Masterarbeit, 2017
190 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1. Berufswahl: Einflussfaktoren und theoretische Rahmenmodelle
2.1.1. Einflussfaktoren
2.1.2. 5-Stadien-Modell nach Super
2.1.3. RIASEC-Modell nach Holland
2.2. Berufliche Perspektiven in der und mit Chemie
2.2.1. Chemische Berufe
2.2.2. Berufe mit chemischem Touch
2.3. Berufsorientierung am Gymnasium
2.3.1. Allgemeine Berufsorientierung
2.3.2. Berufsorientierung im Fach Chemie auf Basis der Niedersächsischen Kerncurricula für die Sekundarstufen I und II
2.4. Methodenwahl
2.4.1. Beschreibung des Lehrerfragebogens
2.4.2. Beschreibung des Schülerfragebogens
2.4.3. Durchführung der Befragung
2.4.4. Hypothesenbildung und Ziele der Befragung
3. Auswertung
3.1. Ergebnisdarstellung der Lehrerfragebögen
3.1.1. Allgemeine Daten
3.1.2. Alltagsbezüge
3.1.3. Berufe und Berufsfelder
3.1.4. Bezüge zum Kerncurriculum
3.1.5. Wünsche zur Berufsorientierung
3.2. Ergebnisdarstellung der Schülerfragebögen
3.2.1. Allgemeine Daten
3.2.2. Alltagsbezüge
3.2.3. Berufe und Berufsfelder
3.2.4. Bezüge zum Kerncurriculum
3.2.5. Zukunftsvorstellungen und persönliche Auskünfte
3.3. Korrelationen zwischen Lehrer- und Schülerantworten
3.3.1. Alltagsbezüge
3.3.2. Berufe und Berufsfelder
3.4. Reflexion der Fragebogenerhebung
3.5. Verbesserungsvorschläge für die eingesetzten Fragebögen
3.5.1. Lehrerfragebogen
3.5.2. Schülerfragebogen
4. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Ist-Zustand der Berufsorientierung im Chemieunterricht an Gymnasien in den Sekundarstufen I und II. Ziel ist es, zu analysieren, inwiefern naturwissenschaftlich-technische Berufsfelder in den Unterricht integriert werden und welchen Stellenwert Alltagsbezüge sowie die fachbezogene Berufsorientierung einnehmen, um daraus Anreize für eine verbesserte schulische Berufsorientierung abzuleiten.
2.1.Berufswahl: Einflussfaktoren und theoretische Rahmenmodelle
Die Berufswahl kann allgemein als ein Interaktionsprozess zwischen Mensch und Umwelt aufgefasst werden, auf dessen Basis verschiedene Berufstätigkeiten praktiziert werden. Die den Sozialwissenschaften zuzuordnenden verschiedenen Berufswahltheorien und -modelle setzen in diesem Interaktionsprozess unterschiedliche Schwerpunkte, wodurch verschiedene Sichtweisen auf das gleiche Thema entstehen. So steht bei der Berufswahl als ein Zuweisungsprozess die Umwelt im Fokus. Wird sie als Entwicklungs- oder Lernprozess verstanden, steht die Interaktion zwischen Umwelt und Mensch im Mittelpunkt während der Mensch und sein Verhalten bei einem Zuordnungs- und Entscheidungsprozess die Basis darstellt.
Jede Theorie und jedes Modell basiert auf verschiedenen Regeln, mit deren Hilfe für Berufsberater eine vergleichbare Basis an Fällen geschaffen wird. Sofern sie jedoch die Individualität der jeweiligen Person außer Acht lassen, die sie unter dem gewählten Modell betrachten, wird das Stigmatisieren einzelner Personen und somit deren Einordnung in bestimmte Kategorien und Schubladen begünstigt. Die meisten Berufswahltheorien wurden in den 1950er bis 1970er Jahren entwickelt, auf denen neuere Ansichten aufbauen beziehungsweise die alten Theorien ergänzt werden. Dabei ist zu beachten, dass aus heutiger Sicht die Wahl eines Berufes nicht nur von individuellen Eigenschaften der betroffenen Person abhängig ist, sondern durch verschiedene endogene und exogene Wirkfaktoren beeinflusst wird. Daher ist die Berufswahl aus moderner Perspektive als ein komplexes, dynamisches und kontextgebundenes Ereignis zu sehen.
Im weiteren Verlauf dieses Kapitels werden zunächst exemplarisch verschiedene endogene und exogene Wirkfaktoren auf die Berufswahl erläutert und im Anschluss zwei Berufswahlmodelle vorgestellt. Auf letztere wurde bei der Konstruktion der eingesetzten Fragebögen zurückgegriffen, die in den Kapiteln 2.4.1. und 2.4.2. beschrieben werden.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Berufsorientierung im Chemieunterricht am Gymnasium und definiert das Ziel der Arbeit, den aktuellen Ist-Zustand zu erfassen und Verbesserungspotenziale aufzuzeigen.
2. Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert theoretische Rahmenmodelle der Berufswahl, bietet einen Überblick über chemische Berufsfelder und analysiert die curricularen Vorgaben in Niedersachsen sowie die methodische Vorgehensweise der empirischen Studie.
3. Auswertung: Hier werden die Ergebnisse der Lehrer- und Schülerbefragungen separat sowie im Korrelationsvergleich detailliert dargestellt, kritisch reflektiert und durch konkrete Verbesserungsvorschläge für die Erhebungsinstrumente ergänzt.
4. Ausblick: Der Ausblick resümiert die gewonnenen Erkenntnisse und bietet konkrete Anknüpfungspunkte für zukünftige Entwicklungen und Forschungsvorhaben im Bereich der schulischen Berufsorientierung.
Berufsorientierung, Chemieunterricht, Gymnasiale Oberstufe, Berufswahlmodelle, Alltagsbezüge, MINT-Berufe, Kerncurriculum, Empirische Studie, Lehrerbefragung, Schülerbefragung, Chemische Industrie, Ausbildung, Studienorientierung, Fachunterricht, Kompetenzaufbau.
Die Arbeit befasst sich mit der Situation der Berufsorientierung im Fach Chemie an allgemeinbildenden Gymnasien unter Berücksichtigung theoretischer Modelle und der aktuellen Lehrpläne.
Zentrale Felder sind die Bedeutung von Alltagsbezügen im Unterricht, die Einbindung chemischer Berufsbilder in den Fachunterricht und die Analyse der verwendeten Chemielehrwerke.
Die Arbeit untersucht den Ist-Zustand der fachspezifischen Berufsorientierung und hinterfragt, wie Lehrkräfte und Schüler die Integration von Berufsperspektiven in den Chemieunterricht wahrnehmen.
Es wurde eine empirische quantitative Studie mittels schriftlicher Fragebögen bei Chemielehrkräften und Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufen I und II an sieben Gymnasien durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Berufswahltheorien, Berufsperspektiven), die Beschreibung der methodischen Vorgehensweise sowie die detaillierte statistische Auswertung der gewonnenen Daten.
Wichtige Begriffe sind Berufsorientierung, Chemieunterricht, MINT-Berufe, Kerncurriculum, Alltagsbezüge und empirische Befragung.
Die Untersuchung analysiert verschiedene in der Praxis verwendete Schulbücher hinsichtlich ihrer expliziten und impliziten Darstellung von chemischen Berufen, da diese für die Unterrichtsplanung eine zentrale Rolle einnehmen.
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass eine fachbezogene Berufsorientierung im Chemieunterricht aktuell eher die Ausnahme darstellt, obwohl sowohl von den Curricula gefordert als auch von Schülern ausdrücklich gewünscht.
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