Diplomarbeit, 2005
91 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Das Scheitern der Strukturanpassungsprogramme
2.1 Das Entwicklungsverständnis von Weltbank und IFW – der Washington Consensus
2.2 Das Konzept der Strukturanpassung
2.3 Auswirkungen der Strukturanpassung
3 Poverty Reduction Strategy Papers (PRSP) als neuer Ansatz der Weltbank
3.1 Der Weg zu PRSP
3.1.1 Ein neuer Armutsbegriff – die Integration der politisch-institutionellen Dimension von Armut
3.1.2 Die Entschuldungsinitiative HIPC
3.2 Die Prinzipien von PRSP
3.2.1 Ownership als neues Element der Armutsbekämpfung
3.2.2 Partizipation und Armutsbekämpfung
3.3 Die konzeptionellen Kernbereiche der PRSP
3.3.1 Governance als neues Element der Armutsbekämpfung
3.3.2 Makroökonomische Stabilität und Wachstum in den PRSP
3.4 Vergleich von SAP und PRSP
3.5 Chancen und Grenzen von PRSP
4 Strukturanpassung in Ghana
4.1 Ausgangsbedingungen vor 1983
4.2 Die erste Phase der Strukturanpassung: Das Economic Recovery Programme von 1983-86
4.3 Die zweite Phase der Strukturanpassung mit der Einführung von PAMSCAD 1987-90
5 „An Agenda for Growth and Prosperity“: Ghanas neue Armutsbekämpfungsstrategie
5.1 Relevante Akteure in der neuen Strategie
5.2 Armutsorientierung im Kernbereich Governance
5.2.1 Management des öffentlichen Sektors
5.2.2 Dezentralisierung
5.2.3 Stärkung des Rechtstaates
5.3 Armutsorientierung im Kerbereich makroökonomische Stabilisierung
5.4 Armutsorientierung im Kernbereich human development
5.4.1 Bildung
5.4.2 Gesundheit
6 Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern sich die neueren Poverty Reduction Strategy Papers (PRSP) der Weltbank und des IWF von den bisherigen Strukturanpassungsprogrammen (SAP) unterscheiden und inwieweit sie das Armutsproblem in Entwicklungsländern, illustriert am Fallbeispiel Ghana, effektiv lösen können. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, ob durch die neuen Strategien eine tatsächliche Transformation hin zu politischem empowerment erfolgt oder ob es sich lediglich um ein „alter Wein in neuen Schläuchen“ handelt.
3.2.1 Ownership als neues Element der Armutsbekämpfung
Neben dem erweiterten Armutsbegriff zeigt sich in der Einführung des Prinzips der Eigenverantwortung eine tatsächliche Veränderung der bisherigen Entwicklungsstrategien von Weltbank und IWF. Dennoch lässt sich an dieser Stelle noch nicht feststellen, ob es sich bei PRSP um einen völlig neuen Ansatz handelt oder ob der alten Strategie der Strukturanpassung nicht lediglich einige neue Elemente hinzugefügt wurden.
Dem ersten Prinzip des PRSP Konzepts folgend, sollen die Strategiepapiere in Eigenverantwortung der Staaten erarbeitet werden. Dazu gehört auch eine aktive Beteiligung der Zivilgesellschaft. Die Weltbank nennt dieses Prinzip ownership.
Ownership setzt sich ihrer Meinung nach aus vier Komponenten zusammen: • Die Initiative muss in der Regierung verortet liegen, • die relevanten Gesetzgeber müssen von dem Programm überzeugt sein, • die oberste politische Führungsschicht muss das Programm unterstützen und • eine breite Partizipation von allen Stakeholdern muss stattfinden.
Die Partizipation der Stakeholder schließt die Zivilgesellschaft mit ein (vgl. Weltbank 2004:2). Von der Beteiligung der Zivilgesellschaft im Prozess der Strategieformulierung und der Umsetzung von PRSP wird ein großes Potential zur Armutsbekämpfung erwartet.
1 Einleitung: Die Einleitung skizziert das anhaltende globale Armutsproblem und stellt die These auf, dass PRSP nur dann einen Fortschritt gegenüber SAP darstellen, wenn sie Empowerment als Kernkomponente begreifen.
2 Das Scheitern der Strukturanpassungsprogramme: Dieses Kapitel analysiert das Washington Consensus-Paradigma und zeigt auf, dass der neoliberale Fokus auf Marktmechanismen ohne soziale Absicherung zu massiven negativen Auswirkungen führte.
3 Poverty Reduction Strategy Papers (PRSP) als neuer Ansatz der Weltbank: Hier werden die Entstehungskontexte, die neuen Prinzipien wie Ownership und Partizipation sowie die Kernbereiche der PRSP kritisch auf ihre tatsächliche Neuausrichtung geprüft.
4 Strukturanpassung in Ghana: Anhand des Fallbeispiels Ghana wird die historische Anwendung der SAP sowie die Einführung von Abfederungsprogrammen wie PAMSCAD untersucht.
5 „An Agenda for Growth and Prosperity“: Ghanas neue Armutsbekämpfungsstrategie: Dieses Kapitel prüft die tatsächliche Umsetzung der PRSP-Prinzipien in Ghana und analysiert, ob die neue Strategie die alten Mängel überwinden kann.
6 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass PRSP in der Praxis oft hinter dem Anspruch zurückbleiben und der Paradigmenwechsel ausbleibt.
Strukturanpassungsprogramme, PRSP, Armutsbekämpfung, Weltbank, IWF, Ghana, Ownership, Partizipation, Governance, Empowerment, Wirtschaftswachstum, Neoliberalismus, human development, Makroökonomische Stabilität, Entwicklungspolitik.
Die Arbeit analysiert den Übergang von klassischen Strukturanpassungsprogrammen zu den neueren Poverty Reduction Strategy Papers (PRSP) und deren Wirksamkeit bei der Armutsbekämpfung.
Im Zentrum stehen die Konzepte des Washington Consensus, die neuen Prinzipien von Ownership und Partizipation sowie der praktische Fall Ghana.
Es soll aufgezeigt werden, ob die PRSP-Konzeption ausreicht, um das Armutsproblem nachhaltig zu lösen, oder ob sie hinter den neoliberalen Wirtschaftstheorien zurückbleibt.
Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die theoretische Grundlagen des Neo-Institutionalismus mit einer empirischen Fallstudie (Ghana) verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Strategiewechsel bei Weltbank und IWF sowie eine detaillierte Untersuchung der ghanaischen Armutsbekämpfungsstrategie.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ownership, Partizipation, Empowerment, Governance und das Scheitern von Strukturanpassung maßgeblich geprägt.
Ghana galt lange Zeit als „Musterschüler“ der Strukturanpassung und ist zudem ein Pilotland für das Comprehensive Development Framework, was es ideal für die Analyse macht.
Die Autorin bewertet PAMSCAD als unzureichend, da es lediglich als hastig geschnürtes Paket zur Legitimationssicherung diente, ohne die zugrunde liegenden strukturellen Probleme zu lösen.
Nein, die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass trotz verbaler Neuerungen die alten, marktorientierten Instrumente dominieren und kein echter Paradigmenwechsel vollzogen wurde.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

