Diplomarbeit, 2005
108 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Eigene Motivation für diese Arbeit
1.2. Inhalt und Ziel der Arbeit
1.3. Hypothesen
1.4. Erhebungsmethode
1.5. Begrenzungen
2. PatientInnenmotivation im Therapieprozess
2.1. Einführung in das Kapitel
2.2. Motivation – allgemein
2.2.1. Definitionen
2.2.2. Phasen von Veränderung oder Motivation als Prozess
2.3. Motivation in der Therapie alkoholabhängiger Menschen
2.3.1. Aspekte von Motivation
2.3.2. Das Konstrukt Behandlungsmotivation
2.3.2.1. Behandlungsdisposition
2.3.2.2. Behandlungsbereitschaft
2.3.2.3. Behandlungsaktivität
2.3.3. Änderungsmotivation
2.3.4. Abstinenzmotivation
2.3.5. Selbstheilung
2.3.6. Rückfälle und Behandlungsabbrüche
2.3.7. Motivation der BehandlerInnen, der Institution, der Kostenträger
2.4. Zusammenfassung des Kapitels
3. Das Programm: „Qualifizierte Entgiftungs- und Motivationstherapie für alkoholkranke Menschen“
3.1. Einführung in das Kapitel
3.2. Begriffsklärung
3.3. Ziele in der Arbeit mit Alkoholkranken
3.3.1. Definitionen „Ziel“
3.3.2. Entwicklung und Bedeutung der Zielformulierung „Abstinenz“
3.3.3. Bedeutung von Zielen
3.3.4. Gesellschaftlicher Auftrag, Leistungsträger- und Leistungserbringerziele
3.3.5. Integration aller Interessen – Zielabklärungsprozess
3.3.6. Inhalt und Ziele des Therapieprogramms
3.4. Therapeutische Methoden und Strategien
3.5. Rahmen
3.6. PatientInnen
3.7. Geschichte des Programms
3.8. Einordnung in der Suchthilfelandschaft
3.9. Chancen und Grenzen
3.10. Zusammenfassung des Kapitels
4. Die Untersuchung: Wirkungsanalyse des Programms bezüglich der PatientInnenmotivation
4.1. Einführung in das Kapitel
4.2. Darstellung der Erhebungsmethode
4.2.1. Vorüberlegungen
4.2.2. Die Entwicklung der Fragebögen
4.2.3. Zeitraster
4.2.4. Pretests – Rückmeldungen der PatientInnen
4.2.5. Durchführung
4.2.6. Auswertung
4.2.7. Organisatorische Schwierigkeiten
4.3. Ergebnisse der Untersuchung
4.3.1. Spezifizierung der Stichprobe
4.3.2. Auswertung der Daten
4.3.2.1. Allgemeines
4.3.2.2. Zielerreichung (Fragekomplex a)
4.3.2.3. Zielpriorisierung (Fragekomplex b)
4.3.2.4. Zielerreichung (FK a) und Zielpriorisierung (FK b), Korrelationen
4.3.3. Bewertung der Untersuchungsergebnisse
4.3.3.1. Bestätigung oder Widerlegung der Hypothesen
4.3.3.2. Weitere Ergebnisse
4.4. Zusammenfassung des Kapitels
5. Zusammenfassung und Schluss
5.1. Praxisrelevanz
5.1.1. Allgemeine Auswirkungen auf professionelle Arbeit
5.1.2. Konzeptionelle Auswirkungen
5.2. Kritik
5.2.1. Fragebogenerhebung
5.2.2. Gesamtinhalt der Arbeit
5.3. Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, den Einfluss des Gruppenprogramms „Qualifizierte Entgiftungs- und Motivationstherapie für alkoholkranke Menschen“ auf die PatientInnenmotivation sowie die Erreichung therapeutischer Ziele empirisch zu erfassen und zu analysieren.
3.4. Therapeutische Methoden und Strategien
„Die therapeutische Arbeit mit Alkoholabhängigen verlangt neben spezifischen Techniken vor allem die Einhaltung bestimmter Grundhaltungen, denn die Behandlung ist über weite Strecken eine Gratwanderung zwischen massiver Konfrontation, die häufig den Abbruch der therapeutischen Beziehung zur Folge hat, und zu starker Akzeptanz der Aussagen des Alkoholikers, die dazu führt, dass notwendige Veränderungen kaum erreicht werden. Daher ist die Schaffung eines konstruktiven Arbeitsbündnisses von großer Bedeutung“ (Wetterling und Veltrup 1997, S. 79). Grundzug aller Programme ist nicht die Bevormundung der PatientInnen, sondern die Akzeptanz der PatientInnen in ihrer Lebensgeschichte und mit ihren individuellen Entscheidungen.
