Bachelorarbeit, 2014
55 Seiten, Note: 1,2
I) EINLEITUNG: BLUTIGER WEG – VOM VÖLKERBUND ZU DEN VEREINTEN NATIONEN
1) DER VÖLKERBUND (1918 – 1946)
2) GRÜNDUNG DER VEREINTEN NATIONEN
3) NACH DEM KRIEG
4) FRAGESTELLUNG
5) FORSCHUNGSSTAND, LITERATUR UND QUELLENLAGE
A) LITERATUR UND QUELLENLAGE
B) FORSCHUNGSSTAND
II) HAUPTARGUMENTATION
1) SCHWIERIGER AUSGANGSPUNKT - LUXEMBURG NACH DEM WWI
2) VOM VÖLKERBUND ZUM WWII
3) EXIL ALS INTERNATIONALES SPRUNGBRETT
4) DAS GROßHERZOGTUM ALS UNMISSVERSTÄNDLICHER ALLIIERTER PARTNER
5) „ERKLÄRUNG DER VEREINTEN NATIONEN“
6) DUMBARTON OAKS – HERANTASTEN AN EINE GEMEINSAME „U.N.-FORM“
7) LUXEMBURG ALS GRÜNDUNGSMITGLIED – VERSAMMLUNG VON SAN FRANCISCO
8) NACH DEM KRIEG
9) LUXEMBURG UND DIE „ALLGEMEINE ERKLÄRUNG DER MENSCHENRECHTE“ DER UN
10) DURCH DIE UN-VERPFLICHTUNGEN ZUM KOREAKRIEG?
III) SCHLUSSFOLGERUNG
IV) BIBLIOGRAPHIE – LUXEMBURG UND DIE UNO (1943 – 1950)
V) ANHANG
1) ARCHIVES NATIONAL DE LUXEMBOURG (ANLUX)
2) AUFBAU UNS STRUKTUR DER UNO
3) RESOLUTION A/RES/377 (V) – „UNITING FOR PEACE“
4) LUXEMBURGER DELEGATION DER KONFERENZ VON SAN FRANSISCO
Die vorliegende Arbeit untersucht die diplomatischen und politischen Verbindungen des Großherzogtums Luxemburg zu den Vereinten Nationen im Zeitraum von 1943 bis 1950. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich das kleinste Gründungsmitglied der UN innerhalb des internationalen Gefüges behaupten konnte, welche vertraglichen Verpflichtungen eingegangen wurden und in welcher Form das politische sowie militärische Engagement des Landes konkret Gestalt annahm.
1) Der Völkerbund (1918 – 1946)
Der Erste Weltkrieg beendete auf brutale Art und Weise das sogenannte „lange 19. Jahrhundert“. Die Erfahrung dieses totalen Krieges, welcher eine nie zuvor gesehene Tötungsmaschinerie in Gang setzte, riss den ganzen europäischen Kontinent aus einer Art Schlummerschlaf und bewies, dass der Mensch zu viel mehr fähig ist, als bis dahin bekannt war.
Die Kampfhandlungen des Ersten Weltkrieges wurden am 11. November 1918 durch das Waffenstillstandsabkommen von Compiègne beendet. Nun galt es einen andauernden Frieden zu sichern, dies vor allem auf politischer Ebene und für alle Beteiligten gleichermaßen zutreffend und akzeptabel.
Bereits kurz vor Ende des Ersten Weltkrieges publizierte der amerikanische Präsident Woodrow Wilson sein „14-Punkte-Programm“ und legte somit den Grundstein für die Friedensordnung nach den Kampfhandlungen. Hier hieß es unter anderem, dass „ein allgemeiner Verband der Nationen gegründet werden muss mit besonderen Verträgen zum Zweck gegenseitiger Bürgschaften für die politische Unabhängigkeit und die territoriale Unverletzbarkeit der kleinen sowie der großen Staaten“. Die Ideen von Wilson waren ebenfalls Bestandteil des Versailler Vertrags.
