktoren (Stärkung der Finanzplätze auf dem Kontinent, Reformfähigkeit der EU) gegenübergestellt.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Brexit, EU-Binnenmarkt, Handelsbeziehungen, Finanzsektor, EU-Budget, Standortvorteile und politische Integration.
Frankfurt wird als einer der wesentlichen Gewinner des Brexits identifiziert, da Banken aufgrund des drohenden Verlusts des EU-Passes ihre Standorte für EU-Geschäfte vom Finanzplatz London auf das europäische Festland verlagern müssen.
Der Autor konstatiert eine signifikante Finanzierungslücke durch den Wegfall Großbritanniens als Nettozahler und diskutiert die Notwendigkeit einer Kombination aus Ausgabenkürzungen und erhöhten Beiträgen der verbleibenden Mitgliedsstaaten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

