Bachelorarbeit, 2010
60 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Die gesetzliche Rentenversicherung
2.1 Sozialpolitik unter Bismark bis zur Inflation der 1930er Jahre
2.2 Die staatliche Rentenpolitik seit den fünfziger jahre bis zur Jahrtausendwende
2.3 Riester Rente, das richtige Modell?
3 Demografischer Wandel
3.1 Demografischer Status Quo
3.2 Entwicklungsgründe der demografischen Faktoren
3.3 Rentenauswirkung und Indikatoren des Reformbedarfs
4 Reformvorschläge und Finanzierungsmöglichkeiten
4.1 Die Erhöhung und Flexibilisierung des Rentenbeitrittsalters
4.2 Generierung höherer Beiträge seitens der Versicherten
4.3 Die Ausweitung der kapitalgedeckten Rente
5 Alternativen für das gesetzliche Rentensystem
5.1 Das Grundeinkommen nach Werner Götz
6 Zusammenfassung
7 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland. Ziel ist es, die Zukunftsfähigkeit des bestehenden Umlageverfahrens zu analysieren, kritisch zu hinterfragen und sowohl etablierte als auch alternative Reformmodelle auf ihre Umsetzbarkeit und Wirksamkeit zu prüfen.
2.3 Die Riester Rente. Das richtige Modell?
Im Jahr 2000 wurde von der Rot-Grünen Regierung unter Alt Bundeskanzler Schröder und dem Arbeitsminister Walther Riester das Altersvermögensgesetz (AVAG) beschlossen. Mit diesem Gesetz sollten Impulse für den Abschluss einer privaten Altersvorsorge geschaffen werden: Die sogenannte dritte Säule (neben der gesetzlichen Rente und der Betriebsrente) der Altersabsicherung. Das Gesetz, im Volksmund auch als Riester-Rente bekannt, soll mit den vorherigen, in dieser Legislaturperiode eingeführten Reformen, die Beitragssätze konstant auf nicht mehr als 22 Prozent des Bruttolohns halten, sowie das Rentenniveaus bei mindestens 67 Prozent des durchschnittlichen Nettolohnes stabilisieren. Dieses Rentenniveau soll sich dann aus der gesetzlichen Grundsicherung und der Riester-Rente zusammensetzen. Arbeitgeber werden in diesem Modell von ihren Verpflichtungen entzogen und beteiligen sich, zum Missfallen vieler Gewerkschaften, nicht mit ihren anteiligen Zuzahlungen, wie das zum Beispiel bei den regulären Beiträgen in die Rentenkasse geschieht. Dort werden die Beiträge zu gleichen Teilen von Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen. Das neue System der privaten Vorsorge ist ein kapitalgedecktes System, in dem der einzelne Beschäftigte bzw. Sparer jetzt mittels diverser Anlagemethoden und monatlichem Sparbetrag, eine jährlich staatlich bezuschusste Prämie und eine Garantie Verzinsung erhält. Diese soll zum monatlichen Sparen animieren, um für die Rente ein gewisses Vermögen bilden zu können. Diese kann man sich anhand einer Einmalauszahlung oder einer monatlichen Zusatzrente auszahlen lassen.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt das Rentensystem als zentrales politisches Thema dar und thematisiert die Herausforderungen durch den demografischen Wandel sowie die Grenzen des bestehenden Generationenvertrags.
2 Die gesetzliche Rentenversicherung: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Rentenpolitik von Bismarck bis zum Riester-Modell nach und diskutiert deren Erfolge sowie Probleme.
3 Demografischer Wandel: Das Kapitel analysiert den aktuellen demografischen Zustand, die Ursachen für Geburtenrückgang und steigende Lebenserwartung sowie deren Konsequenzen für die Rentenfinanzierung.
4 Reformvorschläge und Finanzierungsmöglichkeiten: Hier werden konkrete Maßnahmen wie die Anhebung des Renteneintrittsalters, Mindestlohneinführung und die Ausweitung der kapitalgedeckten Rente als Finanzierungsoptionen diskutiert.
5 Alternativen für das gesetzliche Rentensystem: Dieses Kapitel prüft das Modell des bedingungslosen Grundeinkommens nach Götz Werner als mögliche Alternative oder Ergänzung zum bestehenden Rentensystem.
6 Zusammenfassung: Der Abschnitt rekapituliert die vorangegangene Analyse und betont, dass für die Zukunft der Rentenversicherung ein ganzheitlicher, ressortübergreifender Ansatz notwendig ist.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit bewertet die Auswirkungen der Rentenreformen kritisch und fordert eine Abkehr von rein privatisierenden Ansätzen zugunsten einer am Gemeinwohl orientierten Reformpolitik.
Demografischer Wandel, gesetzliche Rentenversicherung, Umlageverfahren, Kapitaldeckungsverfahren, Riester-Rente, Generationenvertrag, Renteneintrittsalter, Mindestlohn, Grundeinkommen, Asset-Meltdown, Altersvorsorge, Finanzierung, Sozialstaat, Geburtenrate, Lebenserwartung.
Die Arbeit untersucht, wie sich die demografische Entwicklung in Deutschland auf die gesetzliche Rentenversicherung auswirkt und welche Lösungsansätze existieren.
Zentrale Themen sind die Geschichte der Rentenversicherung, die Folgen des demografischen Wandels für das Umlageverfahren, private Vorsorgemodelle und alternative Ansätze wie das Grundeinkommen.
Ziel ist es, die Zukunftsfähigkeit des deutschen Rentensystems zu bewerten und politische Handlungsfelder zur Stabilisierung der Rentenfinanzierung aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Aufarbeitung der Historie sowie eine kritische Prüfung aktueller Reformkonzepte anhand statistischer Daten und ökonomischer Argumentationen.
Der Hauptteil analysiert demografische Daten, bewertet das Riester-Modell sowie kapitalgedeckte Systeme und diskutiert Reformvorschläge wie die Anhebung des Rentenalters oder das Modell des Grundeinkommens.
Wichtige Begriffe sind Demografie, Rentenversicherung, Generationenvertrag, kapitalgedeckte Rente und Reformbedarfsindikatoren.
Der Autor sieht das Riester-Modell kritisch, da es hohen Kosten durch Abschlussgebühren unterliegt, die Privatisierung von Vorsorgeaufgaben das Vertrauen der Einzahler belastet und die steuerliche Verrechnung im Alter den Effekt für Geringverdiener schmälert.
Migration wird als Instrument zur Verlangsamung des demografischen Wandels gesehen, da Zuwanderer als Beitragszahler das Rentensystem stützen können, sofern eine gelungene Integration in den Arbeitsmarkt stattfindet.
Die Umsetzbarkeit wird skeptisch gesehen, da die Finanzierung komplex ist, die notwendigen Steueranpassungen hohe Auswirkungen auf die Wirtschaft hätten und bisher wissenschaftliche Belege für eine dauerhafte Tragfähigkeit fehlen.
Diese Hypothese besagt, dass bei einer alternden Gesellschaft die Kapitalwerte am Aktienmarkt sinken könnten, weil Rentner ihr Vermögen aufbrauchen, während die nachfolgende Generation zu klein ist, um diesen Nachfragerückgang zu kompensieren.
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