Bachelorarbeit, 2016
47 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Definition und Modelle von Transitionen
2.1.1 Das transaktionale Stressmodell nach LAZARUS
2.1.2 Das Modell der kritischen Lebensereignisse von FILIP
2.1.3 Das Transitionsmodell nach GRIEBEL und NIESEL
2.2 ... denn „Ein Schulkind wird man nicht über Nacht“ ...
2.2.1 Das Vorstellungsverfahren für 4,5 jährige Kinder in Hamburg
2.2.2 Das Konzept der Hamburger Vorschulen
2.2.3 Das Konzept des Hamburger „Kita-Brückenjahres“
2.3 Forschungsstand
2.3.1 Studien zu Institutionen der Vorschule und Kindergarten
2.3.2 Studien zur elterlichen Unterstützung
2.3.3 Studien zum geschlechtsabhängigen Unterricht
2.4 Fragestellung und Hypothesenbildung
3. Methode und Durchführung
3.1 Durchführung der Studie
3.2 Fragebogenkonstruktion
3.3 Beschreibung der Stichprobe
3.4 Methodisches Vorgehen
4. Ergebnisse
4.1 Skalenbildung
4.2 Institutionell bedingte Unterschiede bei sozialen und emotionalen Aspekten des Grundschulübergangs (Hypothese 1)
4.3 Durch das Alter beim Start der Fremdbetreuung bedingte Unterschiede bei sozialen und emotionalen Aspekten des Grundschulübergangs (Hypothese 2)
4.4 Geschlechtsspezifische Unterschiede bei sozialen und emotionalen Aspekten des Grundschulübergangs (Hypothese 3)
5. Diskussion
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Kritische Reflexion
6. Persönliches Fazit
7. Literatur
8. Anhang
Anhang 1: Fragebogen Eltern
Anhang 2: Fragebogen Lehrer
Anhang 3: alle eingesetzten Skalen inklusive der dazugehörigen Items
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, das soziale und emotionale Befinden von Hamburger Erstklässlern sechs Monate nach der Einschulung in Abhängigkeit von der zuvor besuchten Institution (Kita-Brückenjahr oder Vorschule) zu vergleichen und mögliche Unterschiede im Übergangsprozess empirisch zu untersuchen.
2.1.1 Das transaktionale Stressmodell nach LAZARUS
Das transaktionale Stressmodell von Lazarus (1995) ist ein in der Psychologie angewandtes und akzeptiertes Modell zur näheren Betrachtung und Beschreibung von Stressprozessen. Dem Modell liegt „eine Wechselwirkung von Situation und Person zugrunde [und] beruht auf der Einschätzung der jeweiligen Person, dass die jeweilige Person-Umwelt-Beziehung entweder herausfordernd, bedrohlich oder schädigend“ (Schwarzer, 2004, S. 153) betrachtet.
Dabei gliedert Lazarus (1995) die individuelle Einschätzung der Situation in primäre und sekundäre Bewertungen (vgl. S. 212f). Die primäre Einschätzung fragt nach der Bedeutung, die dieses Ereignis für die Person hat. Diese kann entweder irrelevant, positiv oder stressend bewertet werden (vgl. Krohne, 1997, S. 268). Eine irrelevante oder positive Bewertung der Situation führt zu keiner Stressreaktion und kann zudem einen positiven Affekt zur Folge haben (vgl. Krohne, 1997, S. 268). Eine als stressend eingeschätzte Situation, unterteilt Lazarus (1995) weiter nach den Kriterien „Schädigung/Verlust, Bedrohung oder Herausforderung“ (S. 212).
