Bachelorarbeit, 2017
39 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Die Hauptquellen
2.1 De vita Constantini von Eusebius von Caesarea
2.2 Historia ecclesiastica von Sozomenos
2.3 Breviarium ab urbe condita von Eutropius
2.4 Historia nova von Zosimos
2.5 De rebus bellicis und Origo Constantini von anonymen Autoren
3 Politik als Faktor für die Gründung Konstantinopels
3.1 Innenpolitik
3.2 Außenpolitik, Strategie und Militär
4 Religion als Faktor für die Gründung Konstantinopels
5 Konstantinopel als das „Neue Rom“
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Beweggründe Kaiser Konstantins für die Gründung Konstantinopels und analysiert, inwieweit die Stadt tatsächlich als „Neues Rom“ konzipiert war oder ob dies eine spätere Zuschreibung darstellt.
3.1 Innenpolitik
Auch wenn Innenpolitik häufig mit Religionspolitik einherging, muss im Folgenden Letztere so weit wie möglich herausgelöst werden, da der religiöse Aspekt im späteren Verlauf der Arbeit separat beleuchtet wird. Um sich nun möglichen innenpolitisch motivierten Gründen für die Errichtung Konstantinopels zu nähern, empfiehlt es sich, zunächst einen Blick auf Konstantins Sieg über Maxentius zu werfen, um einen Eindruck von den politischen Verhältnissen zu gewinnen. Hierbei ist nicht die Schlacht an sich von besonderem Interesse, sondern die daraus resultierende Herrschaft Konstantins über den westlichen Teil des Römischen Reiches und die damit einhergehenden Ereignisse und Umstände.
Bei der Schlacht zwischen Maxentius und Konstantin an der Milvischen Brücke, die, folgt man der Origo Constantini, sich zunächst auf einer jenseits des Tibers gelegenen Ebene abspielte, standen sich nach Zosimos 90 000 Infanteristen und 8000 Reiter Konstantin und 170 000 Fußsoldaten und 18 000 Kavalleristen auf Maxentius Seite gegenüber. Die vermutlich übertriebene Angabe der Truppenstärke soll hier nicht stören. Nach der Schlacht zog Konstantin siegreich in Rom ein, vermied aber scheinbar den abschließenden Gang zum Jupitertempel, zumindest der Nichterwähnung zeitgenössischen paganen Quellen zufolge. Während dieses Verhalten politisch korrekt war, denn der Regel nach durften innerreichlich errungene Siege nicht mit einem herkömmlichen Triumphzug gefeiert werden, könnte dieses Verhalten in religiöser Hinsicht bereits Fragen aufgeworfen haben.
1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage, inklusive einer kurzen Einführung in das Forschungsfeld sowie die methodische Vorgehensweise.
2 Die Hauptquellen: Kritische Vorstellung der primären Quellentexte und ihrer Autoren, unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Intentionen und Einordnung in das historische Gesamtbild.
3 Politik als Faktor für die Gründung Konstantinopels: Untersuchung der innen- und außenpolitischen sowie militärischen Erwägungen, die Konstantin zur Gründung einer neuen Hauptstadt bewogen haben könnten.
4 Religion als Faktor für die Gründung Konstantinopels: Analyse der Bedeutung des Christentums und der persönlichen religiösen Ausrichtung Konstantins als treibende Kraft für das Stadtprojekt.
5 Konstantinopel als das „Neue Rom“: Erörterung der Begriffsgeschichte und der Frage, inwieweit Konstantin die Absicht hatte, Rom durch die neue Hauptstadt abzulösen.
6 Fazit: Synthese der Untersuchungsergebnisse und abschließende Beantwortung der Leitfrage hinsichtlich der Motivationen für die Stadtgründung.
Konstantin der Große, Konstantinopel, Neues Rom, Spätantike, Römisches Reich, Stadtgründung, Eusebius von Caesarea, Zosimos, Religionspolitik, Machtpolitik, Geostrategie, Milvische Brücke, Historia nova, Vita Constantini, Transformation.
Die Arbeit analysiert die historischen, politischen und religiösen Gründe, die Kaiser Konstantin den Großen zur Gründung seiner neuen Hauptstadt Konstantinopel bewogen haben.
Die zentralen Felder umfassen die zeitgenössische Historiographie (Quellenanalyse), die Innen- und Außenpolitik des römischen Reiches im 4. Jahrhundert sowie das Verhältnis zwischen Konstantin und dem aufkommenden Christentum.
Die zentrale Frage der Arbeit lautet: „Warum gründete Konstantin Konstantinopel?“ Dabei wird untersucht, welche Motive – strategisch, politisch oder religiös – für diesen Schritt ausschlaggebend waren.
Die Arbeit stützt sich auf eine Quellenkritik antiker Texte, die in einen historischen Kontext gestellt werden, um die verschiedenen Interpretationen der Stadtgründung objektiv zu beleuchten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit den antiken Quellen (z.B. Eusebius, Zosimos) und eine thematische Analyse der politischen Machtfaktoren sowie der religiösen Dimensionen des Stadtprojekts.
Die zentralen Begriffe sind Konstantin der Große, Konstantinopel, Römisches Reich, Spätantike und die Begriffe „Neues Rom“ bzw. „Nova Roma“.
Die Origo Constantini dient als wertvolle Quelle, die sich durch ihre Sachlichkeit und den Fokus auf militärische sowie politische Aspekte von den eher religiös gefärbten Werken abhebt.
Der Status war Gegenstand vieler zeitgenössischer Debatten, da er die traditionelle Vormachtstellung Roms in Frage stellte und Fragen zur rechtlichen Gleichstellung der beiden Senate und der Reichsbewohner aufwarf.
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