Als allgemeingültig haben sich, neben der vorausgesetzten spezifischen Fachkompetenz, therapeutische Basisvariablen etabliert: Empathie, Akzeptanz, Kongruenz und Konstanz. Studien zur Wirksamkeit von Psychotherapien haben gezeigt, dass diese Grundhaltungen von TherapeutInnen entscheidend für Therapieerfolge sind (vgl. Grawe 1995, zit. n. Wetterling und Veltrup 1997, S. 97). Die therapeutischen Basisvariablen werden im Umgang mit Suchtkranken ergänzt durch die Technik der „Motivierenden Gesprächsführung“. Das implementiert zusätzlich die Notwendigkeit der Vermittlung von Empfehlungen (vgl. Miller und Rollnick 1999, zit. n. Veltrup 2002, S. 365 f.) .
In das psycho- und sozialtherapeutische Therapieprogramm werden drei verschiedene Ansätze mit unterschiedlichen Schwerpunkten integriert. Es handelt sich um ein psychoedukatives Programm (1), um ein Programm zur kognitiven Umstrukturierung (2) und um ein, vom sozialkognitiven Rückfallmodell abgeleitetes, auf Rückfallprävention ausgerichtetes, Therapieprogramm (3) (vgl. Petry 1993b, S. 151). Der Schwerpunkt der Umsetzung dieser drei Ansätze liegt auf dem Aspekt des sozialen Lernens in Gruppen und ist somit in erster Linie Domäne der Sozialpädagogik (vgl. Gildemeister u. Robert 2001, zit. n. Otto u. Thiersch 2001, S. 1903 – 1905).
1. Einleitung: Darstellung der persönlichen Motivation der Autorin, Definition des Untersuchungsziels, Aufstellung von Hypothesen zur Wirksamkeit der Therapie sowie Erläuterung der gewählten Erhebungsmethode.
2. PatientInnenmotivation im Therapieprozess: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Motivationsbegriff sowie spezifischen Ebenen der Behandlungsmotivation bei alkoholabhängigen Menschen im Kontext verschiedener Veränderungsphasen.
3. Das Programm: „Qualifizierte Entgiftungs- und Motivationstherapie für alkoholkranke Menschen“: Detaillierte Vorstellung des Therapieprogramms, der Zielhierarchien sowie der methodischen Ansätze, unter Einbeziehung des Spannungsfeldes zwischen institutionellen Anforderungen und Patientenzielen.
4. Die Untersuchung: Wirkungsanalyse des Programms bezüglich der PatientInnenmotivation: Dokumentation der empirischen Untersuchung, Darstellung des Fragebogendesigns, der Stichprobe sowie Analyse der Ergebnisse zur Zielerreichung und Zielpriorisierung.
5. Zusammenfassung und Schluss: Kritische Reflexion der Ergebnisse, Ableitung von praxisrelevanten Handlungsempfehlungen für die professionelle Suchttherapie sowie ein Fazit zur Bedeutung der Motivationsarbeit.
Alkoholabhängigkeit, Motivationstherapie, Patientenmotivation, Therapieziele, Behandlungsmotivation, Suchttherapie, Fragebogenerhebung, Zielerreichung, Rückfallprävention, Psychoedukation, kognitive Umstrukturierung, Abstinenzmotivation, Sozialpädagogik, Suchthilfelandschaft, Wirkungsanalyse
Die Arbeit untersucht die Effektivität des Programms „Qualifizierte Entgiftungs- und Motivationstherapie“ bei alkoholabhängigen Menschen, insbesondere im Hinblick auf deren Motivation und die Erreichung definierter Therapieziele.
Die Themenfelder umfassen die psychologischen Grundlagen der Motivation bei Suchterkrankungen, die praktische Ausgestaltung eines gruppentherapeutischen Programms in der Suchthilfe sowie die empirische Analyse der Patientenwahrnehmung bezüglich ihres Behandlungserfolgs.
Das primäre Ziel ist es, den durch das Therapieprogramm erzielten Grad an Patientenmotivation zu messen und herauszufinden, wie sich Patienten mit den therapeutischen Zielen identifizieren.
Es wurde eine quantitative Einpunkterhebung mittels eines strukturierten Patientenfragebogens durchgeführt, um subjektive Einschätzungen zur Zielerreichung und zur individuellen Priorisierung der Therapieziele zu erfassen.
Im Hauptteil erfolgt zunächst die theoretische Herleitung der Motivationskonstrukte, gefolgt von einer detaillierten Programmvorstellung und der anschließenden Wirkungsanalyse auf Basis der erhobenen Daten.
Zentral sind die Begriffe „Behandlungsmotivation“, „Zielhierarchie“, „Rückfallprävention“ und die „Patientenidentifikation“ mit den therapeutischen Angeboten.
Die Arbeit beleuchtet das Spannungsfeld zwischen dem medizinisch vorgegebenen Abstinenzparadigma und den individuellen Zielen der Patienten, die oft eine bloße Reduktion oder allgemeine Verbesserung ihrer Lebensqualität anstreben.
Die Untersuchung deutet auf Unterschiede in der Identifikation mit Therapiezielen hin, wobei weibliche Probandinnen tendenziell eine höhere Identifikation und positivere Einschätzung der Therapieergebnisse zeigten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

