Bachelorarbeit, 2017
60 Seiten, Note: 1,3
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1 Einleitung
2 Depressionen im Alter
2.1 Überlegungen zum Alter – Was bedeutet Alter?
2.2 Definition und Krankheitsbild
2.3 Symptome einer depressiven Erkrankung
3 Klassifikation und Diagnostik
3.1 Klassifikation und Diagnose gemäß ICD-
3.2 Probleme bei der Diagnostik von Depressionen im Alter
4 Folgen depressiver Erkrankungen im Alter
4.1 Auswirkungen auf die Mortalität
4.2 Suizidalität
5 Epidemiologie der Depression im Alter in Deutschland
5.1 Prävalenz
5.2 Versorgungsrelevante Aspekte
6 Einflussfaktoren auf die Entwicklung einer Depression im Alter
6.1 Genetische Einflussfaktoren
6.2 Biologische Einflussfaktoren
6.3 Psychosoziale Einflussfaktoren
7 Maßnahmen zur Prävention einer Depression im Alter
7.1 Kognitive Verhaltenstherapie
7.2 Das Kompetenznetz „Depression, Suizidalität“
7.3 Bewegungstherapie
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die zentralen Einflussfaktoren für die Entstehung von Depressionen bei älteren Menschen zu identifizieren und aufzuzeigen, wie präventive Maßnahmen – insbesondere unter Berücksichtigung der spezifischen Altersbedürfnisse – einer solchen Entwicklung wirksam entgegenwirken können.
2.3 Symptome einer depressiven Erkrankung
Im folgenden Abschnitt soll aufgezeigt werden, welche Symptome in der Regel bei einer Depression auftreten. Denn bei einer depressiven Erkrankung berichten Betroffene immer wieder von ähnlichen Beschwerden und Symptomen, welche sich insgesamt als Hauptsymptome zusammenfassen lassen. Diese Hauptsymptome einer depressiven Erkrankung werden dabei in verschiedene Kategorien unterteilt. So gibt es affektive und kognitive Symptome, Antriebs- und psychomotorische Störungen und vegetative Symptome (vgl. Stotz-Ingenlath 2005: 570; Wolfersdorf & Schüler 2005: 26; Wolfersdorf 2011: 17). Zu diesen einzelnen Kategorien werden nun jeweils einige Beispiele vorgestellt, die bei einer Depression in Erscheinung treten können.
Zu den sog. affektiven und kognitiven Symptomen gehören die zuvor bereits erläuterte depressive Herabgestimmtheit und Verstimmung, die Angstzustände, die Grübelzustände sowie das Gefühl der Gefühllosigkeit, bestehend aus einer Freudlosigkeit, einem Nicht-Weinen- Können, Weinkrämpfen, Verzweiflung und allgemeine Verstimmtheit. Zu den affektiven und kognitiven Symptomen gehören aber auch Selbstvorwürfe wegen Nicht-können (Insuffizienzgefühl), Versagen und Minderwertigkeit (Selbstwerstörung), Zurückbleiben gegenüber dem Ich-Ideal, Schuldgefühle (Selbstverurteilung, Selbstanklage) und Klagen über materielle Probleme, Verarmung oder körperliche Befindlichkeiten (Hypochondrie) (vgl. Wolfersdorf & Schüler 2005: 26; Wolfersdorf 2011: 17). Weitere Symptome dieser Kategorie sind Gefühle von Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit, ein möglicher depressiver Wahn, der Verarmungs-, Schuld-, Versündigungs-, Untergangswahn-, und hypochondrische Ideen beinhaltet sowie Ruhe-/Weglaufwünsche und Suizidgedanken (vgl. Stotz-Ingenlath 2005: 570; Wolfersdorf & Schüler 2005: 26; Wolfersdorf 2011: 17). Bei älteren depressiv Erkrankten treten zudem häufig Klagen über subjektiv erlebte Konzentrations- und Merkstörungen auf (vgl. Kurz 1997: 34; Wolfersdorf 2011: 17).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Depression im Alter ein und definiert das Ziel der Arbeit, präventive Faktoren und Interventionsmöglichkeiten zu untersuchen.