Neben der primären gibt es noch die sekundäre Einschätzung der Situation, bei der das Individuum bewertet, welche vorhandenen Ressourcen ihm zur Verfügung stehen, um die Situation zu bewältigen (vgl. Lazarus, 1995, S. 212f). Wichtig bei diesem transaktionalen Stressmodell ist das Wissen darum, dass das Individuum jede Situation subjektiv nach der eigenen Erwartung des Ausgangs einschätzt, bewertet und daraus resultierend ein bestimmtes Stresslevel aufweist (vgl. Lazarus, 1995, S. 204).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Grundschulübergangs ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Befindlichkeit von Erstklässlern in Abhängigkeit von ihrer vorschulischen Betreuung zu untersuchen.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Transition sowie zentrale psychologische Erklärungsmodelle (Lazarus, Filip, Griebel/Niesel) und beschreibt die Hamburger Konzepte Kita-Brückenjahr und Vorschule.
3. Methode und Durchführung: Hier werden das methodische Vorgehen, die Konstruktion des Elternfragebogens sowie die Beschreibung der Stichprobe und die Durchführung der Querschnittserhebung dargelegt.
4. Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die deskriptiven Auswertungen sowie die Hypothesenüberprüfungen mittels t-Tests und Korrelationsanalysen bezüglich der institutionellen, altersbedingten und geschlechtsspezifischen Unterschiede.
5. Diskussion: Dieser Teil ordnet die Ergebnisse in den theoretischen Kontext ein, reflektiert die Signifikanz der Daten und diskutiert die Einschränkungen sowie die methodische Validität der Studie.
6. Persönliches Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, die betont, dass beide Institutionen für den Übergang geeignet sind und die Bedeutung der ko-konstruktiven Kommunikation hervorhebt.
Grundschulübergang, Transition, Kita-Brückenjahr, Vorschule, emotionale Bewältigung, soziale Integration, Hamburger Bildungskonzepte, transaktionales Stressmodell, Frühpädagogik, Schülerbefinden, Fremdbetreuung, Schulfähigkeit, Geschlechterunterschiede, Quantitative Erhebung, Schulstart
Die Arbeit untersucht, ob es bei Hamburger Erstklässlern Unterschiede in der sozialen und emotionalen Bewältigung des Grundschulübergangs gibt, je nachdem, ob sie zuvor eine Vorschule oder das Kita-Brückenjahr besucht haben.
Zentrale Themen sind die Transitionsforschung, die institutionellen Konzepte der Hamburger Schulvorbereitung, der Einfluss von Fremdbetreuungszeiten und geschlechtsspezifische Unterschiede in der Integration in den Schulalltag.
Die Arbeit stellt die Frage, ob sich bei Schülerinnen und Schülern der ersten Klasse signifikante emotionale und soziale Unterschiede bei der Bewältigung des Übergangs in die Grundschule in Abhängigkeit von der zuvor besuchten vorschulischen Institution zeigen.
Es wurde eine quantitative Querschnittserhebung durchgeführt, bei der Eltern von Erstklässlern mittels eines standardisierten Fragebogens befragt wurden. Die Datenanalyse erfolgte unter anderem mittels t-Tests und Korrelationsanalysen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über Transitionsmodelle, eine detaillierte Beschreibung der institutionellen Hamburger Förderkonzepte, eine Darstellung der empirischen Ergebnisse sowie eine kritische Diskussion der Daten.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Grundschulübergang, Transition, Kita-Brückenjahr, Vorschule, soziale Integration und emotionale Bewältigung.
Nein. Die Ergebnisse zeigen keine signifikant eindeutigen Unterschiede in der emotionalen und sozialen Bewältigung zwischen den beiden Gruppen, was darauf hindeutet, dass beide Institute für einen gelingenden Übergang geeignet sind.
Die Studie konnte zeigen, dass Mädchen in den ersten sechs Monaten nach der Einschulung eine sozial etwas bessere Integration und eine positivere Einstellung zur Schule zeigten als Jungen.
Die statistische Analyse ergab eine signifikant negative Korrelation zwischen dem Alter bei Fremdbetreuungsbeginn und dem schulischen Selbstkonzept: Je älter die Kinder beim Start der Fremdbetreuung waren, desto niedriger fiel ihr Selbstkonzept der Schulfähigkeit im ersten Schulhalbjahr aus.
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