Examensarbeit, 2017
84 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
Kapitel 1: Erik Flügge und sein Buch
1.1 Vorstellung des Autors und die Entstehungsgeschichte des Buches
1.2 Thesenhafte Zusammenfassung des Werks
1.3 Zwischenfazit
Kapitel 2: Über Predigt und Sprache in der Liturgie
2.1 Vorbemerkung
2.2 Inhalt und Form der christlichen Predigt
2.2.1 Begriffliche Klärung
2.2.2 Die herausragende Form der Predigt: Die Homilie
2.3 Die Homilie als Teil von Liturgie
2.3.1 Der liturgische Rahmen der Homilie
2.3.2 Zur Sprache der Homilie
2.3.3 Stimme und Predigtort im Gottesdienst
2.3.4 Zur Einheit der liturgischen Feier und die Funktion der Homilie
2.3.5 Die Vermittlungsfunktion der Homilie
2.3.6 Über die participatio actuosa und die Feierkompetenz der Gläubigen
2.4 Zusammenfassung
Kapitel 3: Diskussion der Thesen von Erik Flügge
3.1 Grundsätzliches: Was eine gute Predigt ausmacht
3.2 Predigen: Wenn allgemein „verkündet“ wird
3.3 Die vertrauliche Rede und die Erbauung der Gläubigen
3.4 Fazit
3.4.1 Über Predigt und Sprache in der Liturgie
3.4.2 Kritische Würdigung des Buches von Erik Flügge
3.4.3 Das Zusammenspiel von Pastoral und Liturgie
Kapitel 4: Anregungen
4.1 Zur Wahrnehmung der Homilie als Teil der Liturgie
4.2 Über die Feier von Wortgottesdiensten
Schlussbemerkung
Literaturliste
Die Arbeit untersucht die sprachliche Kommunikation in der Kirche, insbesondere im Kontext der Predigt, ausgehend von der kritischen Analyse des Buches "Der Jargon der Betroffenheit" von Erik Flügge. Das Hauptziel ist die Erarbeitung von Kriterien für eine angemessene Predigtsprache, die sich aus der liturgiewissenschaftlichen Perspektive ergeben, und deren Gegenüberstellung mit Flügges Thesen zur kirchlichen Kommunikation.
3. Eine Predigt sollte nicht nur unterbrechen, sondern stören und verstören, sie darf sogar verletzen.
Während die zweite These davon handelt, ob eine Predigt eine Wirkung erzielen kann, konkretisiert die dritte nun die Art und Weise der Wirkung. Für Flügge muss eine Predigt geradezu heftige Reaktionen provozieren und sollte nicht darauf bedacht sein, keinen inneren Widerstand zu erregen. Er beschreibt, dass „Kirche mich nur unterbricht, aber nicht stört“. Es sei die Aufgabe von Theologie, dass sie „stören“ und somit Fragen aufwerfen soll, die sogar „dazu zwingen, dass man über den eigenen Alltag hinaus die Fragen nach dem Sinn und der Ethik stellt“. In der Regel sei kirchliches Sprechen für Flügge „zu klein, zu nett, zu brav“ und schaffe es nicht, „aufzuwühlen“.
An dieser Stelle konkretisiert Flügge weiter, was er sich unter dem Verstörenden an einer Predigt vorstellt und vor allem, warum sie das tun sollte: „Will das nicht die Predigt, will sie nicht weh tun? So richtig die Schutzbarrieren eines Menschen durchschlagen, um ihn zur Umkehr zu bewegen?“
Das Gespräch mit dem jungen Prediger veranlasst den Autor, seine Grundhaltung deutlich zu machen und klar zu formulieren, was für ihn in Bezug auf das Predigen wichtig ist: „Ich habe die Hoffnung auf eine Theologie nicht aufgegeben, die nicht glatt geschmirgelt wird, bis man keinen Spreißel mehr an ihr in die Haut stoßen kann. Meine Idee vom Sprechen von Gott ist eine, die Spuren hinterlässt und im Zweifelsfall auch Wunden hinterlässt.“
Kapitel 1: Erik Flügge und sein Buch: Der Autor und sein Werk werden vorgestellt, und seine zentralen Thesen zur kirchlichen Kommunikation werden thesenhafterweise zusammengefasst.
Kapitel 2: Über Predigt und Sprache in der Liturgie: Die theologischen und liturgiewissenschaftlichen Hintergründe der Predigt und insbesondere der Homilie als Teil der Liturgie werden erarbeitet.
Kapitel 3: Diskussion der Thesen von Erik Flügge: Die Thesen von Erik Flügge werden mit den erarbeiteten theologischen Kriterien konfrontiert und kritisch gewürdigt.
Kapitel 4: Anregungen: Abschließende Impulse zur Rolle der Predigt für den Verlauf des Gottesdienstes und zur Bedeutung von Wortgottesdiensten werden gegeben.
Kirchliche Kommunikation, Predigt, Homilie, Liturgiewissenschaft, Pastoraltheologie, Erik Flügge, Sprachkritik, Gottesdienst, Liturgie, Verkündigung, Glaubenszeugnis, Participatio actuosa, Verständlichkeit, Kirche, Seelsorge.
Die Arbeit analysiert die Kritik von Erik Flügge an der kirchlichen Sprache und setzt diese in Bezug zu theologischen und liturgiewissenschaftlichen Kriterien für eine gute Predigt.
Die zentralen Themen sind die Verbesserung der kirchlichen Sprache, die Bedeutung der Predigt in der Liturgie, die Rolle des Predigers und die Außenwirkung der Kirche.
Das Ziel ist es, Kriterien für eine Predigt zu entwickeln, die sowohl den theologischen Anspruch der Liturgie erfüllt als auch eine wirksame und verständliche Kommunikation ermöglicht.
Es handelt sich um eine theologisch-liturgiewissenschaftliche Untersuchung, die die Thesen von Erik Flügge durch Literaturanalyse und Vergleich mit lehramtlichen Dokumenten und homiletischen Fachwerken diskutiert.
Der Hauptteil umfasst die Vorstellung des Autors Erik Flügge, die Darstellung der theologischen Grundlagen von Predigt und Homilie sowie die anschließende kritische Diskussion von Flügges Thesen.
Kirchliche Kommunikation, Predigt, Homilie, Liturgiewissenschaft, Pastoraltheologie und Sprachkritik sind die wesentlichen Begriffe.
Der Autor unterscheidet hierbei zwischen dem liturgischen Kontext (Homilie in der Messe), wo eine bloße Provokation der Struktur widerspricht, und der Predigt außerhalb der Messe, wo sie als Mittel der Erschütterung und Umkehr durchaus ihren Platz haben kann.
Der Autor erkennt darin ein wichtiges Korrektiv gegen eine alltagsferne, fachsprachliche Kirchensprache an, betont aber gleichzeitig, dass die biblische Substanz und die liturgische Würde gewahrt bleiben müssen.
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