Doch bereits vor Wilson gab es geistige Vordenker der Idee einer Weltorganisation. So zum Beispiel Hugo Grotius (1583-1645), der in seinem Werk „De jure belli ac pacis“ Normen und Regeln eines Völkerrechts niederschrieb und somit einer der Begründer der Idee der Vereinten Nationen war. Der bedeutendste Vordenker ist jedoch Emmanuel Kant. Er legt mit seinem Traktat „Zum Ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf“ von 1795 eine Grundlage für die Theorie des demokratischen Friedens. Ebenfalls bestimmt er die Logik des Institutionalismus, welche wir heute noch in der Charta der U.N. wiederfinden.
I) EINLEITUNG: BLUTIGER WEG – VOM VÖLKERBUND ZU DEN VEREINTEN NATIONEN: Dieses Kapitel erläutert die historischen Ursprünge der Idee einer Weltfriedensorganisation, von den theoretischen Grundlagen bei Kant und Grotius bis hin zur Gründung und dem Scheitern des Völkerbundes.
II) HAUPTARGUMENTATION: Dieser Teil analysiert den schwierigen diplomatischen Stand Luxemburgs nach den Weltkriegen und dokumentiert detailliert den Prozess, wie das Großherzogtum aus dem Exil heraus zum Gründungsmitglied der UN wurde und sich schließlich durch das Truppenkontingent im Koreakrieg militärisch engagierte.
III) SCHLUSSFOLGERUNG: Die Schlussbetrachtung resümiert das Engagement Luxemburgs als Gründungsmitglied und bewertet, wie das kleine Land durch diplomatisches Können und die strikte Einhaltung seiner internationalen Verpflichtungen seinen Platz auf der Weltbühne festigen konnte.
IV) BIBLIOGRAPHIE – LUXEMBURG UND DIE UNO (1943 – 1950): Ein umfassendes Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur, unterteilt in nationale und internationale Quellen sowie Medien und Artikel.
V) ANHANG: Der Anhang bietet detaillierte Dokumentenlisten aus dem Luxemburger Nationalarchiv, eine visuelle Übersicht zur Struktur der UN sowie Hintergrundinformationen zur „Uniting for Peace“-Resolution und der luxemburgischen Delegation.
Luxemburg, Vereinte Nationen, UNO, Außenpolitik, Joseph Bech, Gründungsmitglied, Koreakrieg, Völkerbund, Diplomatie, Exilregierung, Charta der Vereinten Nationen, Menschenrechte, Sicherheit, Weltfrieden, Internationale Beziehungen.
Die Arbeit untersucht die diplomatischen und politischen Beziehungen Luxemburgs zu den Vereinten Nationen während deren Gründungsphase und den ersten Jahren der Etablierung (1943–1950).
Zu den Schwerpunkten gehören der Übergang vom Völkerbund zur UN, die Rolle der luxemburgischen Exilregierung, der Beitrittsprozess und das militärische Engagement im Koreakrieg.
Das Ziel ist es, zu klären, wie das kleinste Gründungsmitglied Luxemburg seine diplomatische Position zwischen den Großmächten festigte und welche vertraglichen Verpflichtungen es einging.
Die Autorin/der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Analyse von Archivmaterial, offiziellen Korrespondenzen und Sekundärliteratur, um die historischen Ereignisse chronologisch nachzuzeichnen.
Der Hauptteil dokumentiert den Weg Luxemburgs zum Gründungsmitglied, die Teilnahme an Konferenzen wie San Francisco und Dumbarton Oaks sowie die kontroverse innenpolitische Diskussion über den Koreaeinsatz.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie luxemburgische Außenpolitik, Vereinte Nationen, Gründungsmitglied, diplomatisches Engagement und Koreakrieg klassifizieren.
Joseph Bech war als Außenminister die zentrale Figur, die durch sein diplomatisches Geschick und seine weitsichtige Außenpolitik maßgeblich dazu beitrug, Luxemburg international als gleichberechtigten Partner zu positionieren.
Der Einsatz im Koreakrieg war für Luxemburg der erste konkrete Testfall seiner Verpflichtungen aus der UN-Charta, der eine intensive innenpolitische Debatte über das militärische Engagement auslöste.
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