Bachelorarbeit, 2017
62 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen
2.1 Die Begriffe „Stigma“, „Stigmatisierung“ und „Diskriminierung“
2.2 Der Prozess der Stigmatisierung und Diskriminierung
2.3 Ursachen und Funktionen von Stigmata
2.4 Das Stigma „psychisch krank“ und seine stereotypischen Vorstellungen
2.4.1 Das Bild von psychischen Erkrankungen aus Sicht von Laien
2.4.2 Erfahrungen der Stigmatisierung und Diskriminierung von Betroffenen
2.5 Arten und Folgen von Stigmatisierung und Diskriminierung für die Betroffenen
2.6 Resümee
3 Die Kontextualisierung von psychisch erkrankten Menschen in modernen Medien
3.1 Darstellungen psychisch erkrankter Menschen in Printmedien
3.2 Darstellungen psychisch erkrankter Menschen in Filmen und Fernsehprogrammen
3.3 Das Internet als Möglichkeit der Entstigmatisierung psychisch kranker Menschen
3.4 Resümee
4 Bekämpfung von Stigmatisierung psychisch erkrankter Menschen
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die Stigmatisierung und Diskriminierung psychisch erkrankter Menschen durch öffentliche Mediendarstellungen deren soziale Integration erschwert. Dabei wird analysiert, wie verzerrte Bilder in Zeitungen und Filmen Vorurteile verstärken und welche Rolle das Internet sowohl als Verstärker als auch als potenzielles Mittel zur Entstigmatisierung einnimmt.
3.2 Darstellungen psychisch erkrankter Menschen in Filmen und Fernsehprogrammen
Der große Einfluss von Printmedien auf das Meinungsbild von Laien gegenüber psychisch Erkrankten wurde bereits im vorhergehenden Abschnitt dargelegt. Genauso wie bei Printmedien hat der Film als Medium ebenfalls einen großen Einfluss auf die Meinungsbildung des Zuschauers. Deshalb soll im folgenden Kapitel untersucht werden, wie psychisch erkrankte Menschen in Filmen dargestellt werden und ob sich aus diesen Darstellungen eventuell Stigmatisierungseffekte ableiten lassen.
Häufig lassen sich in Filmen stereotypische Darstellungen von psychisch erkrankten Menschen finden. Grob sind diese zu unterteilen in eine klinisch falsche Darstellung, die sich häufig auf fehlende oder falsche Informationen über Verlauf und Symptomatik der Krankheit zurückführen lässt, die Behandlungsmethoden von psychischen Krankheiten, sowie die verzerrte Darstellung der Gewaltbereitschaft und Kriminalität psychisch Erkrankter.
In keinem anderen Medium wie dem Film oder Fernsehserien werden psychische Erkrankungen so häufig thematisiert (Diefenbach, 1997). In den USA beispielweise, zeigen ein gutes Fünftel der Programme zur Hauptsendezeit psychische Störung betreffende Aspekte. Zwei bis drei Prozent der erwachsenen Charaktere der Fernsehprogramme haben psychische Krankheiten oder Zwangsstörungen (Diefenbach, 1997). Häufig werden die psychischen Probleme als Stilmittel zur Belustigung des Zuschauers, Komplexität des Charakters oder als „roter Faden“ eingesetzt (Beachum, 2010). Zusätzlich wird diese Darstellung mit dem Einspielen unharmonischer Musik, wenn der Erkrankte zu sehen ist, atmosphärischer Beleuchtung oder vergleichende Gegenüberstellungen von Erkrankten und nicht Erkrankten, um den Gegensatz hervorzuheben (Hyler, et al., 1991), untermalt. Letztlich sind psychisch kranke Charaktere in Filmen oft in ihrer Erscheinung unverkennbar, durch beispielweise faulende Zähne, ungekämmte Haare und körperliche Deformierungen (Wilson, et al., 1999).
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Stigmatisierung psychisch Erkrankter ein und erläutert die zentrale Fragestellung zur Rolle der Medien bei der Integration Betroffener.
2 Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen: Dieses Kapitel definiert theoretische Grundlagen, den Prozess der Stigmatisierung und beleuchtet die Erfahrungen sowie Folgen für Betroffene und Angehörige.
3 Die Kontextualisierung von psychisch erkrankten Menschen in modernen Medien: Es wird analysiert, wie Printmedien und audiovisuelle Medien durch stereotype Darstellungen Vorurteile prägen und welche Sonderrolle das Internet einnimmt.
4 Bekämpfung von Stigmatisierung psychisch erkrankter Menschen: Dieses Kapitel stellt verschiedene Handlungsansätze vor, um durch Aufklärung und persönlichen Kontakt Stigmata abzubauen.
5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und betont, dass ein gesellschaftlicher Wandel zur Überwindung des Integrationshindernisses notwendig ist.
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Die Arbeit befasst sich mit der Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen und untersucht, wie die öffentliche Wahrnehmung durch Medienberichterstattung und fiktionale Darstellungen beeinflusst wird.
Die zentralen Felder sind soziologische Stigmatisierungstheorien, die Rolle der Massenmedien (Print, Film, Internet) bei der Meinungsbildung sowie Interventionsstrategien zur Bekämpfung von Vorurteilen.
Das Ziel ist es, darzulegen, inwiefern die Stigmatisierung durch Medien die soziale Integration psychisch Erkrankter behindert und welche Mechanismen dabei wirken.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um den Prozess der Stigmatisierung theoretisch zu untermauern und empirische Studien zur Medienwirkung auf die gesellschaftliche Einstellung zu interpretieren.
Der Hauptteil analysiert den Stigmatisierungsprozess bei Betroffenen und Angehörigen sowie die spezifische Darstellung von psychischen Erkrankungen in Printmedien und Filmen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Stigmatisierung, Diskriminierung, psychische Erkrankung, Medieneinfluss, Stereotype und Entstigmatisierung charakterisiert.
Durch falsche oder dramatisierte Darstellungen von Behandlungsmethoden wie der Elektrokonvulsionstherapie oder Psychotherapie entsteht beim Publikum ein verzerrtes, oft negatives Bild, das Patienten von einer notwendigen Therapie abschrecken kann.
Das Internet fungiert einerseits als Gefahr für die Verbreitung falscher Informationen, bietet aber andererseits durch Anonymität und Foren eine wichtige Plattform für Betroffene, um Unterstützung zu finden und sich zu vernetzen.
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