2 Depressionen im Alter: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Grundlage zum Altersbegriff und erläutert Definition, Krankheitsbild sowie die spezifischen Symptome einer Depression.
3 Klassifikation und Diagnostik: Hier werden die methodischen Ansätze zur Diagnose nach ICD-10 sowie die spezifischen Schwierigkeiten in der klinischen Praxis bei älteren Patienten diskutiert.
4 Folgen depressiver Erkrankungen im Alter: Dieses Kapitel analysiert die negativen gesundheitlichen Konsequenzen, insbesondere im Hinblick auf Mortalität und Suizidalität.
5 Epidemiologie der Depression im Alter in Deutschland: Es werden aktuelle Daten zur Prävalenz dargelegt und die versorgungsrelevanten Aspekte sowie die Unterversorgung älterer Betroffener beleuchtet.
6 Einflussfaktoren auf die Entwicklung einer Depression im Alter: Basierend auf dem bio-psycho-sozialen Modell werden genetische, biologische und psychosoziale Ursachenfaktoren für die Entstehung analysiert.
7 Maßnahmen zur Prävention einer Depression im Alter: Dieses Kapitel stellt drei konkrete präventive Ansätze vor: Kognitive Verhaltenstherapie, das Kompetenznetz „Depression, Suizidalität“ und Bewegungstherapie.
8 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Rekapitulation der Ergebnisse und einer kritischen Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen präventiver Programme.
Depression im Alter, Altersdepression, Prävention, Primärprävention, Diagnostik, ICD-10, Mortalität, Suizidalität, Epidemiologie, Kognitive Verhaltenstherapie, Bio-psycho-soziales Modell, Psychosoziale Einflussfaktoren, Versorgung, Bewegungstherapie, Kompetenznetz Depression.
Die Arbeit befasst sich mit dem Krankheitsbild der Depression bei Menschen ab 65 Jahren und untersucht Möglichkeiten zur Vorbeugung dieser Erkrankung.
Zu den Kernbereichen gehören die Definition der Krankheit, ihre Diagnose, die epidemiologische Situation in Deutschland sowie die Analyse der Entstehungsursachen und Präventionsansätze.
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfragen, welche Faktoren die Entwicklung einer Depression im Alter beeinflussen und wie präventiv gegen diese Entwicklung vorgegangen werden kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die Auswertung aktueller empirischer Studien (wie z.B. der DEGS-Studie) sowie die Anwendung psychologischer Erklärungsmodelle.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Klassifikation und Diagnose, die Analyse der epidemiologischen Lage, die Untersuchung der verschiedenen Einflussfaktoren (genetisch, biologisch, psychosozial) und die Vorstellung präventiver Therapiemaßnahmen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Depression im Alter, Primärprävention, Diagnostik, Psychosoziale Einflussfaktoren und Bewegungstherapie.
Obwohl das Krankheitsbild kategorial ähnlich ist, treten im Alter häufiger somatische Symptome in den Vordergrund, was die Diagnose erschwert und oft zu einer Überlagerung mit anderen Altersleiden führt.
Aufgrund der hohen Prävalenz und der schwerwiegenden Folgen, wie erhöhter Sterblichkeit und Suizidalität, ist eine frühzeitige Intervention essentiell, da eine voll ausgebildete Depression im Alter oft schlechter erkannt und seltener therapiert wird.
Onlineangebote wie das Kompetenznetz „Depression, Suizidalität“ ermöglichen durch Anonymität einen niederschwelligen Zugang für Menschen, die aufgrund sozialer Stigmatisierung den Gang zum Arzt scheuen.
Ja, die Bewegungstherapie wirkt auf körperlicher, sozialer und psychologischer Ebene und kann somit zur Senkung des Erkrankungsrisikos beitragen.
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